Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Verbrauchsoptimierung durch kommunales Energiemanagement

Acht Liegenschaften des Marktes Jettingen-Scheppach werden regelmäßig überprüft, um den Energieverbrauch mit geringinvestiven Maßnahmen soweit wie möglich zu senken.

Projektträger: Markt Jettingen-Scheppach

Projektstandort

Jettingen-Scheppach

Jettingen-Scheppach

Kontakt

Markt Jettingen-Scheppach
Günther Mayer
Bauamt
Hauptstraße 55
89343 Jettingen-Scheppach
Tel: (08225) 30623
mayer[at]jettingen-scheppach.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Die Gemeinde hat durch den verminderten Strom- und Wärmeverbrauch auch CO2 eingespart und damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz geleistet.
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Durch die regelmäßigen Gebäudebegehungen der beauftragten Energieagentur eza! Energie- und Umweltzentrum Allgäu konnten schnell Mängel und Einsparpotentiale erkannt werden.
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Kostengünstige Kleinreparaturen und geringinvestive Maßnahmen sorgen für eine Senkung der Energiekosten. Hausmeister und Gemeindemitarbeiter werden regelmäßig unterwiesen, um weitere Einsparungen zu erzielen.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 5,7% im Dreijahresdurchschnitt
  Energieeinsparung: Strom 3,97% / Wärme 9,23 % (über 3 Jahre)
  Kosteneinsparung: Strom 2,73 % / Wärme 6,13 %

Kosten: Gesamtkosten: 45.967,20 Euro
  Weitere Angaben: Die Gesamtkosten beinhalten auch einen geringen Anteil nicht förderfähiger Kosten.

Förderung: Zuschuss: 17.835,27 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern: Programm "KlimR"

Beschreibung

Auslöser
Anstoß für unser Projekt war die Teilnahme an der "Energiewerkstatt Landkreis Günzburg" Ende 2012 unter Mitwirkung des Energie- und Umweltzentrum Allgäu - eza! sowie der Besuch der Informationsveranstaltung "Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften" im Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg Anfang 2013.
Durchführung
Am 07.12.2015 beschloss der Bau- und Umweltausschuss des Marktes Jettingen-Scheppach, ein kommunales Energiemanagement (KEM) einzuführen. Die Umsetzung sollte durch ein Fachbüro begleitet werden. Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu eza! erhielt den Zuschlag.

Erste Schritte

Insgesamt wurden acht kommunale Liegenschaften ins KEM aufgenommen: Das Rathaus, der Bauhof, die Kläranlage, die Mittelschule Jettingen mit Turn- und Festhalle, die Grundschule Scheppach mit Turnhalle sowie drei Kindergärten in Jettingen, Scheppach und Freihalden.
Zunächst erfolgte eine Bestandsaufnahme: Die Hausmeister der Liegenschaften erstellten einen Überblick zu den Verbrauchsdaten und -kosten des Referenzjahres, ein Mitarbeiter des Bauamtes stellte Gebäudepläne zur Verfügung. Daraufhin wurden alle Verbrauchszähler festgehalten und Erfassungsbögen für die monatlichen Ablesungen erstellt.

Durchgeführte Maßnahmen

Die beauftragte Energieagentur untersuchte dann im nächsten Schritt die Einstellungen der Anlagen wie Heizung, Lüftung, BHKWs und gab den Nutzerinnen und Nutzern bzw. Gebäudeverantwortlichen Hinweise, wie diese am besten zu bedienen sind. Durch die regelmäßigen Gebäudebegehungen konnten die Angestellten der Energieagentur schnell Vorschläge zu Verbesserungen und zu geringinvestiven Maßnahmen machen, die den Verbrauch der Anlagen und die Kosten senken.
Die Energieagentur eza! begleitete auch Hochbaumaßnahmen der Gemeinde, was Umbau und Neubau betrifft, und gab Empfehlungen an die Haustechnik-Planer.
In den Gebäuden wurden einfache Maßnahmen wie Pumpenaustausch, hydraulischer Abgleich und Thermostatwechsel bei Heizungsanlagen durchgeführt.

Erreichte Ergebnisse

Mit den beschriebenen Maßnahmen konnten deutliche Einsparungen bei Wasserverbrauch, Energie- und Wärmeverbrauch sowie bei den CO2-Emissionen erzielt werden.
Tipps
  • Es empfiehlt sich, eine Auftaktveranstaltung mit allen Gebäudeverantwortlichen, Hausmeistern und Nutzern durchzuführen.
Stolpersteine
  • Es muss damit gerechnet werden, dass einzelne Nutzer Sinn und Zweck des KEM anzweifeln und schwer dafür gewonnen werden können, die damit verbundenen Maßnahmen umzusetzen.

Beispiel gemeldet:09/2019 

Zurück zu Übersicht