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Mit Abwasser Strom produzieren

In Abwasseranlagen sind häufig Höhenunterschiede mit Abstürzen oder Wehren zu überwinden. Diese Lageenergie kann oftmals durch Wasserkraftanlagen genutzt werden.

Bei geeigneten Randbedingungen (große Wassermengen und/oder hohe Abstürze) ist ein wirtschaftlicher Einsatz von Wasserkraftanlagen möglich. Hierzu stehen im Wesentlichen Turbinen, Wasserkraftschnecken und Wasserräder zur Verfügung.

Turbinen eignen sich bisher vor allem für den Betrieb mit bereits mechanisch vorgereinigtem Abwasser. Diese können bei ausreichender Wassermenge und Fallhöhe vorteilhaft im Kläranlagenablauf eingesetzt werden.

Wasserkraftschnecken hingegen können auch im Kanal verwendet werden. Die langsame Drehbewegung der Schnecke wird dabei über ein Getriebe auf den Generator zur Stromerzeugung übertragen.

Wasserräder sind bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt und können bei geeigneten Platzverhältnissen sogar innerhalb des Kanals eingesetzt werden.

Kennzahlen zur Auslegung

Wenn Sie eine Wasserkraftschnecke oder ein Wasserrad planen, helfen Ihnen die folgenden Formeln für eine erste Abschätzung zur technischen und wirtschaftlichen Auslegung:

Leistung (kW) = Wassermenge (m³/s) x Fallhöhe (m) x 7,5

Arbeit (kWh) = Leistung (kW) x Laufzeit (h)

Investition (€) = Leistung (kW) x 5.000 bis 25.000 (€/kW)