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Solarpotenzialkataster für die Stadt Lindenberg

Online-Tool zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Dachflächen für PV auf Grundlage eines digitalen Geländemodells aus Überflug-Laserscan-Daten.

Projektträger: Lindenberg i.Allgäu

Projektstandort

Lindenberg i.Allgäu

Lindenberg i.Allgäu_georeferenzierung

Kontakt

Marlen Walser
Klimaschutzmanagement
Stadtplatz 1
88161 Lindenberg
Tel: (08381) 80333

Nutzen und Kosten

besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Sind Laserscandaten vorhanden, kann das Kataster in 6 Wochen durch ein Ingenieurbüro erstellt werden.

Nutzen: Entscheidungshilfe und Impuls für die Installation von PV-Anlagen.

Kosten: Gesamtkosten: 4.200 Euro

Förderung: Zuschuss: 1.700 Euro
  Fördergeber: Sparkasse Lindenberg
Fotos
  • Vorstellung des Solarpotenzialkatasters der Stadt Lindenberg. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Klimaschutzmanagerin Marlen Walser stellt das Online-Tool vor. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Mit dem Online-Werkzeug lässt sich die Wirtschaftlichkeit von Dachflächen für die Photovoltaiknutzung ermitteln. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
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(insgesamt 3 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die Stadt Lindenberg i.Allgäu hat einen enormen Standortvorteil, was die solare Einstrahlung betrifft. Sie liegt mit knapp 1.200 kWh/m2 und Jahr deutschlandweit im oberen Bereich und hat gemeinsam mit der Nachbargemeinde schon die Auszeichnung "sonnenreichste Stadt Deutschlands" gewonnen.
Trotzdem stellt sich aufgrund der städtischen Struktur und begrenzten Gemarkung ohne ländliche Teilorte (mit großen Dachflächen auf den Bauernhöfen) die Situation so dar, dass nur knapp 2 % des Strombedarfs aus Solarenergie gewonnen wird.

Das Kataster wurde vom Amt für Klimaschutz der Stadt Lindenberg in Kooperation mit der Sparkasse Lindenberg initiiert. Die Sparkasse trägt etwa 40 % der Kosten des Online-Tools und betreibt den Finanzierungsrechner auf ihrer Seite. Bereits in den ersten Wochen wurde das Kataster sehr gut angenommen!
Durchführung
Um die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Stadt anzuregen und in der Bevölkerung ein besseres Verständnis der technischen Hintergründe zu erreichen, wird den Bürgern ein Solarpotenzialkataster zur Verfügung gestellt. Jeder Hausbesitzer kann die Installation, die Wirtschaftlichkeit, Dimensionierung und Finanzierung auf seinem Dach online virtuell durchspielen und sämtliche Parameter verändern. Somit können sich alle Bürger unabhängig und ohne technische Vorkenntnisse dem Thema nähern und erhalten einen neutralen, anbieterunabhängigen Blick auf die Thematik.
Die Zeiten der großen Anlagen, die das gesamte Hausdach bedecken sind vorbei. Das Solarpotenzialkataster berücksichtigt insbesondere eine auf den potentiellen Eigenverbrauch optimierte Anlagengröße. Die Optimierung der Anlagengröße ist deshalb wichtig, weil die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage stark davon abhängt, dass diese in einer angemessenen Größe zum Strombedarf ausgelegt ist. Dieses optimale Verhältnis zwischen der Größe der PV-Anlage und dem Strombedarf bzw. dem daraus abgeleiteten Eigenverbrauchspotenzial errechnet das Kataster und zeigt den Ausblick auf eine ökologisch und ökonomisch gute Rendite.
Grundlage für die Solarpotenzialanalyse sind Laserscannerdaten, die aus einer Überfliegung des Stadtgebietes stammen. Aus diesen Informationen wurde ein vereinfachtes Modell der Häuser und und der umgebenden Objekte (z. B. Bäume) erstellt, das unter anderen die Dachflächen und -neigungen berücksichtigt. Einstrahlung und Verschattung wurden berechnet und stark verschattete Bereiche als nicht geeignet identifiziert.
Tipps
  • Am besten ein bestehendes Kataster testen und dann entscheiden, ob das den Erwartungen entspricht.
  • Beratung durch Fachfirma / Ingenieurbüro.
  • Über die benötigten Daten gut informieren.
Stolpersteine
  • Es hätte geholfen zu wissen, welche Daten beim Landesvermessungsamt tatsächlich vorhanden sind und welche Unterschiede es innerhalb der Qualität der Laserscandaten gibt.
  • Informationen zum Datenschutz einholen!

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