Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Förderprogramm zur nachhaltigen Erzeugung und Nutzung von Energie

Gemeinde fördert seit 1999 private Maßnahmen zur Erzeugung regenerativer Energie sowie zur Energieeinsparung.

Projektträger: Gemeinde Seefeld

Projektstandort

Seefeld

Seefeld_georeferenzierung

Kontakt

Gemeinde Seefeld
Ingo Spengler
Sachgebietsleiter Liegenschaften, Energiemanager (BVS)
Hauptstraße 42
82229 Seefeld
Tel: (08152) 791433
spengler[at]seefeld.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Durch die gemeindliche Förderung wird ein weiterer Anreiz für den Bürger geschaffen, energieeffieziente Maßnahmen am Baubestand durchzuführen. Der finanzielle Aufwand wird somit für den Bürger geringer und die Durchführung der Maßnahme kann schneller umgesetzt werden. Die Gemeinde als direkter Förderer kann rasch und relativ unbürokratisch den Maßnahmen entsprechende Fördersummen auszahlen.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 480 t / Jahr
  Energieeinsparung: 1.431.384 kWh / Jahr

Kosten: Weitere Angaben: Die durchschnittliche jährliche Bewilligung des Gemeinderates beträgt 50.000 €. Sollten die Mittel bis ca. Oktober ausgeschöpft sein, gewährt der Gemeinderat einen Nachtrag.

Beschreibung

Auslöser
Die Gemeinde Seefeld hat sich Ende der 90er Jahre auf den Weg gemacht, eine nachhaltige, umwelt- und klimafreundliche Gemeinde zu werden, sodass 1997 die Lokale Agenda 21 Seefeld gegründet wurde. Als Teil dieser arbeitete 1998/99 der Arbeitskreis "Regenerative Energie" das "Förderprogramm zur nachhaltigen Erzeugung und Nutzung von Energie im Gemeindegebiet" aus und stimmte es mit der Verwaltung ab. So wurde das Programm 1999 zum ersten Mal vom Gemeinderat bewilligt.
Durchführung
Das Förderprogramm gilt jeweils für ein Kalenderjahr und wurde seitdem jährlich auf Antrag des Arbeitskreises "Regenerative Energie" der Agenda 21 im Gemeinderat neu genehmigt. Die Förderrichtlinien und Förderhöhen für bestimmte Zielgruppen wurden dabei von Zeit zu Zeit aufgrund von praktischen Erfahrungen, aktueller gesetzlicher Vorgaben und nach dem neuesten Stand technischer Entwicklungen modifiziert. Nicht ausgeschöpfte Mittel werden dem Förderziel entsprechend für kommunale Zwecke verwendet.

Gefördert werden verschiedene Energiesparmaßnahmen von Immobilieneigentümern. Beispiele sind Maßnahmen zur Wärmedämmung, der Bau von Niedrigenergie- und Passivhäusern, der Einsatz von Thermographieaufnahmen und vieles mehr. Bedingt durch Fördermaßnamen von Bund und Land wurden im Lauf der Jahre die Schwerpunkte bei der Förderung in Seefeld variiert. Die Förderung durch dieses gemeindeeigene Programm ist auch neben anderen staatlichen Förderungen möglich, insgesamt darf aber die Mehrfachförderung nicht zu einer Überdeckung führen. Auf Wunsch werden an der Durchführung von Energiesparmaßnahmen interessierte Bürger durch den Arbeitskreis "Regenerative Energie" der Agenda 21 bzw. durch den Umweltausschuss der Gemeinde vorberaten.

Gefördert werden nur Maßnahmen, die über den von der jeweils aktuellen Energieeinsparverordnung vorgegebenen Standard hinausgehen.

Die durch das Förderprogramm erreichten Energieeinsparungen bzw. die Verringerung des CO2-Ausstoßes werden erfasst und in einer jährlichen Statistik veröffentlicht. Die Antragsteller verpflichten sich, der Gemeinde Seefeld die Verbrauchsdaten des betreffenden Objekts für den Zeitraum drei Jahre vor und drei Jahre nach der Durchführung der bezuschussten Maßnahmen mitzuteilen.

Bis einschließlich 2013 konnten durch das gemeindeeigene Förderprogramm bereits 226 Projekte durch eine Gesamtfördersumme von knapp 745.000 € finanziell unterstützt werden.

Neben den erreichten Energieeinsparungen ist noch ein weiterer Vorteil nicht von der Hand zu weisen: Ein erheblicher Teil der Maßnahmen wurde von lokalen Gewerbebetrieben ausgeführt, sodass auch die lokale Wirtschaft von dem Förderprogramm profitiert.
Tipps
  • Auf genaue Formulierungen (z. B. bei den Richtlinien) achten. Hier sollte man sich eventuell von einem Energieberater unterstützen lassen.
  • Am Jahresende Erfahrungsaustausch mit der Verwaltung über die praktische Umsetzung des Programms. Daraufhin sollten eventuell die Richtlinien und/oder der Antrag überarbeitet werden.
  • Den Gemeinderat beteiligen. Am Jahresende den Nutzen des Programms erläutern und Statistiken über die Anträge, die Maßnahmen und die ausgezahlten Fördersummen vorlegen.
Stolpersteine
  • Den Gemeinderat vom Nutzen eines gemeindlichen Förderprogramms zu überzeugen.

Beispiel gemeldet:05/2014 

Zurück zu Übersicht