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Niedrigenergiehaus mit Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage

Reihenhaus wird langfristig energieautark gemacht.

Projektstandort

Kaltenberg

Kaltenberg_georeferenzierung

Kontakt

Max Grad
Tel: (0821) 90715222
max.grad[at]lfu.bayern.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Grundwasserwärmepumpe zusammen mit effizienter Wärmedämmung
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Installation einer PV-Anlage dauerte von der ersten Planung bis zur Einspeisebereitschaft nur 4 Wochen!
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Steckdosenleisten bzw. Einbau von Schaltern an Lampen. Anschaffung eines Verbrauchsmessgerätes

Nutzen: Langfristig niedrige Kosten für Heizung und Warmwasser, Abkoppelung vom Energiemarkt durch Eigenverbrauch des eigenen PV-Stroms.

Kosten: Gesamtkosten: 12.600 Euro
  Weitere Angaben: Kosten für die PV-Anlage und deren Installation. Dämmung, Fenster, Wärmepumpe etc. waren im Kaufpreis des Hauses enthalten und lassen sich nicht einzeln herausrechnen.

Förderung: Fördergeber: KfW: Zinsgünstiges Darlehen
Fotos
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Erwerb einer Immobilie mit niedrigen Heiz- und Stromkosten mit dem langfristigen Ziel der Energie-Autarkie.
Durchführung
Die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage bietet langfristig (!) das Ziel eines energieautarken Hauses. Da Wärmepumpen mit Strom betrieben werden (Haus hat keinen Gasanschluss oder Öltank) kann theoretisch der Strom für die Wärmepumpe über die Eigenverbrauchs-Regelung der Einspeise-Vergütung bei PV-Anlagen selbst produziert und verbraucht werden.

Im vorliegenden Falle liefert eine 4,4 kWp Anlage eine durchschnittliche Jahresstrommenge von 4.000 kWh. Der Wärmepumpen-Verbrauch liegt bei 3.800 kWh jährlich, Hausstrom bei 1.700 kWh.

Problem ist, dass im Winter, wenn der maximale Stromverbrauch der WP anliegt, die Stromlieferung der PV-Anlage am geringsten ist.

Hier muss (und wird) die Energiespeichertechnik (Home-Systeme) noch effizienter und günstiger werden. Langfristig (insbesondere wenn die Vergütungssätze für eine direkte Netzeinspeisung deutlich sinken) bietet sich hier aber ein großes Potenzial für eine dezentrale, weitgehend autarke Energieversorgung durch direkten Eigenverbrauch.

Im Vorfeld wäre der Kontakt mit jemandem hilfreich gewesen, der eine Wärmepumpe seit Jahren selbst in Betrieb hat. Bei der PV-Anlage war das eine große Hilfe.
Tipps
  • Am wichtigsten, man kann es nicht oft genug betonen: hocheffiziente Gebäudedämmung (Passivhaus)
  • Große Glasflächen vermeiden: sieht zwar gut aus, z. B. Glaserker oder Wintergarten, erfordert aber schon 3fach Verglasung und guten äußeren Sonnen- und Kälteschutz (Rolläden): teuer
  • Rendite der PV-Anlage kritisch hinterfragen. Hier sind die Angaben oft zu optimistisch (eine gute Montagefirma hat hier mehr Bodenhaftung als die Bank)
Stolpersteine
  • Passivhaus wählen statt KfW60-Haus (Geht eben nicht, wenn die Lage nicht passt. Der Marktanteil wird sicherlich zunehmen, oder: selbst bauen)
  • Sinnvoll, die Garantieverlängerung (3 Jahre) bei der Wärmepumpe nehmen (kostet 300 Euro mehr)

Beispiel gemeldet:12/2010 

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