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Teilnahme am European Energy Award

Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das Managementsystem trägt zur kontinuierlichen Verbesserung in diesen Bereichen bei.

Projektträger: Wasserburg am Bodensee

Projektstandort

Wasserburg (Bodensee)

Wasserburg (Bodensee)_georeferenzierung

Kontakt

Ingenieurbüro Edeler
Günter Edeler
Energieteamleiter
Dorfstr. 25
88142 Wasserburg
Tel: (08382) 275690
kontakt[at]ib-edeler.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Es handelt sich um einen Managementprozess, der in der Verwaltung implementiert wird und auf eine langfristige Arbeit ausgelegt ist. So wird der Rahmen für eine kontinuierliche Umsetzung von Klimaschutzprojekten in der Gemeinde gegeben, der auch die Bürger und Unternehmen vor Ort mit einschließt.

Einsparungen: CO2-Einsparung: ca. 120 t CO2 / a
  Energieeinsparung: ca. 50 MWh / a
  Kosteneinsparung: ca. 7.500 € / a

Nutzen: Nur teilweise quantifizierbar. Viele Maßnahmen der Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit sind indirekt mit Einsparungen durch Verhaltensänderung verbunden. Dazu gehören zahlreiche Aktionen und Bildungsprojekte an Schulen und Kindergärten, Marktstände, Infotage, Energietage und Vorträge. Dennoch sind diese Aktivitäten als sehr wichtig anzusehen. Konkrete Projekte in der Gemeinde Wasserburg, die sich bilanzieren lassen, sind mit den oben genannten Zahlen zu beziffern.

Kosten: Gesamtkosten: 47.574 Euro

Förderung: Zuschuss: 23.788 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern: Programm "KlimR"

Beschreibung

Auslöser
Nach Vorstellung des European Energy Awards durch das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) stimmte der Gemeinderat einer Teilnahme 2007 zu.
Durchführung
Durch die Teilnahme am European Energy Award (eea) werden die Handlungsmöglichkeiten in allen kommunalen Handlungsfeldern betrachtet, mögliche Maßnahmen in einem Arbeitsprogramm festgelegt und dann kontinuierlich umgesetzt. Im jährlichen Audit erfolgt die Kontrolle über den jeweiligen Umsetzungsstand.

Die Maßnahmen untergliedern sich in sechs große Bereiche. Dies sind:
1. Entwicklungsplanung und Raumordnung,
2. Kommunale Gebäude und Anlagen,
3. Versorgung und Entsorgung,
4. Mobilität,
5. interne Organisation (Verwaltung),
6. Kommunikation und Kooperation.

Der systematische Ansatz, gepaart mit dem regelmäßigen fachlichen Input vom externen eea-Berater und dem regelmäßigen (viermal im Jahr) stattfindenden und von eza! organisierten Erfahrungsaustausch der eea-Kommunen, liefert ausreichend Impulse, um das Aktivitätenprogramm (den Maßnahmenplan) kontinuierlich sinnvoll zu aktualisieren und pragmatisch umzusetzen. Das Rad muss so nicht immer neu erfunden werden.

In der Gemeinde Wasserburg arbeitet ein sehr engagiertes Energieteam regelmäßig an der Maßnahmenumsetzung. Pro Jahr trifft sich diese Arbeitsgruppe ca. sechs- bis achtmal, um Projekte zu planen, Aufgaben zu verteilen und die Umsetzung zu organisieren. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei auch der persönliche Kontakt der Energieteam-Mitglieder zu den Bürgern der Gemeinde, um diese zur Teilnahme an Aktionen und Projekten zu motivieren.
Auf diese Weise wird dem Thema Klimaschutz, Erneuebare Energien und Energieeffizienz in der gesamten Gemeinde mehr Raum gegeben.
Die Gemeinde Wasserburg erreicht durch die vielfältige Arbeit gemeinsam mit dem Energieteam 2017 bei der internationalen Auditierung den eea in Gold für einen Umsetzungsgrad der möglichen Maßnahmen von 75 %.
Tipps
  • Der eea-Berater ist neben einem funktionierenden Energieteam in der Verwaltung der Schlüssel zum Erfolg.
  • Der Bürgermeister sollte Teil des Energieteams sein. Zusätzlich empfiehlt es sich Vertreter der Politik (Gemeinderäte) und relevanter Organisationen und Strukturen (Feuerwehr, Vereine, Landwirtschaft) im Energieteam dabei zu haben.
  • Alles, was erfolgreich umgesetzt wird, muss in der Presse und in den Medien transportiert werden.
  • Unbedingt einen jährlichen Bericht im Gremium vorstellen. Dies stärkt die Bedeutung des Klimaschutzes in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit und der politischen Vertreter.
Stolpersteine
  • Öffentlichkeitsarbeit nicht unterschätzen – diese ist absolut wichtig für die Vermarktung der Klimaschutzthemen.
  • Die Verwaltung muss jährlich Energiedaten bereithalten (Verbrauchszahlen kommunaler Gebäude, Straßenbeleuchtung, Fuhrpark etc.). Um diese herauszusuchen sollte ein gewisses Zeitbudget in der Verwaltung bereitgestellt werden – auch zur Planung und Durchführung von Aktionen in der Gemeinde wird ein Ansprechpartner innerhalb der Gemeindeverwaltung gebraucht.
  • Zu wenige Gemeinderäte im Energieteam
Auszeichnungen
  • 11/2017: European Energy Award
    verliehen von: Internationales Forum des eea und des Bayerischen Umweltministeriums

Beispiel gemeldet:09/2018 

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