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Stromdiät - runter mit den KILOWattS

Mit zwei Augsburger Stromsparkampagnen in den Jahren 2005/2006 und 2009/2010 wurden Handlungsmöglichkeiten zum Strom sparen anschaulich und öffentlichkeitswirksam dargestellt.

Projektträger: Stadt Augsburg

Projektstandort

Augsburg

Augsburg_georeferenzierung

Kontakt

Umweltamt Augsburg
Ralf Bendel
An der Blauen Kappe 18
86152 Augsburg
Tel: (0821) 324-7322
umweltamt[at]augsburg.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Die teilnehmenden Haushalte senken auf Dauer ihren Stromverbrauch.
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Überschaubarer Mitteleinsatz für den Start 2005 mit zehn Haushalten. Kosten für die Materialien schwer kalkulierbar.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 6,4 t / Jahr
  Energieeinsparung: 10.701 kWh / Jahr
  Kosteneinsparung: 566 € / Jahr

Nutzen: Obige Einsparungen beziehen sich auf die zehn ausgewählten Haushalte der Stromsparkampagne 2005/2006.

Kosten: Gesamtkosten: 5.000 Euro
  Weitere Angaben: Die Kosten beziehen sich nur auf den Zuschuss für die Haushalte der ersten Stromsparkampagne. Die Personalkosten der sehr zeitintensiven Materialienerstellung wurden nicht quantifiziert.
Fotos
  • Messgerät und Praxisanleitung sind die Grundausstattung für die Stromdiät; Ralf Bendel
  • Schaltbare Steckdosenleisten erleichtern die Stromdiät; Ralf Bendel
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
1994 führte die hessenEnergie zusammen mit dem Hessischen Rundfunk (hr1) eine Stromsparaktion unter dem Motto "25 % weniger Strom mit 1.000 DM" durch. Die Energieagentur untersuchte für zehn interessierte hessische Haushalte deren wirtschaftliches Stromsparpotenzial. Anschließend investierte jeder Haushalt ca. 1.000 DM in stromsparende Maßnahmen.

Die Augsburger Stromdiät 2005/2006 orientierte sich zum einen an der Konzeptidee der hessenEnergie – zehn ausgewählte Haushalte sollen in stromsparende Technik investieren. Zum anderen wurden aber völlig neue Schwerpunkte gesetzt.

Projektträger: Umweltamt der Stadt Augsburg, Abteilung Klimaschutz; Stadtwerke Augsburg Energie GmbH, Energieberatung
Durchführung
Ein wesentliches Hindernis für einen optimalen Stromeinsatz in Privathaushalten sind mangelnde Kenntnisse und eine falsche Produktwahl.

Mit der Augsburger Stromsparkampagne 2005/2006 wurden Handlungsmöglichkeiten zum Strom sparen anschaulich und öffentlichkeitswirksam dargestellt. Aus interessierten Haushalten wurden zehn ausgewählt, die neben einer Beratung in ihrem eigenen Haushalt auch noch einen finanziellen Zuschuss zur Anschaffung von stromsparenden Geräten (jeweils 80 %, maximal 500 Euro) erhielten. Es sollte an den ausgewählten Haushalten öffentlich – für andere Haushalte nachahmenswert – aufgezeigt werden, dass sich Investitionen in Energiespartechnik schnell amortisieren.

Betont wurde zusätzlich das Thema "Stromsparen durch Verhaltensänderungen". Für die zehn Haushalte fand hierzu zusätzlich ein Info-Treffen statt. Für Nachahmer steht ein ausführlicher Projektbericht zur Verfügung. Auch die Materialien können mit Quellenangabe übernommen und eventuell an die eigenen Verhältnisse angepasst werden.

In einer weiteren Runde 2009/2010 wurde der EU-"Glühlampenausstieg" als Impuls zur Stromdiät-Kampagne genutzt. Hierfür wurden ergänzende Materialien erstellt und die Praxisanleitung wurde überarbeitet. Gesucht wurden diesmal 50 Haushalte, die Stromkunden der Stadtwerke Augsburg sein mussten. Gegen eine Schutzgebühr von 29,90 Euro kamen die Energieberater der Stadtwerke in den Haushalt und suchten professionell nach Strom- und Wassersparmöglichkeiten. Zusätzlich wurde in jedem Haushalt die Heizungseinstellung überprüft und bei Bedarf erläutert und optimiert.
Zitate
"Mit der Praxisanleitung und einem Strommessgerät habe ich meinen Haushalt systematisch nach Stromsparmöglichkeiten durchforstet. 10 % weniger Strom sind bei mir einfach zu erreichen." (O-Ton eines teilnehmenden Haushaltes)
Tipps
  • Die Konzeptidee der hessenEnergie wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt und mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt. Es ist sinnvoll, sich auf einen Umsetzungsschwerpunkt zu konzentrieren. Wie in der 2. Auflage der Stromdiät kann man auch aktuelle Vorgaben als Impuls nutzen (z. B. Öko-Designverordnung).
Stolpersteine
  • Die Bereitstellung von aktuellen Materialien ist wichtig. Für die Erstellung muss vorab genügend Zeit eingeplant werden.

Beispiel gemeldet:12/2011
zuletzt aktualisiert:07/2014

Links und Downloads

Projektbericht Stromdiät

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