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Schule wird Niedrig-Energie-Haus

Generalsanierung und energetische Modernisierung auf Passivhausstandard.

Projektträger: Stadt Königsbrunn

Projektstandort

Königsbrunn

Königsbrunn_georeferenzierung

Kontakt

Oswald Silberhorn
Energieberater / Passivhausprojektierung
Wolframstr. 19 a
86161 Augsburg
Tel: (0821) 4540550
info[at]ibos-tga.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Eine exakte, ganzheitliche und interdisziplinäre Planung, sowie eine qualifizierte Ausführung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 400 t / Jahr
  Energieeinsparung: 1.300 MWh / Jahr
  Kosteneinsparung: 75.000

Nutzen: Energie- und Kosteneinsparung beziehen sich auf den Wärmeverbrauch. Der Mehrwert des Gebäudes nach der Sanierung sind große lichtdurchflutete Klassenzimmer und Aufenthaltsbereiche wie Atrium und Pausenhalle, bei einem behaglichen und hygienischen Raum- und Lernklima für die Schüler und Lehrer sowie mit niedrigen Unterhaltskosten für die Kommune.

Kosten: Gesamtkosten: 11.000.000 Euro

Förderung: Fördergeber: KfW
Fotos
  • Sept09
  • Apr10
  • Jan10
  • Jun10
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(insgesamt 4 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die hohen Betriebskosten und die thermisch ungünstige Bauweise aus den 70er Jahren hat den Bauherrn veranlasst, detaillierte Untersuchungen zum Gebäude durchführen zu lassen. Hierbei wurde durch eine energetische Bewertung nach DIN V 18599 aufgezeigt, dass die Schwachstellen sowohl in der Gebäudehülle als auch im anlagentechnischen Bereich zu finden sind.

Dies spiegelt sich im hohen flächenbezogenen Jahresprimärenergiebedarf von ca. 250 kWh / (m2a) wider. Vergleichbare Gebäude, die nach der aktuellen EnEV 2009 neu gebaut wurden, liegen im Durchschnitt bei ca. 100 - 150 kWh/(m2a).
Neben den energetischen Aspekten ist die Sanierung ein Resultat der Erweiterung durch die steigende Zahl an Schülern und eine ohnehin fällige Modernisierung und Erneuerung alter und nicht mehr funktionstüchtiger Bauteile (wie Fenster und Beleuchtung).
Durchführung
Besonderheiten: positive Bauteam-Erfahrungen, CO2-Raumluftanalysen, Raumsimulation zum sommerlichen Wärmeschutz
Das 1967 errichtete Gymnasium mit Schwimm- und Sportstätte, in dem rund 1.500 Schüler auf ca. 11.000 qm (nur Schulgebäude) unterrichtet werden, wird derzeit unter Aufrechterhaltung des Schulbetriebs erweitert und der Bestand generalsaniert. Das Sanierungskonzept sah vor, die thermische Hülle und die Anlagentechnik zu optimieren.

Im ersten Sanierungskonzept wurde das Gebäude auf die Anforderungen des "Zukunftsstandards: EnEV 2007 Neubau - 50 %" für das Schulgebäude und "Effizienzstandard: EnEV 2007 - 30 %" für den Sporttrakt optimiert. Es konnten Fördermittel der KfW-Bankengruppe in Anspruch genommen werden, die wesentlich zur Finanzierung beitrugen.

Im Weiteren Planungsprozess wurden Untersuchungen zur CO2-Konzentration und somit zum hygienischen Befinden in den Klassenzimmer durchgeführt. Diese zeigten deutliche Überschreitungen des empfohlenen Grenzwertes für CO2-Konzentration in Klassenräumen mit 1.500 ppm - trotz vorhandener Undichtigkeiten im Gebäudebestand.

Die weiteren Überlegungen gingen demzufolge dahin, das Gebäude mit einer Lüftungsanlage auszustatten. Das ermutigte den Bauherrn dazu, die Zielvorgabe auf Passivhausstandard zu erweitern. In der Folge wurden hocheffiziente Lösungen erarbeitet. So wird z. B. die Zuluft der raumlufttechnischen Anlagen neben einer hochwirksamen Wärmerückgewinnung im Winter, im Sommer über Brunnenwasser gekühlt.

Die Anforderung "Passivhaus" erforderte ein hohes Maß an Feinabstimmung aller Gewerke und Komponenten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Planungsteams gewann damit bei diesem Projekt besondere Bedeutung. Laufende Qualitätsprüfungen im Zuge der Ausführung und eine fachlich kompetente Bauleitung geben allen Planungsbeteiligten, von der ausführenden Firma bis zum Bauherrn die Zuversicht, das hochgesteckte Ziel zu erreichen. Die bisherigen Erfahrungen veranlassten den Bauherrn diese Qualitätsansprüche als künftigen Standard für weitere Objekte vorzugeben.
Zitate
"Der viel verwendete Begriff Energieeffizienz suggeriert sofort Betriebskostenersparnis und Ressourcenschonung. Jedoch machen Dämmung und erneuerbare Energien allein den Begriff nicht aus. Vielmehr ist die interdisziplinäre und ganzheitliche Planung, die gewissenhafte Ausführung und die angemessene Nutzung und Nutzbarkeit eines Gebäudes der Schlüssel zu nachhaltiger Effizienz". (M. Kratzmeier, Projektleiter)
Tipps
  • Lassen Sie eine sorgfältige Bestandanalyse erstellen und installieren Sie ein Bauteam.
Auszeichnungen
  • Green-Building
    verliehen von: dena Pilotvorhaben

Beispiel gemeldet:11/2010 

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