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Bonussystem für Ökobaugebiet Deglholz

Gemeinde finanziert freiwillige Maßnahmen mit bis zu 5.000 Euro.

Projektträger: Gemeinde Ascha

Projektstandort

Ascha

Ascha_georeferenzierung

Kontakt

Wolfgang Zirngibl
1. Bürgermeister Gemeinde Ascha
Straubinger Straße 3
94347 Ascha
Tel: (09961) 701388
wolfgang.1bm[at]t-online.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
es fließt teilweise mehr Geld zurück in Form von z. B. eingesparter Energie, als investiert wird

Nutzen: Aktiver Umweltschutz durch Verminderung des CO2-Ausstoßes durch den vermehrten Einsatz regenerativer Energien; Stärkung des Umwelt- bzw. Nachhaltigkeitsbewußtseins der Bürger

Kosten: Gesamtkosten: 47.500 Euro
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(insgesamt 3 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Auslöser dieses Baugebietes "WA Deglholz" mit Ökobonussystem war das Bestreben der Gemeinde Ascha, die Zukunft der Gemeinde im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten und alternative Strategien zur Energieerzeugung aufzuzeigen und umzusetzen.

Seitens der Gemeinde wurden für dieses spezielle Baugebiet die entsprechenden Rahmenbedingungen durch eine durchgeführte solarenergetische Untersuchung geschaffen, wodurch auch die Häuserstellung im Baugebiet optimiert werden konnte.

Die Gemeinde Ascha beschäftigte sich bei der Baugebietsausweisung hauptsächlich mit der Thematik Energieeinsparung, standortgerechte Bebauung, Nachhaltigkeit und ökologische Verträglichkeit. Zusammen mit dem örtlichen Landschaftsplanungsbüro MKS Architekten - Ingenieure wurde der Bebauungsplan mit Ökobonuskatalog entwickelt.
Durchführung
Für das Baugebiet "WA Deglholz" wurde der Anschluss an ein Nahwärmenetz vorgesehen und kombiniert mit erneuerbaren Energien ein sog. Ökopaket entwickelt, welches dem Bauwerber in Abhängigkeit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen aus diesem Paket den Kaufpreis nachträglich in Teilbereichen reduziert.

Im Rahmen dieses speziellen Bonussystems können die Bauherren für zusätzliche, freiwillige Maßnahmen eine Förderung von bis zu 5.000 Euro beantragen. Konkret werden folgende Maßnahmen bezuschusst:
  • passive Solarnutzung (10 % der Fördersumme)
  • Regenwassernutzung (15 % der Fördersumme)
  • Sonnenkollektoren (10 % der Fördersumme)
  • Nahwärmeanschluss (10 % der Fördersumme)
  • Niedrigenergiehaus / Wärmeschutzfenster (25 % der Fördersumme)
  • naturnaher Garten (5 % der Fördersumme)
  • geringe Bodenversiegelung (10 % der Fördersumme)
  • Wärmerückgewinnung (5 % der Fördersumme)
  • Wärmepumpe (10 % der Fördersumme)

Das Ökopaket basiert auf 2 Säulen: Leistungen der Gemeinde auf der einen Seite sowie Auflagen, die der Bauwerber erfüllen muss, wenn er den Preisaufschlag zurückerstattet bekommen will.
Auszeichnungen
  • 1. Preis Bayerischer Agenda-Wettbewerb 2009 (Einzelprojekte)
    verliehen von: Bayerisches Umweltministerium

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