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Biomasseheizung für Kemmelpark

Ein 16 ha großes Baugebiet wird über eine Hackschnitzelfeuerung beheizt.

Projektträger: Markt Murnau am Staffelsee

Projektstandort

Murnau

Murnau_georeferenzierung

Kontakt

Helmut Hackl
Technischer Werkleiter
Viehmarktplatz 1
82418 Murnau
Tel: (08841) 4892916
info[at]gw-murnau.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Das Geld für die Hackschnitzel bleibt in der Region.
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Nachdem der Kesseltyp festgelegt war, war eine zügige Umsetzung möglich.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 1.050 t / Jahr
  Kosteneinsparung: 90.000

Kosten: Gesamtkosten: 2.200.000 Euro

Förderung: Zuschuss: 181.360 Euro
  Fördergeber: Technologie und Förderzentrum Straubing (TFZ)
Fotos
  • Biomasseheizung der Wohnanlage Kemmelkaserne
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Der Markt Murnau erwarb das Gelände der ehemaligen Kemmelkaserne und nutzte es im Rahmen der städteplanerischen Neuordnung um. Heute ist der Kemmelpark ein Wohn- und Gewerbegebiet.

Der Gemeinderat entschied, das bestehende Fernwärmenetz der ehemaligen Kaserne beizubehalten und durch eine Holzhackschnitzelheizung zu ergänzen.
Durchführung
Die Gemeindewerke Murnau übernahmen die bestehende Zentrale Versorgungsanlage mit zwei fossil befeuerten Heizkesseln und das Fernwärmenetz. Sie ergänzten die Versorgungsanlage mit einer Holzhackschnitzelheizung und bauten das Fernwärmenetz weiter aus.

Um die Belieferung der Biomasseheizung mit Holzhackschnitzeln sicherzustellen, schlossen die Gemeindewerke Murnau einen Liefervertrag mit einer bäuerliche Hackschnitzel-Liefergesellschaft ab. Diese beliefert die Biomasseheizung ausschließlich mit reinen Waldholz-Hackschnitzeln aus der Region.

Die Holzhackschnitzelheizung trägt heute die Hauptheizlast. Die beiden mit Gas oder Öl betriebenen Heizkessel decken nur noch die Spitzenlast ab.
Zitate
"Der hohe ökologische Nutzen liegt in der unbestrittenen CO2-Neutralität des Brennstoffes Holz in zwingender Verbindung der Beschaffung aus einer regionalen nachhaltigen Forstwirtschaft. Die hiermit einher gehenden volkswirtschaftlichen Vorteile der Wertschöpfung in der unmittelbaren Region heben diese Technologie zu einem schlüssigen nachhaltigen ökonomischen System." (Jörg Grünbauer, Hauptplaner und Ersteller der Studie zu diesem Projekt)
Tipps
  • Es ist empfehlenswert, ein Ersatzteillager für Verbrauchsmaterial anzulegen. So können kleinere Wartungsarbeiten und Reparaturen schnell und kostengünstig erledigt werden.
  • Ab einer gewissen Kesselleistung ist es sinnvoll, verschiedene Anlagenteile (insbesondere die Kesselkreispumpe und die Fernwärme-Netzpumpe) über eine Notstromversorgung abzusichern.
Stolpersteine
  • Bereits bei der Planung der Heizzentrale daran denken, dass in einigen Jahren vielleicht ein defekter Kessels ausgetauscht werden muss. Das betrifft insbesondere die Leitungsführung in der Heizzentrale.

Beispiel gemeldet:03/2011 

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