Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Quartierssanierungskonzept Krailling-Ringstrasse

Das Konzept deckt Sanierungs- und Einsparmöglichkeiten auf und sensibilisiert die Bürger.

Projektträger: Gemeinde Krailling

Projektstandort

Krailling

Krailling_georeferenzierung

Kontakt

Gemeinde Krailling
Susanne Brittinger
Bauamt, Bereich Umwelt, Energie und Grünflächen
Rudolf-von-Hirsch-Straße 1
82152 Krailling
Tel: (089) 857 06 301
brittinger[at]krailling.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Durch die aktive Beteiligung der Bürger wurden diese sensibilisiert und zu Sanierungsmaßnahmen angeregt.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 85 % möglich bei Umsetzung aller vorgeschlagener Maßnahmen

Nutzen: Der Vorteil in der Betrachtung baugleicher Siedlungsbereiche liegt in der Übertragbarkeit von Erkenntnissen, Berechnungen u. ä.; Im Idealfall bestehen bereits gute Netzwerke innerhalb der Bewohner, welche wohneinheitsübergreifende Lösungen ermöglichen.

Kosten: Gesamtkosten: 33.920 Euro

Förderung: Zuschuss: 65 % bzw. 22.050 Euro
  Fördergeber: KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Beschreibung

Auslöser
Das Projekt ging aus dem 2010 verabschiedeten "Integrierten Klimaschutzkonzept Fünfseenland" bzw. dem daraus resultierenden "Aktionsplan für die Gemeinde Krailling" hervor.

Zum Erreichen der ambitionierten Klimaschutzziele ist es dringend notwendig, die Bürger für Gebäudesanierungen im Privaten zu sensibilisieren und zu ermutigen. Daher wurde von der Gemeinde Krailling im Frühjahr 2012, auf Anregung des Energiewendevereins Starnberg e.V., die Erstellung eines integrierten Quartierssanierungskonzeptes für die Reihenhaussiedlung um die Ringstraße in Auftrag gegeben. Ziel war es, aufzuzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen Einsparpotenziale in diesem Gebiet bestehen.

In das Projekt einbezogen war das Planungsteam Architektur & Energie (Barbara Schärfl und Petra Slawisch) sowie Füllemann Architekten (Achim Füllemann).
Durchführung
Bei der Erstellung des Konzeptes wurden städtebauliche, baukulturelle, wohnwirtschaftliche und soziale Aspekte des Quartiers untersucht. Neben dem Gebäudebestand wurden auch Straßenbeleuchtung, Bauleitplanung und die Möglichkeit zum Aufbau alternativer Energieversorgungsformen betrachtet. Die Konzeptentwicklung fand in enger Zusammenarbeit mit den Anwohnern statt. Im Rahmen von Vortragsveranstaltungen und Workshops konnten sich die Anwohner – und in den meisten Fällen auch alle anderen Bürger – informieren und aktiv beteiligen.

Um die Bürger auf besonders anschauliche und motivierende Art zu informieren, wurde parallel zu der Erstellung des Konzeptes eine Haussanierung in dem Viertel Ringstraße begleitet – unter anderem in Form eines "Tages der offenen Baustelle". An diesem Tag konnten sich Interessierte vor Ort über Aspekte wie Dämmung und Fenstertausch informieren, während die Fachplaner für Fragen zur Verfügung standen. Außerdem wurden für drei der insgesamt etwa 30 (Reihen-)Häuser exemplarisch Energieberechnungen erstellt. Wesentliche Bestandteile waren dabei die Berechnung von Sanierungsvarianten für die Gebäude, Kostenschätzungen und Gegenüberstellungen zu den Energieeinsparpotenzialen.

Das Konzept wurde den Bürgern im Juni 2013 vorgestellt. Das Ergebnis war ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Empfehlungen, mit welchen Sanierungsmaßnahmen Energie eingespart und somit CO2-Emissionen reduziert werden können. Unter anderem wurde ermittelt, dass mit den konkret umsetzbaren Maßnahmen aus den Untersuchungen kurz- bis langfristig die CO2-Emissionen des Quartiers um bis zu 85 % reduzierbar sind.

Auf Wunsch der Anwohner wurde zusätzlich zu dem sehr ausführlichen Quartierssanierungskonzept eine "Sanierungsfibel" erstellt, die speziell auf den Informationsbedarf der Anwohner ausgerichtet war.

Der Gemeinde Krailling sind seit Abschluss des Konzeptes bislang (Stand Juli 2014) drei Projekte bekannt, die Sanierungsmaßnahmen größeren Umfangs am Gebäudebestand betreffen (z. B. Fenstertausch, Dämmung, Dachdämmung). Zur Erfassung auch kleinerer Maßnahmen ist geplant in den kommenden Jahren ein Monitoring durchzuführen.

Zur Untersuchung der Potenziale alternativer, nachhaltiger Energieversorgungsmöglichkeiten beauftragte die Gemeinde Krailling zwischenzeitlich die Erstellung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie für den Siedlungsbereich zwischen Luitpold-, Elisen- und Margaretenstraße.
Tipps
  • Das Projekt sollte möglichst praxisnah aufgezogen werden (z. B. über Baustellentage).
Stolpersteine
  • Zum Teil war der Umgang mit dem Abbau von Sanierungshemmnissen schwierig.
Auszeichnungen
  • 01/2014: Energiepreis 2013 Landkreis Starnberg - Finalist
    verliehen von: Landratsamt Starnberg

Beispiel gemeldet:07/2014 

Zurück zu Übersicht