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Solarkataster und Solarportal Fürstenfeldbruck - Solarenergie verstärkt nutzen!

Kostenlose Möglichkeit für Bürger, sich einfach und online über das Solar-Potenzial ihres Daches zu informieren.

Projektträger: Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck

Projektstandort

Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck_georeferenzierung

Kontakt

Anja Aschenbrenner
Klimaschutz- und Energiebeauftragte der Stadt Fürstenfeldbruck
Hauptstr. 31
82256 Fürstenfeldbruck
Tel: (08141) 281-4117
anja.aschenbrenner[at]fuerstenfeldbruck.de

Nutzen und Kosten

besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Analyse und Umsetzung im Internet kann an Externe in Auftrag gegeben werde; phasenweise zeitintensiv
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
wenn Daten Laserscanbefliegung vorhanden: Solarpotenzial- Analyse und Umsetzung/Darstellung Internet zu finanzieren.

Nutzen: Wenn auf allen potenziell geeigneten Dächern in Fürstenfeldbruck (Ertrag pro installierte Leistung mehr als 601 kWh / kWp) PV-Anlagen installiert werden, könnten ca. 36.500 t / Jahr CO2-Emissionen eingespart werden. Auch wenn diese Annahme in der Praxis realistisch nicht zu erreichen ist, soll die aktuelle Einsparung an CO2-Emissionen pro Jahr von 990 t durch neue Solarthermie- und PV-Anlagen weiter erhöht werden.

Kosten: Gesamtkosten: 15.000 Euro
  Weitere Angaben: Daten der Laserscanbefliegung aus dem Jahr 2004 sowie ein daraus berechnetes 3D-Gebäudemodell lagen bereits bei der Stadt Fürstenfeldbruck vor.
Fotos
  • Solarkataster FFB - Eignung der Dachflächen
  • Legende Solarkataster FFB
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Der im März 2011 fertig gestellte Energienutzungsplan Fürstenfeldbruck zeigt, dass von allen verfügbaren erneuerbaren Energien im Stadtgebiet die Solarenergie mit das größte Potenzial hat, den Wärmebedarf über Solarthermie und den Strombedarf über Photovoltaik (PV) zu decken.

2010 deckte die Stromerzeugung aus PV-Anlagen im Stadtgebiet über das Jahr gerechnet ca. 1,5 % des Strombedarfs. Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke liegt dieser Anteil bereits bei über 12 %. Um den Anteil der Solarenergienutzung im Stadtgebiet zu erhöhen, beschlossen Stadt und Stadtwerke im Frühjahr 2011, das Solarkataster zu erstellen.

Ziel des Solarkatasters ist, die Bürger auf das Potenzial ihrer Dächer zur solaren Nutzung (Solarthermie und/oder PV) aufmerksam zu machen und diese Informationen kostenlos und einfach zur Verfügung zu stellen.

Die Solar-Potanzial-Analyse wurde von der Firma smart geomatics GbR durchgeführt. Das Solarkataster ist in den online Stadtplan integriert. Zusätzlich wurde ein eigenes online Solarportal Fürstenfeldbruck mit allen Hintergrundinformationen zum Solarkataster erstellt. Das Solarkataster und Solarportal wurde der Presse und drei Tage später auf den Energietagen Fürstenfeldbruck 2011 allen interessierten Bürgern auf einem Stand vorgestellt
Durchführung
Im Solarkataster (SK) sind die Dachflächen farbig gekennzeichnet, wenn sie prinzipiell für Photovoltaik (PV) sehr gut, gut oder bedingt und/oder für Solarthermie geeignet sind. Dächer, für die keine Ergebnisse vorliegen, sind gesondert gekennzeichnet.

Über eine Adresseingabe oder das Einzoomen in den Stadtplan können Hauseigentümer ihr Dach gezielt suchen. Ob das gesuchte Gebäude unter Denkmal- oder Ensembleschutz steht, kann sich der Besucher über einen eigenen Layer anzeigen lassen.

Unter der Kategorie PV öffnet sich mit einem Klick auf eine Dachfläche ein Fenster mit Angaben zur Größe (m2), Neigung (°) und Ausrichtung der geeigneten Dachfläche sowie auf Basis einer Muster-PV-Anlage zur potenziell installierbaren Leistung (kWp), zum Jahresertrag (kWh / a), Ertrag pro installierte Leistung (kWh / kWp) sowie die jährlichen Einsparungen an CO2-Emissionen (t / a).

Die kommerzielle Nutzung des SK ist untersagt. Erschwert wird diese, da die Eignung der Dächer nur in den drei höchsten Zoomstufen zu sehen ist.

Hintergrundinformationen zum SK finden sich im Solarportal Fürstenfeldbruck.

Datengrundlage: Die Berechnung des Solarpotenzials basiert auf einem 3D-Gebäudemodell der Stadt Fürstenfeldbruck. Dieses wurde aus den Daten der Laserscanbefliegung aus dem Jahr 2004 erstellt. Die Ergebnisse geben eine erste Einschätzung über das Solarpotenzial der Dachflächen.

Da das Gebäudemodell weder die Realität exakt widerspiegelt noch Aussagen über z. B. die Statik eines Daches zulässt, ersetzt das SK nicht die Fachfirma und -beratung vor Ort.

Neben dem 3D-Gebäudemodell wurden die digitale Flurkarte für den Gebäudebestand, ein Adressdatensatz für die Adresssuche sowie Orthophotos zur Überprüfung der Ergebnisse herangezogen. Es wurden alle Gebäude berücksichtigt, die eine Grundfläche von mind. 40 m2 aufweisen.

Berechnung: Aus dem Gebäudemodell wurden die Größe, Ausrichtung und Neigung der Dachflächen errechnet. Alle zusammenhängenden Dachflächen in Ausrichtung Ost-West mit mindestens 10 m2 für Solarthermie und mindestens 20 m2 für PV wurden berücksichtigt. Mittels einer ganzjährigen Einstrahlungsanalyse wurden Abschattungseffekte und die um die Abschattungseffekte korrigierte effektive solare Einstrahlung in kWh / m2 / a ermittelt. Das SK ist in den online Stadtplan eingebunden.
Tipps
  • Prüfen, ob bereits Laserscandaten oder digitales 3D-Gebäudemodell vorliegen.
  • Lizenzen zur Nutzung der digitalen Daten (DLK, Orthophotos etc.) zur Darstellung im Internet prüfen (Landesvermessungsamt) und ggf. kaufen.
  • Für die Solar-Potenzial-Analyse und die Darstellung des Solarkatasters im Internet ein Unternehmen beauftragen, dass entsprechendes Know-How bei Analyse UND im Bereich Solarenergie aufweist.
  • Bez. Datenschutz und Widerspruchsrecht/-erklärung transparent die Öffentlichkeit informieren.
Stolpersteine
  • Die Umsetzung/Darstellung des Solarkatasters (shape-File) im online Stadtplan erforderte eine zeitintensive fachliche Begleitung seitens der Stadt/Stadtwerke.Hier wird empfohlen, zu prüfen, ob das eigene GIS der Kommune webfähig ist, und darüber das Solarkataster online gestellt kann.Falls nicht, sollte eine Firma für die Umsetzung des Solarkatasters in einem Webportal beauftragt werden, die hierfür das fachliche Know-How anhand mehrerer Referenzen aufweist. Kann Personalaufwand bei Kommune reduzieren.

Beispiel gemeldet:10/2011
zuletzt aktualisiert:11/2017

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