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Kommunales Energiemanagement (KEM) der Gemeinde Eichenau

Die Gemeinde Eichenau beabsichtigt mittels KEM den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß zu verringern.

Projektträger: Gemeinde Eichenau

Projektstandort

Eichenau

 Eichenau_georeferenzierung

Nutzen und Kosten

besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Energieverbrauch und CO2-Emissionen sollen ohne große Kosten reduziert werden (z. B. Erfassung und Änderung des Nutzerverhaltens und Einstellung von Regelung).

Nutzen: CO2-Einsparung: ca. 9 % bis 2016 und vorraussichtlich 13 % bis Ende 2017; Energieeinsparung: Gasverbrauch ca. 12 % bis 2016 und vorraussichtlich 15 % bis Ende 2017 und Stromverbrauch ca. 3 % bis 2016 und vorraussichtlich 6 % bis Ende 2017.

Kosten: Gesamtkosten: 76.160 Euro
  Weitere Angaben: Honorarkosten zur Durchführung des 3jährigen kommunalen Energiemanagements.

Förderung: Zuschuss: maximal 30.000 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern: Programm "KlimR"

Beschreibung

Auslöser
Grundlage für das Projekt ist der Gemeinderatsbeschluss vom 11.03.2014 sowie die Förderung des Projekts durch den Freistaat Bayern (Förderprogramm "KlimR").
Durchführung
Die Verbräuche von Wärme und Strom in den kommunalen Liegenschaften sind systematisch zu erfassen und zu analysieren mit dem Ziel durch nicht- oder geringinvestive Maßnahmen Energie und Wasser einzusparen (z. B. durch vor Ort Schulung der Hausmeister und Gebäudeverantwortlichen, Optimierung der vorhandenen Anlagentechnik, Schulung der Nutzer, organisatorische Maßnahmen).
Die Laufzeit für das KEM beträgt drei Jahre. Insgesamt werden 12 Gebäude, darunter u. a. Feuerwehrhaus, Kindergärten, Schulen, Sportzentren und das Rathaus betreut.

Zunächst verschaffte man sich einen Überblick der Bausubstanz durch eine Ortsbegehung. Die Dokumentation des baulichen und technischen Zustands sowie der für den Energieverbrauch relevanten Daten (z. B. Nutzungsart, Nutzerzahl und Nutzungszeiten) und der Energiebezugsfläche sind fortzuschreiben und bei Bedarf zu ergänzen. In diesem Rahmen fanden auch Befragungen der Nutzer und der Hausmeister zum Betrieb des jeweiligen Gebäudes statt.

Verbrauchszähler erfassen die Daten für Wärme und Strom. Gegebenenfalls ist eine Ausarbeitung von Vorschlägen für die Verbesserung der Verbrauchserfassung z. B. durch die Nachrüstung von Zählern sinnvoll. Die Daten werden gesammelt und monatlich ausgewertet. Eine EDV-gestützte Dokumentation und grafische Aufbereitung der erfassten Verbrauchsdaten (inkl. Witterungsbereinigung) ermöglicht die fortlaufende Kontrolle der Verbräuche. Die Auswertung wird an den Auftraggeber übermittelt. Bei Auffälligkeiten (z. B. Ausreißer, übermäßige Verbräuche) erfolgt eine Sofortmeldung und umgehende Nachfrage. Es können flächenbezogene Energiekennzahlen erstellt werden, die einen Vergleich mit ähnlichen Gebäuden ermöglichen. Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Vergleich von Ist- und Sollwerten. Auch die Energielieferverträge wurden gesichtet und geprüft.

Im nächsten Schritt erfolgt eine Schwachstellenanalyse, die Empfehlungen von Sofortmaßnahmen ohne bauliche Veränderungen bzw. ohne wesentliche Investitionskosten gibt. Diese Maßnahmen werden soweit möglich und sinnvoll umgesetzt. Das betrifft auch die Optimierung der Regelung (z. B. Laufzeiten von Lüftungsanlagen oder Nachtabsenkung der Heizung) und der Anlagentechnik. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Vorschlägen zur Durchführung kleinerer geringinvestiver Reparaturarbeiten sowie zur Anpassung bzw. Änderung des Nutzerverhaltens.

Besonders wichtig ist die Beratung der Hausmeister und Gebäudeverantwortlichen zur Betriebsoptimierung. Hierzu wird jährlich eine Schulung abgehalten, die u. a. Energiespartipps und Hinweise zur Betriebsoptimierung gibt. Um das weitere Nutzerverhalten zu optimieren, fand je eine Auftaktveranstaltung in beiden Schulen statt.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden die Maßnahmen durch Pressemeldungen, Energiespartipps und jährlichen Energieberichten mit Darstellung der Preis- und Kostenentwicklung und der CO2-Emissionen begleitet.
Tipps
  • Das Projekt steht und fällt mit der Akzeptanz der Nutzer und Hausmeister. Hier sind Anreize zu schaffen.
Stolpersteine
  • Ein kommunales Energiemanagement kann nicht "nebenher" betrieben werden. Das Personal muss ausreichend Zeit zur Durchführung haben. Zuständigkeiten müssen fixiert werden. Ein Selbstläufer ist KEM nicht.

Beispiel gemeldet:10/2017 

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