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Biomassevergasung - der effizientere Beitrag zur klimaneutralen Energiebereitstellung

Durch Einsatz von Biomassevergasung sind höhere Wirkungsgrade möglich, als bei konventioneller Verbrennung von Biomasse.

Projektträger: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Projektstandort

Weidenbach

Weidenbach_georeferenzierung

Kontakt

Prof. Dr. Rudolf Huth
Projetleiter
Steingruberstraße 2
91746 Weidenbach
Tel: (09826) 654-214
rudolf.huth[at]hswt.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Biomasse wird nicht nur thermisch, sondern auch motorisch zur Stromerzeugung genutzt

Nutzen: Mit dem Verfahren der Biomassevergasung wird ein Beitrag zur klimaneutralen Energiebereitstellung geleistet.

Kosten: Weitere Angaben: Das Projekt wird gefördert durch Stadtwerke Rosenheim (84.000 Euro) sowie dem Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (60.000 Euro).

Förderung: Zuschuss: 144.000 Euro
  Fördergeber: Stadtwerke Rosenheim sowie Bayer. Landwirtschaftsministerium

Beschreibung

Auslöser
Die Stadtwerke Rosenheim entwickeln bereits seit einigen Jahren Prototypen zur Biomassevergasung. Die HSWT unterstützt die Stadtwerke im Hinblick auf die Entwicklung von Messstrategien für die Teer- und Aromatenbestimmung im Pyrolysegas. Weiterhin sollen Betriebsweisen der Anlage erforscht werden, die zu einem möglichst geringen Teer- und Aromatengehalt im Pyrolysegas führen. Die Erfahrungen an den Prototypen sollen auf Anlagen anderer Betriebe übertragen werden.
Durchführung
Bei der Biomassevergasung in einem Reaktor wird das in der Biomasse vorhandene Wasser in der Trocknungszone verdampft. Anschließend spalten sich in einer Pyrolysezone aus der Biomasse flüchtige Bestandteile ab.

Es entsteht damit ein Pyrolysegas (ca. 80 %) sowie Kohlenstoff in Form von "Holzkohle" (ca. 20 %). Das Pyrolysegas wird in einer Oxidationszone mit zugeführtem Sauerstoff bei Temperaturen bis zu 1.200 °C zu Kohlendioxid oxidiert. In der nachgeschalteten Reduktionszone wird Kohlendioxid mit noch vorhandenem Kohlenstoff und Wasserdampf zu Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Methan reduziert.

Es entsteht ein Produktgas mit den brennbaren Bestandteilen CO, H2 und CH4.

Die motorische Nutzung des Produktgases der Biomassevergasung stellt aber hohe Anforderungen an die Reinheit der Gase. Die Gehalte an kondensierbaren Kohlenwasserstoffen (Teer) sowie an Partikeln (Staub) führen bei der motorischen Verwertung zu Problemen, die den kontinuierlichen Betrieb von Motoren/Gasturbinen einschränken können und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Biomassevergasung gegenüber der Biomasseverbrennung noch nicht nachgewiesen ist.

Parallel zu den eigenen Entwicklungen bemühen sich die Stadtwerke Rosenheim und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auch um Kooperationen mit anderen Entwicklern von Vergasungsanlagen. Konkrete Vereinbarungen zur Kooperation wurden bereits getroffen bzw. sind in Verhandlung. Im Hinblick auf die Übertragbarkeit der Rosenheimer Ergebnisse auf Anlagen anderer Betreiber wird das Projekt mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert.

Beispiel gemeldet:10/2010 

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