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Geothermie Pullach - Unsere Energiequelle der Zukunft

Geothermie bedeutet Erdwärme - Wärme, Sicherheit und unerschöpfliche Energie. Sie kommt aus der Tiefe der Erde und wird direkt zu den Kunden nach Hause gebracht.

Projektträger: Innovative Energie für Pullach (IEP) GmbH

Projektstandort

Pullach i.Isartal

Pullach i.Isartal_georeferenzierung

Kontakt

Innovative Energie für Pullach (IEP) GmbH
Sebastian Westenthanner
Referent der Geschäftsführung
Franziskus-Festing-Straße 1
82049 Pullach
Tel: (089) 2500786-10
sebastian.westenthanner[at]iep-pullach.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Anteil Tiefengeothermie von 96,6 % bei einer Wärmeproduktion von 45,1 GWh. Seit Beginn der Wärmelieferung in 2005 wurden ca. 25 Millionen Liter Heizöl eingespart.

Einsparungen: CO2-Einsparung: ca. 13.000 t / a

Nutzen: Der geringe Primärenergiefaktor den die Geothermie Pullach nachweisen kann ist eine wichtige Voraussetzung für einen Energieausweis.

Förderung: Fördergeber: kfw Bankengruppe und LfA Förderbank Bayern

Beschreibung

Auslöser
Die UNO-Konferenz in Rio de Janeiro verabschiedete das Konzept, Ökonomie, Ökologie und Soziales in der Agenda 21 zu verbinden. In lokalen, kommunalen Projekten sollen entsprechende nachhaltige Lösungen entwickelt werden. In Pullach wurde im Jahr 2000 eine CO2-Studie in Auftrag gegeben. Sie sollte zu ökonomisch sinnvollen Maßnahmen führen, durch die CO2 eingespart werden kann. Gleichzeitig sollen wertvolle Ressourcen geschont werden und ein möglichst großer Teil der Pullacher Bevölkerung davon profitieren. Die Studie ergibt einen Hinweis auf die Nutzung von Wärme aus der Tiefe der Erde: Geothermie!
Durchführung
Nachdem der Pullacher Gemeinderat im August 2004 beschlossen hatte, das Thermalwasservorkommen unter der Gemeinde in Alleinregie zu erschließen, ging es Schlag auf Schlag. Bereits im November 2004 wurde der Bohrturm auf dem Gelände an der Hans-Keis-Straße aufgebaut. Am 4. Dezember 2004 wurde der unmittelbar bevorstehende Bohrbeginn mit Beteiligung von gut 300 Gästen gefeiert. Am 5. Dezember schließlich drehten sich der erste Bohrmeißel und strebten mit acht bis zehn Metern pro Stunde seinem Ziel in rund 3.500 Metern Tiefe entgegen.

Bereits am 24. Januar 2005 wurde die vorläufige Endteufe der Bohrung 'Pullach Thermal 1' bei 3.300 Metern erreicht, 93,8 °C beträgt die Temperatur des Thermalwassers. Eine spätere Vertiefung des Bohrlochs führte sogar in 3.930 Meter Tiefe. Die Endteufe der 2. Bohrung wird schließlich am 23. April 2005 erreicht: 107 °C heißes Wasser liefert diese aus einer Tiefe von 4.120 Metern.

Nach Ende der Bohrarbeiten, im Sommer 2005, folgte die Fertigstellung der Energiezentrale. Parallel dazu wurde das Fernwärmenetz ausgebaut und ein gutes Jahr nach Bohrbeginn, am 14. Dezember 2005, konnten die ersten Kunden mit Wärme versorgt werden.

Die Geothermie entwickelte sich kontinuierlich und erfolgreich weiter, so dass, um möglichst ganz Pullach mit Geothermie zu versorgen, eine Erweiterung der Anlage erforderlich wurde. Im Frühjahr 2011 folgte deshalb eine Pioniertat: Erstmals in Europa wurde eine bestehende Geothermieanlage um eine dritte Bohrung erweitert. Diese rund 3.500 Meter tiefe Bohrung im Forstenrieder Park hat die Kapazität des Projekts in etwa verdoppelt und den Ausbau der Geothermie noch auf etliche Jahre hinaus gesichert. Durch die Anlage werden jährlich knapp 13.000 t CO2 eingespart.
Zitate
"Mittels tiefer Bohrungen Wärme aus der Erde zu holen ist eine geniale Sache, und dort, wo die natürlichen Voraussetzungen gegeben sind, sollte man die Geothermie auf jeden Fall auch machen. Nichts ist überzeugender, diese Form der Energiegewinnung in der Praxis zu sehen. Man kann der Gemeinde Pullach zu dem frühen Entschluss für diese Wärmeversorgung und zu den bisherigen Erfolgen nur gratulieren." (Dr. Günther Beckstein, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident)
Tipps
  • Wir empfehlen jeder Kommune unter Berücksichtigung der ökologischen und ökonomischen Voraussetzungen ein Geothermieprojekt.
Auszeichnungen
  • 05/2009: Klimaschutz Projekt 2009
    verliehen von: Deutsche Umwelthilfe

Beispiel gemeldet:04/2015
zuletzt aktualisiert:04/2017

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