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Energiemanagement für landkreiseigene Gebäude

Energie sparen und Energieeffizienz steigern durch planvolles Vorgehen.

Projektträger: Landkreis Passau

Projektstandort

Passau

Passau_georeferenzierung

Kontakt

Peter Ranzinger
Klimaschutzbeauftragter
Domplatz 11
94032 Passau
Tel: (0851) 397-440
peter.ranzinger[at]landkreis-passau.de

Nutzen und Kosten

besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Die meisten Maßnahmen können innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden und führen auch zu schnellen Erfolgen.
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Durch die Förderung des BMU ist nur ein geringer Kapital- einsatz nötig und großer Erfolg, schnelle Amortisation.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 395 t / Jahr
  Energieeinsparung: 1.133 MWh / Jahr
  Kosteneinsparung: 72.000

Kosten: Gesamtkosten: 167.000 Euro

Förderung: Zuschuss: 133.000 Euro
  Fördergeber: Klimaschutzinitiaitive BMU
Fotos
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Der Landkreis Passau machte die ersten Schritte auf dem Weg zur Zertifizierung nach EMAS und führte eine Umweltprüfung durch, um die aktuelle Situation des Landkreises zu dokumentieren und eine Basis für die Umweltpolitik zu schaffen, die für den EMAS-Prozess nötig ist.

Durch die Umweltprüfung wurde das Energiespar-Potenzial der landkreiseigenen Gebäude aufgedeckt. Daraus entwickelte sich das Projekt zum Aufbau eines "integrierten Klimaschutz- und Energiemanagements" für die Liegenschaften des Landkreises Passau (acht Schulen, drei Verwaltungsgebäude, drei Bauhöfe und vier Sondergebäude).

Zur fachlichen Unterstützung beauftragte der Landkreis ein externes Büro für Energiemanagement. Die Projektgruppe "Öko-Audit" fungierte für den Landkreis als Steuerungsgruppe und Koordinator für das Energiemanagement und traf alle notwendigen Entscheidungen.

Der Landkreis Passau war der erste Landkreis Niederbayerns, der ein Energiemanagement für alle landkreiseigene Gebäude einführte.
Durchführung
Das vom Landkreis Passau beauftragte Fachbüro analysierte alle Liegenschaften des Landkreises. Die Bestandsaufnahme beschränkte sich dabei nicht nur auf den Energieverbrauch und die technischen Anlagen der Gebäude, sondern umfasste auch deren energetischen Zustand. Auf Basis dieser Daten arbeitete das Fachbüro Verbesserungsvorschläge aus, die mit unterschiedlichen Investitionen (keine, geringe, größere) verbunden sind.

Das Landratsamt Passau entschied, diejenigen Maßnahmen schnellstmöglich zu realisieren, die nicht mit Investitionen verbunden sind. Im Mittelpunkt standen vor allem Schulungen für die Nutzer und die Hausmeister der Gebäude.

Außerdem wurde die Energieeffizienzkampagne "E-Motion" des Landkreises ins Leben gerufen. Diese soll alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anspornen, etwas zu bewegen. "E" steht dabei für Energie, aber auch für Effizienz, Emission, Engagement sowie für Einsparung, Euros und Erfolg. Motion steht für Bewegung im Denken und Bewusstsein. Und ohne Emotionen werden wir nichts bewirken.

Darüber hinaus wurden einige Maßnahmen, die nur geringe Investitionen erfordern, realisiert, z. B. der hydraulische Abgleich der Heizungen und die Installation automatischer Messzähler in den Schulgebäuden. Zusammen mit der Kreispolitik wurde für die nächsten Jahre eine Prioritätenliste der Maßnahmen erstellt, die mit größeren Investitionen verbunden sind, z. B. die Dämmung der Gebäude sowie die Installation von Solarthermie- und Photovoltaikanlagen. Von diesen Maßnahmen wurde bisher eine Hackschnitzelheizung umgesetzt. 2011 soll eine Photovoltaikanlage folgen.

Diese Ziele wurden bisher erreicht:
  • Den Energieverbrauch reduzieren und fossile Ressourcen schonen.
  • Den CO2-Ausstoß reduzieren.
  • Dank der Schulungen, nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Energie bewusster.
  • Die Energiekosten reduzieren.

Tipps
  • Die Nutzer der Gebäude frühzeitig einbinden, da diese den Energieverbrauch eines Gebäudes durch ihr Nutzerverhalten beeinflussen.
  • Vor dem Projektstart Informationen über bestehende Softwarelösungen und Informationen über die technischen Möglichkeiten von Messzählern einholen.
  • Frühzeitig über geeignete Messzähler und die Möglichkeiten der Visualisierung von Verbrauchswerten informieren.
Stolpersteine
  • Bei der Bestandsaufnahme gleich das Aufmaß der Gebäude und Räume durchführen, damit digitale Pläne erstellt werden können (erspart später viel Aufwand).
  • Wenn die automatische Auslesung durch Messzähler erfolgt, sollten für einen gewissen Zeitraum parallel Ablesungen durchgeführt werden, damit die Datengenauigkeit erhöht wird.

Beispiel gemeldet:06/2011
zuletzt aktualisiert:03/2016

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