Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Freiflächen-PV auf ehemaliger Hausmülldeponie

Sinnvolle Nachnutzung der anderweitig kaum verwendbaren Konversionsfläche.

Projektträger: Landratsamt Ebersberg

Projektstandort

Ebersberg

Ebersberg_georeferenzierung

Kontakt

Werner Hötzel
Eichthalstraße 5
85560 Ebersberg
Tel: (08092) 823244
werner.hoetzel[at]lra-ebe.de

Nutzen und Kosten

besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Betreibermodell: Fläche wurde an Investor verpachtet

Einsparungen: CO2-Einsparung: 340 t / Jahr
  Energieeinsparung: 600 MWh / Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 56.000 Euro
Fotos
  • PVA auf der HMD Ebersberg nach den Baumaßnahmen. Die Schafweide macht ihrem Namen alle Ehre.; © SunPlan GmbH Mühldorf
Klicken Sie auf ein Bild
(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Seitens der zuständigen Verwaltung sowie der Politik wurde angeregt, das brachliegende altlastensanierte Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie "Schafweide" mit einer Photovoltaikanlage aufzuwerten. Dazu wurden mehrere Modelle zur Finanzierung des Projektes angedacht. Letzten Endes entschied man sich für ein so genanntes Betreibermodell. Hierbei wird die Fläche an einen Investor verpachtet, der die Anlage erstellt und betreibt.
Durchführung
Die Deponie Schafweide ist in zwei Bereiche eingeteilt. Auf einem Bereich wurde bis in die 1960er Jahre Hausmüll abgelagert. Auf dem jüngeren Teil der Deponie wurde von 1982 bis 2005 Restmüll von Privathaushalten und Gewerbebetrieben abgelagert. Die Photovoltaikanlage wurde aufdem älteren Deponiebereich errichtet. Beide Teile der Deponie wurden mittlerweile mit einer qualifizierten Oberflächenabdichtung und einer Sickerwasserfasssung versehen.

Zu Projektbeginn musste der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan geändert werden. Zeitgleich wurde nach möglichen Investoren gesucht bzw. das Modell einer Bürgersolaranlage in Betracht gezogen. Von diesem Modell wurde aber auf Grund der möglichen Größe der Anlage wieder Abstand genommen. Der entstandene Solarpark hat eine Modulfläche von ca. 0,8 ha und erzeugt Strom für ungefähr 150 Haushalte. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen kann der CO2-Austoss durch den Solarpark Schafweide um ca. 340 t / Jahr verringert werden. Zusätzlich trägt der Solarpark zur Verwirklichung des Zieles des Landkreises Ebersberg bei, sich bis 2030 zu 100 % aus regenerativen Energien zu versorgen.

Der weitaus größere, jüngere Bereich der Deponie konnte bisher wegen des noch nicht ausreichend stabilisierten Untergrundes und eines bestehenden Konfliktpotentials mit der Oberflächenabdichtung nicht mit einer Photovoltaikanlage bebaut werden. Neuere Untersuchungen kamen allerdings zu dem Ergebnis, dass auch dieser Deponieabschnitt als Standort für eine PVA geeignet sei. Seit Anfang des Jahres 2012 laufen die Bauarbeiten für den Solarpark Schafweide II. Dieser Abschnitt soll laut Planung Ende Mai 2012 in Betrieb gehen. Mit der zweiten Anlage sollen ca. 700 Haushalte versorgt werden. Das Projekt "Solarpark Schafweide I" wurde innerhalb eines Jahres realisiert. Der Landkreis Ebersberg hat mit einem beauftragten Unternehmen den Solarpark geplant und umgesetzt.
Tipps
  • Änderungen des Flächennutzungsplans und der Bebauungsplans erforderlich
Stolpersteine
  • Kosten für die Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde gleichen sich in diesem Fall mit Einnahmen aus
  • Auch bei Konversionsflächen muss eine Ausgleichsfläche zur Verfügung gestellt werden (hier: Faktor 0,2)

Zurück zu Übersicht