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Biomasseheizwerk mit Nahwärmenetz

Versorgung öffentlicher, kirchlicher und privater Gebäude mit regenerativer Wärme im Ortskern von Windberg

Projektträger: Gemeinde Windberg

Projektstandort

Windberg

Windberg_georeferenzierung

Kontakt

Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf
Mario Ehrnböck
Sachbearbeiter
Sollacher Str. 4
94336 Hunderdorf
Tel: (09422) 8570-26
mario.ehrnboeck[at]hunderdorf.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Nutzung von regionalen Hackschnitzeln als Energieträger. Hohe CO2-Einsparungen gegenüber den bisherigen Heizanlagen (Öl, Flüssiggas).

Nutzen: Durch die Nutzung des regenerativen Energieträgers Holz sind sehr hohe CO2-Einsparungen erzielt worden. Für die Anschlussnehmer, die zuvor zum größten Teil mit Heizöl oder Flüssiggas heizten, ergeben sich Vorteile, da keine Heizanlage erneuert und gewartet werden muss. Zudem werden in den Häusern neue Räume frei (z. B. ehemalige Tankräume).

Kosten: Gesamtkosten: 1.900.000 Euro
  Weitere Angaben: Die Finanzierung erfolgte, soweit die Kosten nicht über Anschlussgebühren oder über den Zuschuss des Technologie- und Förderzentrums gedeckt waren, über die KfW im Programm "Erneuerbare Energien-Premium" mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von ca. 233.200 Euro.

Förderung: Zuschuss: 133.727 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern, Förderprogramm "BioSol" über das Technologie- und Förderzentrum Straubing
Fotos
  • Heizwerk der Gemeinde Windberg von außen betrachtet (Quelle: Energie-Atlas Bayern).
  • Hackschnitzelkessel der Gemeinde Windberg (Quelle: Energie-Atlas Bayern).
  • Neue Holzvergasungsanlage der Gemeinde Windberg (Quelle: Energie-Atlas Bayern).
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(insgesamt 3 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Ausgangspunkt war die Arbeitsgruppe "Bioenergie und Breitbandversorgung" aus dem Gemeinderat. Es wurden mehrere "Wärmestammtische" und Informationsveranstaltungen für die potentiellen Anschlussnehmer abgehalten.
Maßgebend beteiligt war und ist die Prämonstratenser-Abtei Windberg mit der angeschlossenen Jugendbildungsstätte und die Pfarrgemeinde Windberg als Großabnehmer für deren Gebäude.
Durchführung
Nach Erstellung der Entwurfsplanungen und der Kostenberechnung durch das beauftragte Ingenieurbüro konnten die notwendigen Leistungen im Frühjahr 2014 öffentlich ausgeschrieben werden.

Im April 2014 lag das Ergebnis der Ausschreibung vor. Dieses fiel sehr positiv aus, weil es etwa 10 % unter der Kostenberechnung lag. Bereits Anfang Mai wurde mit den Arbeiten am Neubau des Heizhauses begonnen, sodass im Juli 2014 die Holzvergasungsanlage der Fa. Spanner in Betrieb gehen konnte. Der Bau der Wärmeleitungen, einschließlich der Hausanschlüsse mit einer Länge von mehr als 2.000 Metern, wurde im Oktober 2014 abgeschlossen. Die Wärmeversorgung wurde im November 2014 begonnen. Der Anschluss der Gebäude erfolgte im Zeitraum November 2014 bis August 2015.

Die Heizanlage besteht aus der Spanner-Holzvergasungsanlage (Leistung: 45 kW elektrisch und etwa 90 kW thermisch), und einem 360-kW-Hackschnitzelkessel der Firma Schmid. Der jährlich erzeugte Strom (etwa 270.000 kWh) wird in das Stromnetz eingespeist. Es steht ein 20.000-Liter Pufferspeicher zur Verfügung. Zur Notfall- und zur Spitzenlastversorgung dienen die zwei gebrauchten Heizölkessel des Klosters, die in die Wärmeversorgung integriert wurden. Über das Nahwärmenetz werden derzeit 54 Gebäude versorgt, darunter zwei Gebäude der Gemeinde (u. a. Amtshaus mit Kindergarten), drei Gebäude der Kirchenverwaltung (u. a. auch die Pfarr- und Klosterkirche), die komplette Klosteranlage der Prämonstratenser-Abtei mit drei großen Gebäuden (Kloster und Jugendbildungszentrum) sowie eine Vielzahl privater Ein- und Zweifamilienhäuser.
Tipps
  • fachkundiges Ingenieur- und Planungsbüro beauftragen
  • Einbindung der finanzierenden Banken bereits in der Planungsphase
  • größtmögliche Einbindung und laufende Information der Anschlussnehmer

Beispiel gemeldet:11/2018 

Links und Downloads

Biomasseheizwerk Windberg

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