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Generalsanierung des Schulzentrums

Generalsanierung der Volksschule Burgebrach im Programm "Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen" der Deutschen Energieagentur (dena).

Projektträger: Markt Burgebrach

Projektstandort

Burgebrach

Burgebrach_georeferenzierung

Kontakt

Haase & Bey Architekten Part GmbB
Jürgen Schrauth
Architekt
Julius-Echter-Straße 59
97753 Karlstadt
Tel: (09353) 98280
info[at]haase-bey-architekten.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Weitestgehende CO2-Reduzierung gegenüber dem Bestand

Einsparungen: CO2-Einsparung: 75 % zu vorher bzw. 130 t / Jahr
  Energieeinsparung: 75 % zu vorher bzw. 240 kWh / Jahr
  Kosteneinsparung: 80 % zu vorher bzw. 46.700 € / Jahr

Nutzen: Zusätzlicher Nutzen entsteht durch die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen, die Beseitigung von Mängeln des Brandschutzes und des Raumprogramms sowie durch den langfristigen Erhalt des Gebäudes und Kostensicherheit bei Nachfolgekosten.

Kosten: Gesamtkosten: 5.170.000 Euro
  Weitere Angaben: In den Kosten sind die Kosten für die Heizzentrale des gesamten Schulzentrums enthalten.

Förderung: Zuschuss: 3.390.000 Euro
  Fördergeber: Regierung von Oberfranken, Bundesministerium für Umwelt (BMU)
Fotos
  • Das neue Schulzentrum spart 75 % der ehemals benötigten Energie ein. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Die Sanierung des Schulzentrums spart nicht nur Energie ein, sondern verbessert auch die Lehr- und Lernbedingungen. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Aufgrund baulicher Mängel und der allgemeinen Schulentwicklung (u. a. Bedarf an Ganztagesbetreuungsplätzen) musste für das Schulzentrum ein Gesamtkonzept entwickelt werden. Die Marktgemeinde Burgebrach hat deshalb das Architekturbüro Werner Haase beauftragt, eine energetische Bestandsaufnahme sowie eine energetische und bauphysikalische Analyse mit Vorkonzept für das gesamte Areal durchzuführen. Das Ergebnis war ein langfristiges, ganzheitliches Sanierungskonzept mit Prioritätenliste unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Reduzierung der Unterhaltskosten und die bestmögliche Einbeziehung von erneuerbarer Energien zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Da das Hauptschulgebäude den größten Sanierungsstau und das größte Einsparpotenzial aufwies, wurde es als erste Priorität generalsaniert. Es wurden geeignete Fachplanungsbüros beauftragt und die Baumaßnahme von 08/2009 bis 08/2010 baulich umgesetzt unter Einbeziehung der Lehrer und des Hausmeisters.
Durchführung
Die umgesetzten energetischen Maßnahmen sind:
- Dämmung der Gebäudehülle mit 20 cm Mineralschaumplatten an den Außenwänden und 20 cm Flachdachdämmung mit Edelstahlabdichtung sowie Beseitigung von Wärmebrücken
- Erneuerung der Fenster im 2+1-System mit passivhaustauglichen Fenstern und integrierten Sonnenschutzlamellen bei Reduzierung des Fensterflächenanteils in Fluren
- 6 cm Kellerdeckendämmung
- Verbesserung der Bodenplattendämmung durch Perimeterdämmung als Frostschürze bis auf Fundamenttiefe
- Einbau einer hocheffizienten Lüftungstechnik als kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
- Erneuerung der Beleuchtung durch eine hocheffiziente, geregelte Beleuchtungsanlage
- Steigerung der Tageslichtautonomie der Beleuchtung durch getrennt dimmbare Leuchten mit Tageslichtsensor
- Einbau eines Niedertemperatur-Heizsystems mit Deckenstrahlplatten in den Unterdecken, Regelung über den Rücklauf
- Grundlastabdeckung über zwei 2-stufige Wärmepumpen im Master-Slave-System in Kombination mit Koaxialerdsonden, Tiefe bis ca. 45 m im Schrägbohrverfahren
- Spitzenlastabdeckung über Kesselanlage mit 3 modularen Pelletkesseln (versorgen auch die weiteren Gebäude des Schulareals)
- Freie Kühlung über Erdsonden im Sommer
- für das Hallenbad wurde bereits ein Blockheizkraftwerk sowie eine thermische Solaranlage auf dem Dach des Neubaus installiert
- neue, moderne Mess- und Regelungstechnik mit webbasierter Energiemanagementsoftware
Tipps
  • Bei der Auswahl der Planungsbeteiligten sind klare Zielvorganben notwendig und alle Beteiligten müssen "an einem Strang" ziehen.
Auszeichnungen
  • 12/2009: Greenbuildung-Award - Bestes übertragbares Konzept
    verliehen von: Deutsche Energieagentur (dena)

Beispiel gemeldet:06/2014 

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