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Kommunales Energiemanagement der Gemeinde Grosshabersdorf

Bereits nach kurzer Zeit wurden Einsparpotenziale und Sanierungsbedarf ersichtlich.

Projektträger: Gemeinde Großhabersdorf

Projektstandort

Großhabersdorf

Großhabersdorf_georeferenzierung

Kontakt

Gemeinde Großhabersdorf
Thomas Seischab
Geschäftsleitender Beamter
Nürnberger Straße 12
90613 Großhabersdorf
Tel: (09105) 9983918
seischab[at]grosshabersdorf.de

Nutzen und Kosten

besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Durch die Begehung der Gebäude mit einem unabhängigen Fachmann werden schnell die Schwachpunkte und leicht umzusetzende Maßnahmen erkannt.
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Ein verhältnismäßig geringer Aufwand deckt bereits große Einsparpotenziale auf.

Kosten: Gesamtkosten: 11.067 Euro
  Weitere Angaben: Die genannten Kosten betreffen die Betreuung von drei kommunalen Anwesen (Schule, Schulturnhalle und Rathaus). Da nach Abschluss der Sanierung nur noch die Verbrauchsdaten in die Software eingepflegt werden und keine Betreuung durch den Energieberater erfolgt, fallen nun Kosten von ca. 100 € im Jahr an.

Förderung: Zuschuss: 5.500 Euro
  Fördergeber: LfU - Förderung für kommunale CO2-Minderungsmaßnahmen

Beschreibung

Auslöser
Der Geschäftsleiter Thomas Seischab gab 2008 den Anstoß zur Einführung eines kommunalen Energiemanagements (KEM). Seitdem ist er auch der hauptverantwortliche "Kümmerer" für die fortlaufende Umsetzung.
Durchführung
Die in das KEM einbezogenen Gebäude sind die Schule sowie die Schulturnhalle (seit 2008), das Rathaus (von 2008 bis 2011) und ein Mehrzweckgebäude (Bauhof, Feuerwehr, Schulungsräume, Gemeindebücherei; seit 2011).

Es erfolgt eine monatliche EDV-gestützte Erfassung der Verbrauchsdaten von Strom, Gas und Wasser. Die Verbrauchswerte werden vom Energiesachverständigen ausgewertet. Plötzlich auftretender auffälliger Mehrverbrauch kann auf diese Weise zeitnah identifiziert werden. Mögliche Sanierungsarbeiten werden vom Energieberater begleitet und die Auswirkungen der Sanierungen können in der Dokumentation der Verbrauchswerte gut nachvollzogen werden.

Jährlich wird zudem ein Energiebericht für die erfassten Gebäude erstellt. Dieser enthält allgemeine Bemerkungen, Verbrauchsentwicklungen (bei Wärmeverbrauch auch witterungsbereinigt), Kostenentwicklung sowie Vorschläge für technische und/oder organisatorische Optimierungen.

Die Hausmeister wurden in die technischen Systeme der Gebäude eingewiesen. Außerdem werden halbjährliche Begehungen der Gebäude mit einem Energiesachverständigen durchgeführt. Im Rahmen dieser Begehung werden Hinweise für das Nutzerverhalten und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen gesammelt. Dieses Vorgehen führte unter anderem bereits 2011 zu der erfolgreichen energetischen Sanierung des Rathauses (siehe Praxisbeispiel "Energetische Sanierung des Rathauses").

Neben der Aufdeckung von Einsparmöglichkeiten und Sanierungsbedarf hat die Durchführung eines KEMs die Vorteile, dass die Verbrauchsdaten der eigenen Gebäude mit denen anderer Kommunen verglichen werden können und bei den Entscheidungsträgern ein Problembewusstsein geweckt wird.
Tipps
  • Durch den Einsatz eines unabhängigen Fachmanns wird die "Betriebsblindheit" der mit der technischen Verwaltung der Gebäude betrauten Personen aufgehoben und Verbesserungen, die bisher nicht gesehen wurden, können schnell umgesetzt werden.

Beispiel gemeldet:04/2014 

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