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Luftwechselrate

Die Luftwechselrate gibt an, wie häufig die Luft in geschlossenen Gebäuden ausgewechselt wird. Eine Luftwechselrate von 0,5 bedeutet zum Beispiel, dass 50 % der Raumluft pro Stunde ausgewechselt wird bzw. alle zwei Stunden ein kompletter Luftwechsel erfolgt. Das kann z. B. mit Fensterlüftung alle drei Stunden in Verbindung mit einer gewissen Undichtigkeit von Fensterrahmen erzielt werden. Dann ist mit guter Luftqualität zu rechnen. Eine höhere Luftwechselrate führt zu unnötig hohen Lüftungswärmeverlusten. Eine niedrigere Luftwechselrate ist bei Abwesenheit von Personen sinnvoll, um die Lüftungswärmeverluste niedrig zu halten. Bei Anwesenheit von Personen steigen die CO2-Konzentration und die Feuchtigkeit (Schimmelgefahr) stärker an, wenn länger nicht gelüftet wird, also die Luftwechselrate zu gering ist. In Altbauten kann aufgrund zugiger Fenster auf aktives Fensterlüften verzichtet werden und es ergeben sich dennoch lufthygienisch gute Werte – allerdings ist dann der Heizwärmebedarf erhöht. Wenn derart gewohntes Nicht-Lüften nach energetischen Modernisierungen mit dichten Fenstern beibehalten wird, führt die folglich zu niedrige Luftwechselrate zu Problemen. Diesen kann am komfortabelsten und energieeffizientesten mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung begegnet werden.