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Biomassehof Achental – Premium-Hackschnitzel, Dienstleistungen und Projektierung

Das Unternehmen dient als zentrale Anlaufstelle in Energiefragen und versorgt die Region mit Energieholzprodukten – und das sogar landkreisübergreifend.

Projektträger: Biomassehof Achental GmbH & Co KG

Projektstandort

Grassau

Grassau_georeferenzierung

Kontakt

Biomassehof Achental GmbH & Co KG
Wolfgang Wimmer
Geschäftsführer
Eichelreuth 20
83224 Grassau
Tel: (08641) 694143-0
info[at]biomassehof-achental.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Der Biomassehof Achental hat sich als festes Bestandteil der Energiewertschöpfungskette in der Region integriert und informiert darüberhinaus über Energiethemen.

Nutzen: Die technisch einfache, aber äußerst wirksame Trocknung mit anderweitig nicht nutzbarer Wärme, war seit der Inbetriebnahme bereits für zahlreiche Besuchergruppen ein spannendes Projekt. Der ausschließlich regionale Bezug der Rohstoffe und der ebenfalls sehr regionalbezogene Vertrieb der aufbereiteten Brennstoffe erfüllen unsere eigenen strengen Kriterien an den Umwelt- und Klimaschutz durch die Vermeidung langer Transportwege.

Kosten: Gesamtkosten: 1.500.000 Euro

Beschreibung

Auslöser
Die traditionelle Forstwirtschaft im Achental und die damit verbundenen Sägebetriebe erzeugen jährlich große Mengen an (bis vor kurzem nur wenig genutzten) ligniten Abfallstoffen. Die Inwertsetzung dieser Reststoffe für eine regionale Energieversorgung schließt einerseits einen lokalen Stoffkreislauf und sichert andererseits die vollständige Wertschöpfung innerhalb der Region.
Durchführung
Am Biomassehof Achental wurde ein Produktions- und Vertriebssystem für Hackschnitzel mit Premium-Qualität aufgebaut. Somit wird der Biomassehof nicht nur seiner Rolle als regionaler Entwicklungsmotor für Bioenergie-Projekte gerecht, sondern liefert zusätzlich sowohl für Privatpersonen als auch größere Abnehmer einen verlässlichen, günstigen und versorgungssicheren Brennstoff. Die Trocknung der Hackschnitzel beruht dabei auf einem wirksamen und doch äußerst ressourcenschonenden Mechanismus.

Die Trocknung der Hackschnitzel erfolgt innerhalb zwei Wochen in vier separat schaltbaren Warmluft-Trocknungsboxen mit jeweils 24 Bodenkaminen und ca. 500 Schüttraummeter (SRm) Trocknungsvolumen. Die Luft wird mit Abwärme aus der zweiten Kondensationsstufe des Heizwerks Grassau erwärmt und besitzt eine Maximalleistung von 240 kW. Diese zweite Stufe besitzt eine zu niedrige Temperatur, um die Abwärme erneut in das Heizwerk einzuspeisen, so dass hier eine anderweitig nicht nutzbare Wärme sinnvoll weiterverwendet wird. Damit wird ein hoher Beitrag zur Ressourceneinsparung und zum Klimaschutz gewährleistet.

Um eine minimale Verweildauer in den Boxen zu gewährleisten, wird das Material so weit wie möglich (bis zu einem Jahr) vorher gepoltert und luftgetrocknet. Mit der Marke "FireStixx" vertreibt der Biomassehof Achental auch eine der renomiertesten Holz-Pelletmarken in Deutschland. Diese zeichnen sich durch ein eigenes Qualitätsmanagement aus, dass in allen wichtigen Parametern über den gängigen Normen liegt. Mit den eigenen LKW werden die Pellets zu den privaten und gewerblichen Kunden in den Landkreisen Berchtesgaden, Rosenheim und Traunstein gebracht.

Die Logistik zur Beschaffung und zur Aufbereitung des Ausgangsmaterials am Biomassehof bzw. der Waldstraße liegt vollständig in der Hand regional ansässiger Firmen. Der jährliche Mengenumsatz an Premium-Hackschnitzeln beträgt ca. 50.000 SRm (Jahr 2013), wovon der größte Teil an private Kunden verkauft wird.
Auszeichnungen
  • E.ON Bayern Umweltpreis 2007
    verliehen von: E.ON Bayern
  • Energy Award 2012 in der Kategorie Holzenergie
    verliehen von: Joule & Renexpo
  • Kommunaler Klimaschutz 2012
    verliehen von: Bundesministerium für Umwelt

Beispiel gemeldet:04/2014 

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