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Gesamtinstandsetzung des Technischen Ämtergebäudes Bayreuth

Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde mit dieser Gesamtinstandsetzung eine beispielhafte energetische Sanierungsmaßnahme auf Passivhausniveau realisiert.

Projektträger: Staatliches Bauamt Bayreuth

Projektstandort

Bayreuth

Bayreuth_georeferenzierung

Kontakt

Stephanie Kreisel
Wilhelminenstraße 2
95444 Bayreuth
Tel: (0921) 606-2851
stephanie.kreisel[at]stbabt.bayern.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
erhebliche Energieeinsparung, erhebliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes, Nutzung von Geothermie

Einsparungen: CO2-Einsparung: 413 t / Jahr

Nutzen: Da das Gebäude erst im Jahr 2013 komplett bezogen wurde, gibt es derzeit noch keine belastbaren Aussagen zu den Themen Energie- und Kosteneinsparung.

Kosten: Gesamtkosten: 24.550.000 Euro
Fotos
  • Das Technische Ämtergebäude vor den Sanierungsmaßnahmen. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Das Technische Ämtergebäude während der Bauphase. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Das neue Gebäude besitzt nun Passivhausstandard. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
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(insgesamt 3 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Im Technischen Ämtergebäude Bayreuth, einem 5-6 geschossigen Verwaltungsbau aus dem Jahre 1974, war der Sanierungsbedarf auf Grund des Alters des Gebäudes, der festgestellten PCB-Belastung sowie der teilweise erheblichen Mängel bezüglich Brand- und Wärmeschutz gegeben.

Im Sinne einer ganzheitlichen energetischen Sanierung, sollte eine deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs und der Kohlenstoffdioxidemissionen erreicht werden.

Die Gemeinde Bayreuth wollte mit der Sanierung des Ämtergebäudes nach Passivhausstandard eine Vorreiterrolle und gleichzeitig Vorbildfunktion für andere Kommunen übernehmen. Das Modellvorhaben hat dabei pilotähnlichen Charakter und soll andere zur Nachahmung anregen.
Durchführung
Mit der geplanten Generalsanierung sollte ein in gestalterischer, energetischer und wirtschaftlicher Hinsicht überzeugendes Ergebnis erreicht werden.

Ein anschließendes Sanierungskonzept beinhaltete Untersuchungen verschiedener Sanierungsstrategien mit unterschiedlicher Anlagentechnik und teilweiser Einbeziehung regenerativer Energien:

  • Reduzierung des Fensterflächenanteils von 42 auf 30 % der Außenwandfläche
  • Mineralwolldämmung im Wand- und Stützenbereich
  • Dämmung mit Foamglas im Dachbereich
  • Erdsonden in bis zu 100 m Tiefe für die Wärme- und Kälteversorgung mit Geothermie (bis 100 m Tiefe keine bergrechtliche Genehmigung erforderlich). Der Erdsondenspeicher wird im Heizbetrieb entladen und im Kühlbetrieb wieder regeneriert.
  • Einsparung der Energiekosten für Heizwärme und Brauchwassererwärmung mittels effizienter Energietechnik
  • Intelligente Sonnenschutzsteuerung, Reduzierung der Wärmelast im Innenraum, Kühl- und Heizsegel
  • Passivhauskonzept (u. a. Dichtigkeit der Gebäudehülle sowie kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung) und damit deutlich unter EnEV-Neubau


Für die erdgeschossigen Flachdachflächen ist eine extensive Dachbegrünung mit Bewässerungsanlage geplant, die auch im Hochsommer den Anforderungen an Klimaregulierung (Verdunstungskälte) gerecht wird. Aufgehende Bauteile werden entsprechend der bestehenden Gebäudeteile mit bekiesten Flachdächern versehen.

Folgende energetische Kennwerte wurden erreicht: Spezifischer Heizenergiebedarf: 15 kWh / m2a. Reduzierung des Heizenergiebedarf um ca. 90 %.


Durch die Sanierung wurde die Heizperiode von 9,5 auf 4 Monate reduziert. Heizwärmebedarf in Anlehnung an PHPP 2007: 9,7 kWh / m2a.
Tipps
  • Im Vorfeld Abstimmung mit Nutzer bezüglich Konsequenzen aus dem "Passivhausniveau".
  • Regelmäßige Informationsveranstaltungen, etc.

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