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Kurzumtriebsplantagen auf Grenzertragsflächen

Am Chiemsee setzt man auf schnell wachsende, ideal angepasste Pflanzen zur regionalen Bioenergie-Erzeugung.

Projektträger: Biomassehof Achental GmbH & Co. KG

Projektstandort

Übersee

Übersee_georeferenzierung

Kontakt

Biomassehof Achental GmbH & Co. KG
Wolfgang Wimmer
Geschäftsführer
Eichelreuth 20
83224 Grassau
Tel: (08641) 694143-0
info[at]biomassehof-achental.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Der Anbau der KUP auf einer landwirtschaftlichen Grenzertragsfläche ist eine zukunftsweisende Möglichkeit um Konflikte zur adäquaten Ackernutzung in der Landwirtschaft ("Teller oder Tank") zu entschärfen.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 11 t / ha

Nutzen: Es liegt eine ideale Anpassung an die lokalen Bedingungen vor und der Anbau leistet einen großen Beitrag zur Energiewende.

Kosten: Gesamtkosten: 7.000 Euro

Beschreibung

Auslöser
Kurzumtriebsplantagen (KUPs) werden in Deutschland in steigender Zahl angebaut, jedoch noch lange nicht in ähnlichem Umfang wie in anderen waldreichen Ländern, wie z. B. Schweden oder Kanada. Deshalb hat sich die Bioenergie-Region Achental zum Ziel gesetzt, den Anbau von KUPs lokal zu fördern und somit den Grundstein für die weitere Versorgung der Region mit Bioenergie zu sichern. Die Mitgliedschaft der Bioenergie-Region im KUP-Netzwerk des ttz Bremerhaven ist für die Durchführung dieser Maßnahmen eine ideale Plattform.
Durchführung
Eine Kurzumtriebsplantage (KUP) ist eine Pflanzung von schnell wachsenden Bäumen, wie zum Beispiel Pappeln oder Weiden auf Grenzertragsflächen, die bereits nach wenigen Jahren geerntet werden können. Durch die Verarbeitung zu Energieholz kann eine verlässliche und regionale Energieversorgung auf einfache Weise gewährleistet werden.

Die Anlage der ersten KUP im Achental erfolgte im Mai 2011 in der Nähe von Übersee am Chiemsee. Dafür wurde eine landwirtschaftliche Grenzertragsfläche verwendet, deren Bodenqualität und Lage für eine klassische Landbewirtschaftung schwierig sind. Die verwendeten 25.000 Baumsetzlinge sind von einer Pappelart, die genau auf den Standort angepasst ist. Die bei der Ernte entstehenden Hackschnitzel, werden an den Biomassehof Achental geliefert – die erste Ernte ist für das Jahr 2015 geplant. Die Fläche der Anlage beträgt ca. vier Hektar und wird vom Flächenbesitzer bewirtschaftet.

Beispiel gemeldet:04/2014 

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