Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Langjähriges erfolgreiches kommunales Energiemanagement (KEM)

Durch KEM wurden erhebliche Einsparungen an Wärme, Strom und Wasser erreicht und dadurch die Energiekosten gesenkt und die CO2-Emissionen reduziert.

Projektträger: Stadt Kempten (Allgäu)

Projektstandort

Kempten (Allgäu)

Kempten (Allgäu)_georeferenzierung

Kontakt

Stadt Kempten (Allgäu)
Hans Räth
Energiemanager
Rathausplatz 29
87435 Kempten
Tel: (0831) 2525-585
hans.raeth[at]kempten.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Erhebliche Energieeinsparungen wurden erreicht. Im Zusammenhang mit dem verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien konnte die Emission von Treibhausgasen deutlich reduziert werden.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 63,1 %
  Energieeinsparung: Wärme 32,7 %, Strom 24,0 %
  Kosteneinsparung: 6,8 Mio. €

Nutzen: Die genannten (witterungsbereinigten) Einsparungen setzen sich aus sämtlichen Maßnahmen zusammen und beziehen sich auf den Vergleich zum Jahr 2000 (bei der CO2- und Energieeinsparung) und 2001 (bei der Kosteneinsparung). Eine genauere Aufschlüsselung kann den jährlich erstellten Energieberichten entnommen werden (s. Link).

Beschreibung

Auslöser
Auf Initiative des Oberbürgermeisters und des Stadtrats wurde die Verwaltung beauftragt, die Ziele und Aufgaben eines Energiemanagements bei der Stadt Kempten (Allgäu) zu definieren. Start des KEM war am 01.09.2000.
Durchführung
Das KEM in Kempten betreut über 70 energierelevante Liegenschaften sowie die Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen im Stadtgebiet.
Die Aufgabenfelder bestehen aus: Controlling, Motivation, Tarifwesen, Optimierung und Modernisierung.

Es wurden erhebliche Einsparungen erreicht – Detailinformationen können dem jährlichen Energiebericht entnommen werden (s. Link).
Das KEM setzt verstärkt regenerative Energieträger ein. Beispielhaft sei hier der Einbau des größten Pelletkessels Deutschlands im städtischen Freizeitbad "CamboMare" im Jahr 2003 und die Nutzung von Fernwärme der ZAK Energie GmbH erwähnt.

Die CO2- Emissionen konnten im Vergleich zum Start des KEM um über 63 % reduziert werden.

Die größte Energiesparmaßnahme war der Energiespar-Garantievertrag Straßenbeleuchtung: Jährlich können dadurch mehr als 1.000.000 kWh Strom eingespart werden.

In den Jahren 2009 bis 2011 wurden insgesamt 67 energierelevante kommunale Gebäude im Rahmen des Förderprojekts Klimaschutz-Teilkonzept des BMU untersucht. Damit wurde ein "Fahrplan" für den energieoptimierten Bauunterhalt geschaffen.

Die Energieleitlinie Kempten 2011, verfasst vom KEM, besteht aus zwei Teilen:

Die Planungsanweisungen stellen Anforderungen für den Neubau und die Bestandssanierung. Im Bereich Hochbau wird der Passivhaus-Standard vorgegeben. Die Betriebsanweisungen definieren die einzuhaltenden Komfortanforderungen und einen energieoptimierten Betrieb der Gebäudetechnik.

Beim Re-Audit 2013 des European Energie Award (eea) erreichte das KEM für das Handlungsfeld 2 "Gebäude und Anlagen" 82 % der möglichen Punkte.

Beispiel gemeldet:08/2014 

Zurück zu Übersicht