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Verwaltungsgebäude deckt Teil seines Energiebedarfs über Geothermie

Heizen und Kühlen mit Grundwasser auf einer ehemaligen Altlast.

Projektträger: Fay Projects GmbH

Projektstandort

Regensburg

Regensburg_georeferenzierung

Kontakt

Herr Meyer
Wilhelm-Leuschner-Straße 79
60329 Frankfurt am Main
Tel: (069) 450019500
cunar.meyer[at]fay.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Einsparung von ca. 800 Tonnen CO2 im Jahr

Einsparungen: CO2-Einsparung: ca. 800 t / Jahr

Nutzen: ca. 537 MWh Wärme und 1.132 MWh Kälte pro Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 124.400 Euro
Fotos
  • E.ON Firmenzentrale Regensburg
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Nachhaltigkeit sowie wirtschaftliche und energetische Effizienz standen im Mittelpunkt der Planungen zum Neubau eines E.ON-Verwaltungsgebäudes in Regensburg. Als ein Baustein sollten erneuerbare Energien zur Beheizung und Kühlung des Gebäudes eingesetzt werden. Die Bauherren und ausführenden Firmen waren sich einig, dass sich die Investition nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch unter wirtschaftlichen Aspekten rechnet.
Durchführung
Teile des 1,7 Hektar umfassenden Grundstücks wurden von 1936 bis zum Ende des zweiten Weltkriegs von den Messerschmitt-Flugzeugwerken genutzt. Die vorhandenen Gebäude wurden abgebrochen und auf Grund von nutzungsbedingten Schadstoffbelastungen fachgerecht entsorgt. Da der Boden ebenfalls durch nutzungsbedingte Schadstoffe kontaminiert war, wurde dieser ausgehoben und entsorgt. Vor Projektbeginn war das Gelände altlastenfrei.

Um die geothermische Leistungsfähigkeit des Untergrundes zu ermitteln, sollte zunächst eine Pilotbohrung als Erdwärmesonde ausgebaut und ein Leistungstest durchgeführt werden. Auf Anraten des begleitenden Ingenieurbüros wurde als Energiequelle jedoch nicht die Erdwärme, sondern die Wärmkapazität des Grundwassers anvisiert. Die Testbohrung zur Ermittlung der gewinnbaren Grundwassermengen wurde als Brunnen ausgebaut und weitergehende Untersuchungen (Bohrlochgeophysik, Leistungspumpversuch, Berechnung der hydraulischen Parameter des Aquifers und Bewertung des geothermischen Potenzials) vorgenommen.

Das Grundwasser wurde über eine Wärmepumpenanlage nutzbar gemacht. Mit ihr sollte rechnerisch ein Heizbedarf von ca. 537 MWh/a sowie ein Kühlbedarf von ca. 1.132 MWh/a gedeckt werden. Nach Inbetriebnahme der Anlage konnte die gewünschte Leistungsfähigkeit nicht erzielt werden. Im Zustrombereich der Wärmepumpe befindet sich ein weiterer großer Grundwasserabnehmer. Es wird derzeit vermutet, dass sich die beiden Wasserentnahmen beeinflussen und somit die Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe verringert wird. Die Wärmepumpenanlage wird aktuell optimiert.
Zitate
Auch in ökologischer Hinsicht ist das Gebäude ein Vorzeigeobjekt in Ostbayern. (Wolfgang Heid, Sprecher der Geschäftsführung der Fay Projects GmbH)
Auszeichnungen
  • Vorzertifizierung Gold
    verliehen von: DGNB

Beispiel gemeldet:06/2012 

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