Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Nahwärme von der Kommune für die Kommune - Kümmersbruck heizt ein!

Das neue Nahwärmenetz wurde mit bestehenden Kesseln in der Schule zur Deckung der Spitzenlast verbunden.

Projektträger: Gemeinde Kümmersbruck

Projektstandort

Kümmersbruck

Kümmersbruck_georeferenzierung

Kontakt

Gemeinde Kümmersbruck
Günter Karzmarczyk
Werkleiter
Schulstraße 37
92245 Kümmersbruck
Tel: (09621) 708-28
vorzimmer[at]kümmersbruck.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Holz als regenerativer Rohstoff bindet CO2 und sorgt gleichzeitg für die Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 750 t /Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 1.400.000 netto Euro

Förderung: Zuschuss: 260.000 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern (Programm Nachwachsende Rohstoffe in Bayern) und KfW (Progrqamm Erneuerbare Energien)
Fotos
  • Elektrofilter für Feinstaub (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Hackschnitzelkessel (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Doppelrohrige Nahwärmeleitungen (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Bunkerdeckel des Heizkraftwerks (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
Klicken Sie auf ein Bild
(insgesamt 5 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Unsere Gemeinde hat sich das Ziel auferlegt, künftig alternative Energien so gut und so intesiv es geht zu nutzen. Daher entstand die Idee des Nahwärmenetzes. Die Sanierung des Schulgebäudes war ein weiterer Aspekt, bei dem erneuerbare Energien zum Tragen kommen sollten.
Durchführung
Allgemeines

Nach einer Bauzeit von knapp sechs Monaten wurde das Biomasseheizwerk Kümmersbruck am 13. Januar 2010 in Betrieb genommen. Investor und Betreiber dieser Anlage ist der kommunale Eigenbetrieb „Wasser und Energie Kümmersbruck".

Technik

Das Biomasseheizwerk Kümmersbruck ist mit einem Biomassekessel mit einer Nennleistung von 850 kW ausgerüstet. Die Holzhackschnitzel werden vom Hackschnitzellieferanten direkt in den Brennstoffbunker abgekippt, der eine Lagerkapazität von rd. 190 Kubikmetern besitzt. Von dort aus werden die Hackschnitzel mittels Schubbodenaustragung und hydraulischem Einschub in den Biomassekessel transportiert.
Bei Spitzenbedarf wird automatisch der in der Schule bereits vorhandene Erdgaskessel mit einer Nennleistung von 1.120 kW in Betrieb genommen, der auch bei Wartungs- und Reinigungsarbeiten am Holzkessel die Wärmeversorgung sicherstellt.
Ein zusätzlich integrierter Pufferspeicher mit einem Inhalt von rd. 30.000 Litern ermöglicht die Einspeicherung von Wärmeenergie und somit eine gute Regelbarkeit des Biomassekessels. Aus diesem wird dann die Wärme für das Nahwärmenetz entnommen.
Durch den Einsatz eines Economizers mit einer Leistung von ca. 70 kW (seine Funktion entspricht der eines Wärmetauschers) wird zusätzliche Energie aus dem Rauchgas gewonnen.
Für die Rauchgasvorreinigung ist ein Multizyklonabscheider installiert. Die Rauchgashauptreinigung erfolgt durch einen eingebauten Elektrofilter. Dadurch wird der Staubgrenzwert von 0,15 g/m³ mit einem gemessenen Wert von 0,01 g/m³ deutlich unterschritten.

Wärmenetz

Das Nahwärmenetz besitzt eine Trassenlänge von 1.124 Metern. Es wurden dabei Doppelrohre mit einem Durchmesser zwischen
DN 50 und DN 80 verlegt, bei der sich Vor- und Rücklaufleitung in einem Kunststoff-Mantelrohr befinden. Die Vorlauftemperatur beträgt ca. 80 Grad Celsius und die Rücklauftemperatur ca. 60 Grad Celsius.

Wärmeabnehmer

Die Anlage versorgt die gemeindlichen Objekte Rathaus Kümmersbruck, Feuerwehrgerätehaus Kümmersbruck, Gemeindehaus sowie den gesamten Schulkomplex mit Hallenbad und Mehrzweckhallen. Des weiteren werden die neue evangelische. Kirche, die katholische Kirche, der Kindergarten St. Antonius, das frühere Jugendheim, das kath. Pfarramt sowie das Seniorenzentrum St. Antonius der Arbeiterwohlfahrt mit Nahwärme versorgt. Die angeschlossenen Gebäude erhielten jeweils eine Wärme-Übergabestation mit Wärmetauscher.

Ökologie

Mit dem Einsatz des einheimischen Rohstoffes Waldhackgut wird langfristig eine wirtschaftliche und ökologische Energieversorgung sichergestellt. Durch die Nahwärmeversorgung mit Biomasse können jährlich rund 750 to klimaschädliche CO2-Emissionen eingespart werden.

Stolpersteine
  • Zu optimistische Wirtschaftlichkeitsberechnung seitens des Planungsbüros zur Ermittlung des Wärmepreises

Beispiel gemeldet:10/2015 

Zurück zu Übersicht