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Integriertes Klimaschutzkonzept

Der Landkreis Kulmbach stellte sich als einer der ersten Landkreise überhaupt dieser anspruchsvollen Aufgabe.

Projektträger: Landkreis Kulmbach

Projektstandort

Kulmbach

Kulmbach_georeferenzierung

Kontakt

Ingrid Flieger
Abfallberatung / Klimaschutz
Konrad-Adenauer-Str. 5
95326 Kulmbach
Tel: (09221) 707-151
flieger.ingrid[at]landkreis-kulmbach.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Das Klimaschutzkonzept beinhaltet einen detaillierten Maßnahmenkatalog zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes

Nutzen: Prognostizierte CO2-Einsparung über den Betrachtungszeitraum von 1990 bis 2020 von ca. 18 %.

Kosten: Weitere Angaben: Der Personalaufwand ist geschätzt und nicht detailliert festgehalten worden.

Förderung: Zuschuss: 67.173 Euro
  Fördergeber: Bundesumweltministerium

Beschreibung

Auslöser
Auslöser für das Projekt war der Start der beispielhaften Klimaoffensive des Landkreises Kulmbach, die mit einstimmigem Beschluss des Kreistages im Juli 2007 ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, alle bisherigen Projekte und Aktionen im Bereich Klimaschutz, die der Landkreis seit Jahren initiiert hat, zu bündeln. Hierfür wurden auch ein Klima-Rat und die Klima-Leitstelle installiert.

Um den aktuellen Energieverbrauch im Landkreis und die möglichen Trends seiner zukünftigen Entwicklung zu ermitteln sowie die nötigen Einsparpotenziale zu identifizieren, hat der Landkreis Kulmbach ein integriertes Klimaschutzkonzept in Auftrag gegeben.

Es wurde von der ENERGIEregion GmbH (Nürnberg) gemeinsam mit der Energieagentur Oberfranken GmbH (Kulmbach) und der GEM Gesellschaft für Energieberatung und -management mbH (Gräfenberg) erstellt.

Das integrierte Klimaschutzkonzept wurde durch das Bundesumweltministerium (BMU) gefördert.
Durchführung
Mit dem Klimaschutzkonzept erhält der Landkreis Kulmbach einen Klimaschutzfahrplan bis zum Jahr 2020.

Das Konzept enthält eine Bilanzierung der Energieverbräuche seit 1990 und der damit verbundenen CO2-Emissionen differenziert nach Energieträgern und Sektoren (Verkehr, Privathaushalte, kommunale und landkreiseigene Liegenschaften, Industrie und Gewerbe). In einer Trendfortschreibung bis zum Jahr 2020 wird die weitere Entwicklung unter anderem mit den Potenzialen zur Energieeinsparung und zum Ausbau erneuerbarer Energien dargestellt.

In einem Maßnahmenkatalog haben wir unsere bisherigen Aktivitäten zusammengefasst und gleichzeitig neue Ideen und Maßnahmen für die Zukunft aufgezeigt.

Auf dieser Grundlage konnten wir nun ein realistisches Klimaziel definieren, welches im Klimaschutzkonzept beschrieben ist. Die Ergebnisse zum Energieverbrauch und die für das Jahr 2020 können auch als Basis für die Überprüfung der im Rahmen des Beitrittes zum Klima-Bündnis e.V. gesetzten Energieziele herangezogen werden. Hier ist als langfristiges Ziel u.a. eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 2,5 Tonnen pro Einwohner und Jahr vorgesehen.

Die Erstellung des Konzepts wurde unter dem Stichwort "Klimaschutz schafft Bürgersinn" von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit begleitet (Vorträge, Newsletter, etc.).
Zitate
"Auch wir als Landkreis sind dazu verpflichtet, verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, unseren Enkelkindern eine Welt zu bewahren, wie wir sie heute kennen. Nur wer über die bestehende Situation gut informiert ist, kann auch vorausschauend die zur Verfügung stehenden Mittel verantwortungsvoll und effizient einsetzen." (Klaus Peter Söllner, Landrat)
Tipps
  • Die Öffentlichkeitsarbeit (Vorträge, Newsletter, etc.) sollte bereits vor der Datenerfassung in den einzelnen Kommunen beginnen. Der Zuwendungsempfänger muss einen Zwischen- und Schlussbericht erstellen - der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen! Insgesamt muss man sich als Zuwendungsempfänger auf einen hohen Zeitaufwand für die Erfüllung der Richtlinien des Bundes einstellen.
Stolpersteine
  • Der Zeitaufwand für die Erfüllung der Richtlinien des Bundes seitens des Zuwendungsempfängers ist intensiv und wurde von uns unterschätzt. Hier wären realistische Angaben bei Projektstart hilfreich gewesen. Damit konnten wir allerdings nicht rechnen, weil wir einer der ersten Landkreise überhaupt waren, der die BMU-Förderung für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes erhalten hat.

Beispiel gemeldet:02/2012 

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