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Ernte von Ökostrom auf ehemaligen Altlastenstandort

PV-Freiflächenanlage auf ehemaliger Hausmülldeponie erzeugt über 800 MWh Strom pro Jahr.

Projektträger: ZAK Abfallwirtschaft GmbH

Projektstandort

Waltenhofen

Waltenhofen_georeferenzierung

Kontakt

Andreas Breuer
Dieselstraße 9
87437 Kempten
Tel: (0831) 2528271
andreas.breuer[at]zak-kempten.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Einsparung von 430 Tonnen CO2 im Jahr

Einsparungen: CO2-Einsparung: 430 t / Jahr
  Energieeinsparung: 831 MWh / Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 1.500.000 Euro

Beschreibung

Auslöser
Der Hauptauslöser für die Errichtung der Photovoltaikanlage Herzmanns waren die guten Ertragsaussichten durch die Einspeisung des Stroms ins Netz, da der Solarpark auf einer ehemaligen Deponie errichtet wurde und somit als Konversionsfläche mit einem höheren Vergütungssatz bedacht wurde. Dadurch profitieren nicht nur der Betreiber, die ZAK Abfallwirtschaft GmbH, sondern auch deren Kunden: durch die erzielten Gewinne können die Preise für Müllentsorgung und Fernwärme für die Kunden der ZAK Abfallwirtschaft niedrig gehalten oder sogar gesenkt werden.
Durchführung
Auf dem betreffenden Grundstück wurde früher Kies abgebaut. Wie damals häufig geschehen, wurde die entstandene Geländevertiefung mit Müll verfüllt. Von 1965 bis 1984 wurde am Standort offiziell eine Hausmülldeponie betrieben. Die ehemalige Deponie wurde nach ihrer Stilllegung abgedeckt und rekultiviert. Bis zum Bau der Photovoltaikanlage lag die Fläche fast 20 Jahre brach. Die Anlage wurde auf 3,2 Meter langen Betonfundamenten gegründet, um nicht in den Untergrund eingreifen zu müssen.

Die Anlage wurde innerhalb eines Jahres verwirklicht. Projektstart war im März 2011 und die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte im Oktober 2011. Der Anlagenbau wurde von einem Generalunternehmer übernommen.

Der Solarpark Herzmanns besteht aus rund 2.600 Modulen mit einer Fläche von 4.384 Quadratmetern. Die Module sind auf 122 Tischen in 13 Reihen angeordnet. Mit der Anlage auf einer Fläche von 14.300 Quadratmetern können ca. 830 MWh/Jahr elektrischer Strom erzeugt und eingespeist werden. Dadurch können im Jahr ungefähr 430 t CO2 eingespart werden. Somit hat die Anlage nicht nur Vorteile für die Kunden der ZAK Abfallwirtschaft, sondern trägt auch zur Reduzierung des CO2-Ausstosses bei.
Zitate
"Vor mittlerweile 20 Jahren haben wir hier eine Hausmülldeponie mit Millionenaufwand rekultiviert. 20 Jahre später kann hier nicht Gras, sondern Ökostrom geerntet werden, und das übers ganze Jahr." (Gebhard Kaiser, Landrat)
Tipps
  • Anderweitig praktisch nicht nutzbare Fläche kann einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden
  • Gewinne aus der Solaranlage senken die Gebühren der Bürger

Beispiel gemeldet:05/2012 

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