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Aufbau eines kommunalen Energiemanagements

Controlling senkt Energie- und Wasserverbräuche der kommunalen Liegenschaften.

Projektträger: Große Kreisstadt Kitzingen am Main

Projektstandort

Kitzingen

Kitzingen_georeferenzierung

Kontakt

Stadtverwaltung Kitzingen
Alfred Teichmann
Sachbearbeiter
Schulhof 2
97318 Kitzingen am Main
Tel: (09321) 206102
alfred.teichmann[at]stadt-kitzingen.de

Nutzen und Kosten

besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Energiecontrolling ist zunächst sehr kostengünstig, wenn es mit vorhandenem Personal durchgeführt wird.

Einsparungen: CO2-Einsparung: ca. 45 % zu vorher bzw. 800 t / Jahr
  Energieeinsparung: ca. 14 % zu vorher bzw. 520 MWh / Jahr
  Kosteneinsparung: ca. 45.000 € / Jahr

Nutzen: Nicht zu unterschätzen ist die Vorbildfunktion der Gemeinde: Jede Investition in KEM (begleitet durch entsprechendes Marketing) generiert auch weitere Aktivitäten aus der Bevölkerung und anderen Organisationen.

Kosten: Gesamtkosten: 240.000 Euro

Förderung: Zuschuss: 100.000 Euro
  Fördergeber: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Beschreibung

Auslöser
Der Stadtrat selbst gab im Jahr 2008 den Anstoß zum kommunalen Energiemanagement (KEM), damit Maßnahmen zur Energieeinsparung ergriffen werden konnten. 2009 wurde dann die Zusammenarbeit mit der damaligen Energieagentur Oberfranken (jetzt: Energieagentur Nordbayern) zur Errichtung eines KEM in der Stadt Kitzingen begonnen. Aus der Verwaltung stand ein Ansprechpartner als Schnittstelle zwischen der Energieagentur und der technisch zuständigen Stelle im Haus zur Verfügung.
Durchführung
Zu Anfang musste eine sorgsame und vollständige Datenbasis über die Verbräuche der kommunalen Liegenschaften geschaffen werden. Dabei wurden Rechnungsbelege ebenso herangezogen wie die monatlich durch die jeweiligen Hausmeister abzulesenden Zählerstände.

Die darauffolgenden Datenanalysen deckten bereits zahlreiche Einsparpotenziale auf.

Zusätzlich wurde durch regelmäßige Begehungen mit den Hausmeistern oder sonstigen Technikverantwortlichen der jeweiligen Liegenschaften erreicht, dass energiesparende Einstellungen in den Heizanlagen umgesetzt oder sonstige verhaltensbedingte Einsparmöglichkeiten übernommen wurden.

Tipps
  • Das KEM muss möglichst einem für diesen Bereich freigestellten und technisch versierten "Kümmerer" bzw. Energiemanager übertragen werden. Dieser sollte gegenüber Kollegen/Hausmeister etc. auch die Befugnis haben, Daten zu den kommunalen Liegenschaften erfragen zu können.
  • Unabdingbar ist der politische Wille, den Prozess durchzuführen und die entsprechenden Maßnahmen anzugehen.
Stolpersteine
  • Die "Mitnahme" der einzelnen Kollegen sowie der Nutzer der kommunalen Liegenschaften ist oftmals sehr schwierig und erfordert klare Weisungen.

Beispiel gemeldet:05/2014 

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