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smart heat - Intelligentes Wärmenetz

Das intelligente Nahwärmenetz von Dollnstein versorgt über 40 Privathaushalte und kommunale Liegenschaften mit Wärme aus Solaranlagen und Wärmepumpen.

Projektträger: Kommunalunternehmen Energie Dollnstein

Projektstandort

Dollnstein

Dollnstein_georeferenzierung

Kontakt

Kommunalunternehmen Energie Dollnstein AdÖR
Thomas Kerner
Vorstand
Papst-Viktor-Straße 35
91795 Dollnstein
kerner[at]energie-dollnstein.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Mit einem Primärenergieeinsatz von nur 50 % werden 100 % der benötigten Wärme erzeugt.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 68 %

Kosten: Gesamtkosten: 1.600.000 Euro
  Weitere Angaben: Nicht mit eingerechnet sind die vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit der Beteiligten.
Fotos
  • Ortsansicht von Dollnstein mit mittelalterlicher Ringmauer und historischen Gebäuden. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Verwaltungsrat und Vorstand des Kommunalunternehmens bei der Hebauf-Feier. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Einbringung des Wärmespeichers Oskar in die Heizzentrale. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
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(insgesamt 3 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Im Jahr 2011 sollten im Markt Dollnstein neue Wasserleitungen verlegt werden. Dabei sah die Kommune die Möglichkeit, die Baumaßnahmen auch zur Verlegung von Wärmenetzen zu nutzen. Auf diese Weise entstand die Idee zum Wärmenetz.
Durchführung
Als erste Option wurde ein Wärmenetz auf der Basis von Biomasse angedacht. Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigten jedoch, dass ein Betrieb im Sommer nicht gewinnbringend wäre, da es in der warmen Jahreszeit keinen Bedarf für Temperaturen um 80 °C gibt. Daher suchte der Markt Dollnstein nach einer Möglichkeit, das Wärmenetz zu flexibilisieren.

Der Chef einer örtlichen Firma, die Schichtspeicher herstellt, hatte die Idee, die Wärme des Grundwassers zu nutzen und diese in das Wärmenetz einzuspeisen. Das bis zu 10 °C warme Wasser wird mithilfe von Wärmepumpen erhitzt und liefert die Grundlast des Netzes, die bei 20 bis 25 °C liegt. Zusätzlich wird das heiße Wasser aus den solarthermischen Anlagen, die sich auf den Dächern kommunaler Gebäude sowie auf Privathäusern befinden, ins Wärmenetz eingespeist. Anschließend wird das Wasser an Übergabestationen in den einzelnen Haushalten auf die benötigte Temperatur gebracht. Im Sommer läuft das Netz nahezu komplett über die solarthermischen Anlagen. Für den Strom der Wärmepumpen sind die Photovoltaikanlagen ausreichend.

Damit das Potenzial der Solaranlagen dann zur Verfügung steht, wenn es benötigt wird, gibt es in Dollnstein Wärmespeicher mit verschiedenen Fassungsgrößen. Alle Komponenten sind miteinander verbunden und informieren sich über die jeweilige Wärmebereitstellung und den Bedarf der Verbraucher. Für Spitzenzeiten gibt es zudem einen Gaskessel, der direkt in das Netz einspeisen kann. Träger und Betreiber ist das Kommunalunternehmen Energie Dollnstein, welches neben dem Wärmenetz auch PV-Anlagen betreibt.
Zitate
"Strom- und Wärmebereitstellung sind hier in einem intelligenten System miteinander vernetzt." (Wilhelm Radmacher, 2. Bürgermeister des Marktes Dollnstein)
Tipps
  • Wirtschaftlichkeitsprüfung durchführen
  • Prüfung aller möglichen Wärmequellen
Auszeichnungen
  • 12/2013: Auszeichnung als Energie-Kommune
    verliehen von: Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

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