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PV-Servitor

Entwicklung eines autonomen Reinigungsroboters für Solarkraftwerke in Europa, der zu einer Stromkostenreduzierung in Höhe von 5 % führt.

Projektträger: Hochschule für angewandte Wissenschaften

Projektstandort

Regensburg

Regensburg_georeferenzierung

Kontakt

Prof. Gareth Monkman
Seybothstr. 2
93053 Regensburg
Tel: (0941) 943-1108
gareth.monkman[at]hs-regensburg.de

Beschreibung

Auslöser
Durchführung
Das mit insgesamt 1,5 Millionen Euro dotierte Projekt ("Autonomous cleaning robot for large scale photo - voltaic power plants in Europe resulting in 5 % cost reduction of electricity") ist für einen Zeitraum von 24 Monaten (2009 bis 2011) angelegt. Federführend ist die Regensburger Firma Manu Systems AG. Neben der Hochschule Regensburg und der Iliotec Solar GmbH in Regensburg sind Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Großbritannien, Dänemark, Österreich, der Schweiz und Spanien an dem durch EU-Fördermittel finanzierten Projekt als Partner beteiligt.

Ziel des Projektes ist es, umweltfreundliche Stromproduktion von Photovoltaik-Anlagen dauerhaft effizienter und günstiger zu gestalten. Ein Hauptproblem stellt diesbezüglich die Verschmutzung der Solarzellen dieser Stromanlagen dar, da durch die dementsprechend geringere Lichtaufnahme der Zellen die Gesamtleistung der Anlagen im Durchschnitt um acht Prozent, je nach Ausmaß der Verschmutzung sogar um bis zu 30 % sinkt. Nun wird ein Robotersystem entwickelt, das automatisch erdgebundene Solarmodule reinigt, auf Schäden hin überprüft sowie Verfärbungen erkennt und meldet. Bis zu 2.500 Quadratmeter Zelloberfläche soll der Roboter säubern können. Durch die Entwicklung eines "long life energy supply systems”, das die herkömmlichen, wieder aufladbaren Batterien ersetzt, soll die Lebensdauer des Roboters auf bis zu 20 Jahre gesteigert werden.

Weitere Forschungsschwerpunkte sind zum einen die Entwicklung eines robusten Bewegungssystems, d. h. der Roboter soll sich nicht nur uneingeschränkt auf Glasoberflächen, sondern auch im Freien bewegen können; zum anderen will man ein automatisches Wahrnehmungssystem konstruieren, das den Roboter befähigt, die Zellen zu inspizieren, Verschmutzungen zu erkennen und

zu melden. Der Einsatz derartiger Roboter, deren Kosten sich auf ca. drei Prozent der Errichtungskosten einer Photovoltaik-Anlage belaufen, soll den Elektrizitätsgewinn dieser Anlagen zukünftig um acht Prozent steigern, weshalb der Anlagenbetreiber insgesamt von einer Gewinnsteigerung in Höhe von fünf Prozent profitieren wird.

Beispiel gemeldet:10/2010 

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