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Umrüstung der Strassenbeleuchtung auf LED mit Bürgerbeteiligung

Gemeinsam mit Bayernwerk, Fa. Schreder und unseren Bürgern wurden 231 von ca. 500 Brennstellen von NAV auf LED umgerüstet. Die Bürger finanzieren dabei die Umrüstung und werden an den Einsparnissen beteiligt.

Projektträger: Gemeinde Furth b. Landshut

Projektstandort

Furth

Furth_georeferenzierung

Kontakt

Gemeinde Furth
Andreas Horsche
Erster Bürgermeister
84095 Furth
Tel: (08704) 91190
info[at]vg-furth.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
80 % Energieeinsparung und damit 12.500 € Kosteneinsparung p.a.
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Von der Idee bis zur Umrüstung verging mit allen Informationsveranstaltungen ein halbes Jahr.
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Finanzierung wird durch die eigenen Bürger erbracht. Diese erhalten eine Rendite i.H.v. 2,4 %.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 34,11 t / a
  Energieeinsparung: 80 %
  Kosteneinsparung: 12.744 € p.a.

Kosten: Gesamtkosten: 95.920 Euro

Beschreibung

Auslöser
Die Gemeinde Dalaas in Vorarlberg (Österreich) realisierte die Umnutzung auch gemeinsam mit ihren Bürgern. Die Idee war Grundstein für unsere Umrüstung.
Durchführung
Umrüstungen finden derzeit überall in Bayern und Deutschland statt. Auch wir wollten die Einsparchancen nutzen und von Natriumdampflampen bei den sog. Pilzleuchten auf LED-Technik umrüsten. Die sog. technische Lösung stößt bei Bürgerinnen und Bürgern anderer Gemeinden immer wieder auf Unverständnis. Nicht schön - ist das Hauptargument. Für "schöne" Leuchten ist aber ca. 20 % mehr zu bezahlen. Zudem wird die veränderte Lichtsituation kritisiert. Zu hell unter der Leuchte und zu dunkel in den scharfen Übergangsbereichen. Weißlicht wird als grell und kalt empfunden. Gärten und Hofeinfahrten werden nicht mehr ausgeleuchtet. Es galt die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen.

Mit einem Mietkaufvertrag kauft der Bürger den LED-Leuchtenkopf, welcher umgerüstet wird. In der selben juristischen Sekunde vermietet er diesen zurück an die Gemeinde, welche die Leuchte betreibt. Die Gemeinde zahlt einen jährlichen Mietpreis und "finanziert" die Leuchte innerhalb von 5 Jahren ab. Die Miete liegt mit 2,4 % über dem eingesetzten Kaufpreis. Durch die niedrigen Zinsen ist die "Geldanlage" attraktiv. Die Bürgerinnen und Bürger akzeptieren im Gegenzug (freiwillig) die technische Lösung und die damit einhergehenden Veränderungen in der Lichtsituation. Die Gemeinde spart sich ca. 12.500 € p.a. und kann die Leuchte nach 8 Jahren amortisieren. Zudem verteilt Sie die Investition auf 5 Jahre und belastet in dieser Zeit nicht den Vermögenshaushalt. Die Mehrkosten der Bürgerbeteiligung strecken den Amortisationszeitraum von 7,5 auf 8 Jahre bei konstanten Energiekosten.

Die Umrüstung hat eine Garantie von 10 Jahren, d.h. es spart die Gemeinde mindestens 25.000 € in 10 Jahren und schützt durch die hohe Energieeinsparung von 80 % die Umwelt.
Zitate
"Ich bin angenehm enttäuscht." (Ein Bürger, der eine schlechtere Lichtsituation erwartet hat, als letztendlich eingetreten ist)
Tipps
  • Unbedingt vorher mit dem Landratsamt (Finanzaufsicht) abklären.
  • Frühzeitig Kontakt mit dem Energieversorger herstellen. Bei eigenen Leuchten - einen günstigen Hersteller mit 10 Jahre Garantie suchen
Stolpersteine
  • Es braucht eine gewisse Finanzkraft und freie Mittel der Bürger.

Links und Downloads

Wärme und Strom - Wo stehen wir

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