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Netto-Plusenergie-Haus Stadtwerke Neumarkt

Leuchtturmprojekt für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen im Bereich Verwaltungsgebäude.

Projektträger: Stadtwerke Neumarkt

Projektstandort

Neumarkt i.d.OPf.

Neumarkt i.d.OPf._georeferenzierung

Kontakt

Stadtwerke Neumarkt
Peter Stemmer
92318 Neumarkt i.d. OPf.
Tel: (09181) 239-123
peter.stemmer[at]swneumarkt.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Vorzeigeprojekt: Im Verwaltungsbereich äußerst günstige Werte bei Energie und CO2-Bilanz.

Einsparungen: Energieeinsparung: -22 MWh / Jahr
  Kosteneinsparung: 4.200

Nutzen: Es wird mehr Energie gewonnen als verbraucht wird!

Kosten: Weitere Angaben: Baukosten sind mit 4 Mio. Euro kalkuliert. Personalkosten entstehen sowohl im Sachgebiet Bauwesen bei den Stadtwerken als auch extern durch die beauftragten Planungsbüros

Beschreibung

Auslöser
Die Stadtwerke Neumarkt mussten ihren Bürokomplex erweitern.

Wegen der besonderen Stellung als lokaler Energieversorger setzte man sich zum Ziel, das neue Verwaltungsgebäude mit einem möglichst effizienten Energiestandard umzusetzen. Entscheidend dabei war die Einbindung von Prof. Fisch, EGS-plan Ing. GmbH, Stuttgart, der das ambitionierte Energie- und Technikkonzept erstellte.
Durchführung
Als Vorreiter für energiebewusstes Bauen entsteht auf dem Gelände der Stadtwerke Neumarkt an der Ingolstädter Strasse, nach dem Neubau der Logistikhalle und der Warte, nun als letzter Bauabschnitt das Verwaltungsgebäude.

Hier entsteht ein Passiv-Plus-Haus, welches ein Musterbeispiel an energieeffizientem Bauen ist.

Auf insgesamt vier Ebenen werden neue Büro- und Konferenzräume, Ausstellungsräume sowie Sozialräume gebaut. Durch die transparent gehaltene Fassade entstehen sehr helle und tageslichtdurchflutete Arbeitsplätze für die Mitarbeiter.

Die Büroräume werden mittels Wärmetauscher über die Wärmeenergie des Grundwassers temperiert, eine Lüftungsanlage sorgt für angenehmes Klima in den Besprechungsräumen und in der Kantine.

Über eine Photovoltaikanlage deckt das Gebäude den Eigenbedarf an Strom ab. Zusätzlich zu der umfangreichen technischen Ausstattung, führt ein harmonisches Zusammenspiel der für den Innenbereich ausgewählten Materialien zu einem Gesamtobjekt in dem man gerne arbeitet.

In der frühen Entwurfsphase erfolgte in Abstimmung mit Architekt und Fachplanern die Entwicklung des Energiekonzeptes auf der Bedarfsseite( Wärmeschutz, Lüftung, Heizung, Kühlung, Beleuchtung) sowie der Angebotsseite (Wärme- und Stromerzeugung, Verteilung und Abgabe). Hier wurden die lokalen Gegebenheiten des Standortes (Klima, Geologie, Grundwasser, etc.), die Nutzeranforderungen und der Gebäudeentwurf berücksichtigt.

Für die ganzheitliche Bewertung von Gebäuden ist die allgemein anerkannte Zielgröße Primärenergie (z .B. EnEV, KfW 40, 60, etc.). Damit wird der Primärenergieeinsatz zum Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten eines Gebäudes unter Beachtung der unterschiedlichen Energieträger (Öl, Gas, Fernwärme, Netzstrom, Strom aus BHKW, Solarenergie, Biomasse,..) ganzheitlich bewertbar. Bei Bürogebäuden beträgt der Strombedarf i.d.R. 60 bis 80 % des Primärenergieeinsatzes, der Heizenergiebedarf spielt eine untergeordnete Rolle. Der Passivhaus-Standard (begrenzt den Jahres-Heizwärmebedarf) ist bei Bürogebäuden deshalb nicht zielführend.

Zieldefinitionen für das Netto-Energie-Bürogebäude der Stadtwerke Neumarkt:
  • Arbeitsplatzqualität: gesundes und nutzerfreundliches Innenraumklima, guter thermischer, visueller und akustischer Komfort im Gebäude
  • Gesamt-Energieeffizienz: Hauptanforderung: Netto- Plusenergie- Standard, Nebenanforderung: Jahres-Primärenergiebedarf < 100 kWh/(m²BGFa) (entspricht Faktor 3 bis 4 besser im Vergleich zu neuen Bürogebäuden)
  • Gütesiegel Nachhaltigkeit (DGNB-, LEED- Label)
  • Nutzung Erneuerbarer Energien: Solare Stromerzeugung (PV- Technik), thermische Nutzung des Grundwassers

Beispiel gemeldet:07/2010 

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