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Geothermie Unterhaching - zukunftweisende Alternative zur fossilen Wärmeerzeugung

Zukunftsweisende Alternative zur fossilen Wärmeversorgung: preisstabil, umweltfreundlich und sicher.

Projektträger: Geothermie Unterhaching GmbH & Co. KG

Projektstandort

Unterhaching

Unterhaching_georeferenzierung

Kontakt

Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG
Daniela Huber
Bahnhofsweg 8
82008 Unterhaching
Tel: (089) 6659826-14
info[at]geothermie-unterhaching.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Mit dem Geothermieprojekt können in Unterhaching rund 25.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Einsparungen: CO2-Einsparung: derzeit ca. 25.000 t / Jahr

Kosten: Gesamtkosten: ca. 100 Mio. Euro
  Weitere Angaben: Stand 2018

Förderung: Kredit: ca. 41,3 Mio. Euro
  Zuschuss: ca. 9,6 Mio Euro
  Fördergeber: u.a. BMU, KfW, Freistaat Bayern
Fotos
  • Geothermieanlage Unterhaching
  • Obertägige Anlagenteile der Förderbohrung
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
In den letzten Jahren haben bereits einige Gemeinden einen mehr oder weniger großen Anteil Geothermie in ihre örtliche Wärmeversorgung integriert.

Die Gemeinde Unterhaching, im Süddeutschen Molassebecken gelegen, nutzt bereits seit 2007 dieses Geothermievorkommen in einem kommunalen Wärmenetz. 2001 beschloss der Gemeinderat, bis 2015 mindestens 50 % des örtlichen Energiebedarfs durch effizientere Systeme zu decken und entschied sich für den Bau einer Geothermieanlage.

Mit diesem Projekt ist die Gemeinde auf dem besten Weg, eine langfristige, wirtschaftliche, umweltfreundliche und lokale Energieversorgung zu erreichen. Für ihre langjährige Pioniertätigkeit rund um die Tiefengeothermie erhielten die Unterhachinger von EUROSOLAR e.V. im Jahr 2008 den Europäischen Solarpreis.
Durchführung
Auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie wurde im September 2001 der Beschluss im Gemeinderat gefasst, das Geothermieprojekt in Angriff zu nehmen. Im September 2002 folgte die Gründung der Projektgesellschaft Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG, die bis heute im 100%igen Besitz der Gemeinde Unterhaching ist. Beide Tiefenbohrungen wurden erfolgreich niedergebracht und sowohl die vorgefundenen Wassertemperaturen von über 120 °C, als auch die erreichbare Fördermenge von 150 l/s übertrafen die ursprünglichen Erwartungen bei Weitem. Durch die Erschließung dieser heimischen Wärmequelle, bietet die Gemeinde ihren Bürgern seit 2007 eine zukunftsweisende Alternative zur Wärmeversorgung mit Erdöl oder Erdgas: preisstabil, umweltfreundlich und sicher.

Angesichts der rasant gestiegenen Preise für fossile Energieträger wurde das ursprünglich auf die Stromerzeugung ausgerichtete Nutzungskonzept noch während der Planungsphase durch ein wärmegeführtes ersetzt.

So entstand ein neues kommunales Wärmenetz, das derzeit bereits ca. 60 % des örtlichen Wärmebedarfs abdeckt und weiter ausgebaut wird.Langfristig ist die Versorgung von Unterhaching zu 75% Prozent mit Fernwärme aus Geothermie (bei einer Anschlussleistung von ca. 90 MW) geplant.

Parallel zur Wärmeerzeugung wurde in Unterhaching von 2009-2017 mit der innovativen Kalina-Anlage umweltfreundlich Strom produziert und in das öffentliche Netz eingespeist.
Zitate
"Wärme aus Geothermie zu beziehen ist für alle Unterhachinger ein besonderes Privileg. Sie bietet uns und unseren Kindern Versorgungssicherheit und das gute Gefühl, aktiv etwas für unsere Umwelt zu tun." (Armin Rauscher, Geothermie-Kunde)
Stolpersteine
  • Eine Herausforderung war, die Anlagen in eine gewachsene Gemeinde zu integrieren. Kompromisse bei Standortentscheidungen waren notwendig. Besonders durch das erheblich vergrößerte Wärmenetz sind die Investitionskosten im Projektverlauf beträchtlich gestiegen. Dabei hat ein kommunaler Träger den Vorteil, langfristig orientiert investieren zu können.
  • Durch den steigenden Energiebedarf für das kommunale Fernwärmenetz blieb immer weniger Wärmeenergie für die Stromerzeugung übrig. Daher und weil die technische Verfügbarkeit der Stromerzeugungsanlage seit längerem unterhalb der kritischen Schwelle lag, wurde das Kalina-Stromkraftwerk Ende 2017 dauerhaft außer Betrieb genommen.
Auszeichnungen
  • 04/2009: Ausgewählter Ort 2009
    verliehen von: Deutschland - Land der Ideen (Bundesregierung / BDI)
  • 12/2008: Europäischer Solarpreis
    verliehen von: EUROSOLAR e.V.

Beispiel gemeldet:03/2011
zuletzt aktualisiert:07/2018

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