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Masterplan 100 % Klimaschutz bis 2050

Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen durch ein langfristiges Konzept.

Projektträger: Stadt Kempten (Allgäu)

Projektstandort

Kempten (Allgäu)

Kempten (Allgäu)_georeferenzierung

Kontakt

Stadt Kempten (Allgäu)
Thomas Weiß
Klimaschutzmanager
Rathausplatz 29
87435 Kempten (Allgäu)
Tel: (0831) 2525-8123
thomas.weiss[at]kempten.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Das langfristige Klimaschutzkonzept "Masterplan 100 % Klimaschutz" beinhaltet eine Vielzahl von Maßnahmen, deren Umsetzung ökologisch sinnvoll ist.

Nutzen: Durch die große Anzahl einzelner Maßnahmen ist der Gesamtnutzen sehr hoch. Langfristig gibt die Energie- und CO2-Bilanz Auskunft über die erfolgten Einsparungen.

Förderung: Zuschuss: 400.000 Euro
  Fördergeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Beschreibung

Auslöser
Ein "Integriertes Klimaschutzkonzept Energiezukunft 2020" wurde bereits 2011 erstellt. Darauf aufbauend wurde Kempten 2012 als eine von 19 Kommunen vom Bundesumweltministerium für die Teilnahme in dem bundesweiten Klimaschutz-Pilotprojekt "Masterplan 100 % Klimaschutz bis 2050" ausgewählt. Dadurch konnten die Stelle eines Klimaschutzmanagers für die Erstellung eines Konzeptes (Phase I des Pilotprojektes) sowie die Durchführung weiterer Projekte (Phase II) teilweise finanziert werden. Schwerpunkte sind hierbei unter anderem Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung, die Fortschreibung der kommunalen CO2-Bilanz sowie der Aufbau und die Förderung von Unternehmensnetzwerken zum Klimaschutz.

Der Masterplan hat das Ziel, das bestehende Klimaschutzkonzept der Stadt Kempten bis in das Jahr 2050 weiter voraus zu planen und langfristige Strategien zu entwickeln, mit denen der Energieverbrauch der Stadt bis zum Jahr 2050 um 50 % und die CO2-Emissionen in der Kommune um 95 % gesenkt werden können. Als Bezugsjahr für diese Reduktionsvorgaben gilt das Jahr 1990. Ein weiterer Schwerpunkt des Masterplan-Konzeptes ist die Frage, wie regionale Wirtschafts- und Finanzkreisläufe gestaltet sein müssen, damit die Energiewende in der Stadt Kempten wirtschaftlich positive Effekte hat.

Das wissenschaftliche Konzept entstand in einem etwa anderthalbjährigen Prozess unter der Federführung des Klimaschutzmanagers gemeinsam mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!).
Durchführung
Die quantitative Grundlage für das Konzept bildet eine aktualisierte Energie- und Treibhausgasemissionsbilanz. In einem eigenen "Visionskapitel" wird außerdem beschrieben, wie die „Klimaschutzstadt“ Kempten im Jahr 2050 aussehen und wie sich das Leben dort gestalten könnte. Herzstück des Masterplankonzepts ist das Kapitel "Leit- und Schlüsselprojekte". Darin findet sich eine umfangreiche Klimaschutz-Projektliste, die unter Beteiligung des Energieteams der Stadt Kempten, der im Stadtrat vertretenen Fraktionen sowie den Teilnehmern des ersten Kemptener "Klimaschutz-Bürgerforums" entwickelt wurde. Die dort gesammelten Klimaschutz-Ideen wurden in Leitprojekten zusammengefasst, von denen der Umweltausschuss insgesamt zehn sogenannte Schlüsselprojekte ausgewählt hat, deren Umsetzung erforderlich ist, um die hoch gesteckten Ziele des Masterplans in Kempten umzusetzen.

Ein umfangreiches Monitoring- und Zielcontrolling soll die mit der Umsetzung der verschiedenen Klimaschutzprojekte erreichten Energie- und Emissionseinsparungen zählbar bzw. sichtbar machen und gleichzeitig der Qualitätssicherung dienen.

Die Umsetzung des 2013 fertiggestellten Konzeptes wurde von dem Kemptener Stadtrat einstimmig beschlossen. Auch die ersten vier konkreten Projekte aus dem Konzept hat der Stadtrat zur Umsetzung für 2014 bereits beschlossen:

- Pilotprojekt Energieeffizienz im Einzelhandel und Auswahl eines Stadtquartiers, in dem eine umfassende energetische Sanierung durchgeführt wird,
- Planung und Errichtung von Rad-Parkstationen in der Innenstadt zur Förderung des Radverkehrs,
- Umgestaltung des wissenschaftlichen Masterplankonzepts zu einer Bürgerbroschüre,
- Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz in privaten Haushalten.

Beispiel gemeldet:08/2014 

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