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Druckkammerfischschleuse mit energetischer Nutzung

Durch die innovative Druckkammerfischschleuse mit Energierückgewinnung verbindet die Talsperre Höllenstein seit 2013 Ökologie und Wirtschaftlichkeit in idealer Weise.

Projektträger: Kraftwerk am Höllenstein AG

Projektstandort

Prackenbach

Prackenbach_georeferenzierung

Kontakt

Kraftwerk am Höllenstein AG
Johann Fischer
Prokurist und Werkleiter
Höllensteinsee 1
94267 Prackenbach
Tel: (09941) 770022
j.fischer[at]kw-hoellenstein.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Mit dieser Fischwanderhilfe sind Talsperren und Flusskraftwerke ökologisch durchgängig zu errichten oder nachzurüsten, ohne dass die regenerative Energieerzeugung reduziert wird. Die energetische Nutzung des Betriebswassers fördert die ökologische Funktion.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 350 t / a
  Kosteneinsparung: ca. 40.000 € / a

Kosten: Gesamtkosten: 850.000 Euro

Förderung: Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Beschreibung

Auslöser
Die Errichtung der ökologischen Durchgängigkeit war eine behördliche Auflage für den Weiterbetrieb der Talsperre und des Kraftwerks zur Energieerzeugung.
Durchführung
Gemäß den Zielen der EU Wasserrahmenrichtlinie (EU WRRL) ist an den Oberflächengewässern die ökologische Durchgängigkeit wieder herzustellen. Für konventionelle Fischwanderhilfen (Umgehungsgerinne) muss das Betriebswasser für Leit- und Lockstrom abgezweigt werden und hat damit Erzeugungseinbußen für den Kraftwerksbetreiber zur Folge.

Mit der energetisch genutzten Fischschleuse kann durch eine zusätzliche Turbine das komplette Betriebswasser für die Energieerzeugung verwendet werden. Die Fische werden mittels Lockstrom über ein Einstiegsbecken in eine Schleusenkammer gelockt und nach bestimmten Zeitintervallen aus der Schleusenkammer ins Oberwasser entlassen. Während der Einschwimmphase wird das Wasser für den Lockstrom aus einer zusätzlichen Entnahmestelle im Oberwasser entnommen, über das Turbinenaggregat in die Schleusenkammer geleitet und fließt über das Einstiegsbecken zum Kraftwerksabfluss ab. In der Ausschwimmphase wir das Wasser aus der Schleusenkammer entnommen und über das Turbinenaggregat ins Einstiegsbecken und wiederum zum Kraftwerksabfluss geleitet. So kann in beiden Phasen das Betriebswasser energetisch genutzt werden und die Fische können etappenweise die Sperrenstelle passieren. Diese Fischaufstiegsanlage beweist sich durch zahlreiche Eingriffsmöglichkeiten als äußerst flexibel und kann individuell den örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Diese innovative Einrichtung verbindet dadurch Ökologie und Wirtschaftlichkeit in idealer Weise.
Zitate
"Ich finde man betritt hier wirklich Neuland......In der Tat ein faszinierendes Vorhaben, diesen großen Höhenunterschied von 12 m zu überwinden." (Prof. Dr. Martin Grambow, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft im Bayerischen Umweltministerium)
Tipps
  • Die Beleuchtung der Schleusenkammer im Tagesrythmus verbesserte die ökologische Funktion wesentlich
Auszeichnungen
  • 10/2014: Bayerischer Energiepreis, Katgorie Erneuerbare Energien, Energienetze und Speichertechnologien
    verliehen von: Bayerische Staatsregierung

Beispiel gemeldet:06/2016 

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