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Kommunales Energiemanagement (KEM)

Erweiterung des bestehenden städtischen Energiemanagements und eines Energie-Einspar-Projektes um verschiedene, bisher nicht erfasste Liegenschaften.

Projektträger: Stadt Memmingen

Projektstandort

Memmingen

 Memmingen_georeferenzierung

Kontakt

Stadt Memmingen
Stephan Pawelke
Energiemanagement
Marktplatz 1
87700 Memmingen
Tel: (08331) 850-757
stephan.pawelke[at]memmingen.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Die Steigerung der Energieeffizienz in kommunalen Liegenschaften ist keine kurzfristige Aufgabe, sondern braucht einen langen Atem und eine gezielte Strategie. Bei jeder anstehenden Maßnahme müssen schon die nächsten Schritte geplant sein, damit die Weichen langfristig richtig gestellt werden können. Dafür hält der Nutzen, z.B. eines hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage, dann auch jahrzehntelang an. Das KEM wird auch nach dem Förderzeitraum weitergeführt, um bereits begonnene und noch nicht erledigte Sanierungen weiterzuführen. Insbesondere die Datenerfassung mit einer geeigneten Software und der jährliche Energiebericht sollen auf weitere Gebäude ausgedehnt werden.

Nutzen: Ein hydraulischer Abgleich der Heizungen wurde meistens direkt und ohne aufwändige Berechnungen ohne Heizungsbauer ausgeführt; bei Sanierungen erhielten wir wertvolle Tipps für die einzusetzende Technik. Die Vielzahl der vorhandenen Regelungen wurden alle zügig überprüft und neu eingestellt. Durch den großen Erfahrungsschatz des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza) konnte für jede Problemstellung eine passgenaue Lösung entwickelt werden. Durch den Vergleich mit den Kennzahlen ergaben sich einerseits gute Werte für einzelne Gebäude, andererseits kristallisierten sich Schwerpunkte heraus, an denen jetzt gezielt gearbeitet werden kann.

Kosten: Gesamtkosten: 66.349,50 Euro
  Weitere Angaben: Kosten für Gesamtlaufzeit drei Jahre

Förderung: Zuschuss: 26.539,80 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern: Programm "KlimR"

Beschreibung

Auslöser
Bisher nicht erfasste Liegenschaften sollen sinnvoll in die Gesamtstruktur des Energiemanagements eingebunden werden.
Durchführung
Das kommunale Energiemanagement soll dazu beitragen, den Energieverbrauch und damit auch die Kosten für die Kommune dauerhaft zu senken. In Verbindung mit einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energiequellen (PV-Strom für den Eigenbedarf) sinken so die Treibhausgas-Emissionen in Bayern. Die Stadt Memmingen als kreisfreie Stadt besitzt eine Vielzahl an Liegenschaften. Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist eine zentrale Aufgabe der Stadt. Durch die Erweiterung des Kommunalen Energie Managements (KEM) können nutzungsbedingte Mehrverbräuche kompensiert und weitere finanzielle und energetische Einsparungen erzielt werden. Es leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und trägt dazu bei, den Finanzhaushalt dauerhaft zu stabilisieren.
Im Rahmen des Auftrags wurden folgende Tätigkeiten ausgeführt, wobei der Schwerpunkt auf der regelmäßigen Betreuung vor Ort lag:
- Grobbetrachtung von Gebäudehülle und Gebäudetechnik
- Erfassung und Strukturierung der vorhandenen Zähler zur genauen Verbrauchserfassung
- Aufzeigen von vorhandenen Einsparpotenzialen
- Erstellen einer Schwachstellenanalyse
- Laufende monatliche Verbrauchsdatenerfassung und Auswertung von Strom, Wärme, Wasser
- Sofortige Meldung und Abstellen bei erhöhten Verbrauchswerten
- Dokumentation und jährlicher Energiebericht für Wärme (absolut und witterungsbereinigt), Strom, Wasser und CO2-Emissionen (absolut und witterungsbereinigt)
- Fortschreibung des Energieberichts für jedes Gebäude mit allgemeinen Bemerkungen
- Kennzahlenbetrachtung und Bewertung für jede Gebäude
- Jährliche Präsentation der Ergebnisse
- Umsetzungsbegleitung durch Begehung mit den Verantwortlichen
- Schulung der verantwortlichen Hausmeister
- Beratung der Techniker in der Einstellung der Parameter: Einstellung der Regelung, Einstellung der Heizkurve, Optimierung der Absenk- bzw. Aufheizzeiten, Einstellung der Pumpen, Ersatz von Pumpen bei Defekt durch kleinere Pumpen


Zitate
Da stecken noch ungeahnte Möglichkeiten in meiner Heizungsanlage! (Bemerkung eines Hausmeisters nach der Optimierung der Absenk- und Aufheizzeiten)
Tipps
  • Der Zeitaufwand für die bauliche Datenerfassung der Gebäude und der Energierechnungen ist bei einer Kommune in unserer Größe ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Start.
Stolpersteine
  • Zuständigkeiten für den Bauunterhalt der einzelnen Gebäude bei verschiedenen Fachämtern
  • Ein im Projektzeitraum gestiegener Energieverbrauch durch geänderte Nutzung und Aufrüstung bei der technischen Ausstattung kann den tatsächlichen Erfolg leicht überdecken

Beispiel gemeldet:08/2017 

Links und Downloads

Stadt Memmingen

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