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Geothermische Energiesysteme

Entwicklung und Optimierung von Nahwärme-Konzepten unter Einbindung der Geothermie.

Projektträger: Hochschule Deggendorf - University of Applied Sciences

Projektstandort

Deggendorf

Deggendorf_georeferenzierung

Kontakt

Prof. Dr. Simone Walker-Hertkorn
Professur Geothermische Energiesysteme
Edlmairstr. 6
94469 Deggendorf
Tel: (0991) 3615-301

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Nachhaltige Erschließung eines hohen Angebotspotential und Sicherstellung einer fachgerechten Ausführung

Beschreibung

Auslöser
Medienwirksam gezeigte "Schadensfälle" beschädigen das Vertrauen der Öffentlichkeit sowie der genehmigenden Behörden in die Beherrschbarkeit von geotechnischen Projekten nachhaltig. Verstärkte Vorbehalte gegenüber dieser Technologie verhindern eine weitere Marktdurchdringung.

Nach dem regelrechten Wärmepumpen-Boom in 2008, bei dem die Branche eine Absatzsteigerung von mehr als 30 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte, fällt die Bilanz für das Jahr 2009 eher verhalten aus. Mehr als 55 % der 2009 verkauften Heizungswärmepumpen ziehen ihre Wärme aus dem Erdreich sowie aus dem Grundwasser und 44,6 % der verkauften Wärmepumpen die Wärme aus der Umgebungsluft. Allerdings lag der Anteil der erdgekoppelten Wärmepumpen im Zeitraum von 2000 bis 2006 bei weit über 70 %, womit ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.
Durchführung
Die oberflächennahe Geothermiebranche hat in den vergangenen Jahren ausgehend von einem geringen Marktanteil eine starke Wachstumsphase erlebt - nicht zuletzt auch aufgrund der von der Bundesrepublik Deutschland formulierten politischen und ökologischen Ziele, wonach regenerative Energien stärker ausgebaut werden sollten.

Diese Entwicklung hat zu einem schnell wachsenden Markt mit vielen neuen Akteuren geführt, die teilweise nur über ein begrenztes Know-How und wenig Erfahrungen im Bereich der Erdwärmenutzung verfügen. Zwar können technische Regelwerke wie die VDI 4640 "Thermische Nutzung des Untergrundes" u. a. von Planern, Behörden und Ausführenden Firmen herangezogen werden, doch fehlt bei diesen neuen Akteuren die Erfahrung zur Umsetzung des technischen Wissens. Neue Erkenntnisse werden nicht kommuniziert und vermittelt, wodurch die ständig steigende Erfahrung aus der Praxis nicht in administrative Handlungsanleitungen wie bspw. die Leitfäden der Länder zur Nutzung der Erdwärme einfliesen.

Um hierbei Vertrauen zurückgewinnen zu können, sehen wir es als unabdingbar an, sich verstärkt Einblicke in die einzelnen bohr- und ausbautechnischen Arbeiten zu verschaffen. Dabei gilt es auch die enorme Vielfalt und Verschiedenartigkeit des Untergrundes mit zu berücksichtigen. Daneben sind Kontrollmechanismen und Verfahren zu entwickeln die eine fachgerechte Ausführung auch im Interesse der ausführenden Industrie belegen und eine sichere, nachhaltige Nutzung der Erdwärme auch unter dem Gesichtspunkt Grundwasserschutz sicherstellen können.

Ziel und Aufgabenstellung im Rahmen dieses Vorhabens ist es, neben Überlegungen zu konstruktionsbedingten Verbesserungen am Bohrgerät, Optimierungen bei der Bohrtechnik und bei Werkzeugen, Methodiken zur Qualitätskontrolle bei Bohrungen und der Errichtung geothermischer Anlagen mit zu entwickeln. Dabei steht speziell die Erdwärmesondenbohrung, das Einbringen der Erdwärmesondenrohre sowie die anschließende Verfüllung des Ringraumes im Fokus dieses Projektes.

Beispiel gemeldet:08/2011 

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