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Wasserkraftwerk Rothsee-Einleitung

Das Kraftwerk Rothsee-Einleitung hat eine Leistung von 900 kW und erzeugt jährlich ca. 2,0 Mio. kWh.

Projektträger: Bayerische Landeskraftwerke GmbH

Projektstandort

Hilpoltstein

Hilpoltstein

Kontakt

Bayerische Landeskraftwerke GmbH
Jochen Zehender
Projektleiter
Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Tel: (0911) 23563915
landeskraftwerke[at]lakw.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Das Wasserkraftwerk erzeugt dezentral erneuerbare Energie praktisch ohne Beeinträchtigung der Umwelt.
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Lange Planungs- und Bauzeit, dafür Energielieferung für lange Zeit.

Einsparungen: CO2-Einsparung: Ca. 800 t/a

Nutzen: Die dezentrale Erzeugung regenerativer Energie senkt den Verbrauch von fossilen Energieträgern in konventionellen Kraftwerken und damit auch den CO2-Ausstoß.

Kosten: Gesamtkosten: 3,0 Mio. Euro

Beschreibung

Auslöser
Das aus dem Main-Donau-Kanal in den Rothsee fließende Wasser wurde trotz eines Höhenunterschieds von mehr als 7 m früher nicht genutzt. An der Verwirklichung des Projekts waren neben der Bayerischen Landeskraftwerke GmbH insbesondere die Wasserwirtschaftsämter Ansbach und Nürnberg, das Landratsamt Roth sowie eine Reihe weiterer Behörden, Ingenieurbüros und Baufirmen beteiligt.
Durchführung
In Trockenzeiten leitet das Wasserwirtschaftsamt Ansbach Wasser aus Altmühl und Donau über den Main-Donau-Kanal in Regnitz und Main. Damit findet ein Ausgleich zwischen dem wasserreichen Süden und dem eher wasserarmen Norden Bayerns statt. Der Rothsee dient dabei als Pufferspeicher. Insgesamt fünf Wasserkraftwerke der Bayerischen Landeskraftwerke GmbH nutzen die Energie des Überleitungswassers: An der Schleuse Hilpoltstein des Main-Donau-Kanals (MDK), am Zulauf vom MDK in den Rothsee, am Auslauf des Rothsees, an der Schleuse Leerstetten des MDK sowie am Auslauf des Brombachsees.

Die beiden Kraftwerke an den Ausläufen von Brombachsee und Rothsee produzieren dank der Mindestabgabe aus den beiden Talsperren ständig Strom. Die drei anderen Kraftwerke sind dagegen nur zu Zeiten der Wasserüberleitung in Betrieb, oder wenn Betriebswasser für die Schifffahrt entlang des Main-Donau-Kanals geschickt wird.

So steht auch das Kraftwerk Rothsee-Einleitung fast 2/3 des Jahres still. Weil es aber mit der für fränkische Verhältnisse großen Fallhöhe von 7 m und einem Druchfluss von meist 14 m³/s viel Strom erzeugt, macht der Betrieb des Kraftwerks nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch Sinn.
Tipps
  • Ungenutzte Wasserkraft in Turbinen in elektrische Energie umwandeln, wo dies ökologisch verantwortbar ist.
Stolpersteine
  • Das Kraftwerk Rothsee-Einleitung ist durch die Lage an einem künstlichen Zulaufkanal anstelle eines natürlichen Gewässers ein Sonderfall. Der Bau des Wasserkraftwerks ist daher auf wenig Widerstand gestoßen.

Beispiel gemeldet:12/2020 

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