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Erlösobergrenze

Im Regulierungssystem der Anreizregulierung nach der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) legen die Regulierungsbehörden grundsätzlich für jeden Netzbetreiber kalenderjährliche Erlösobergrenzen für den Zeitraum einer fünfjährigen Regulierungsperiode fest. Die Erlösobergrenze bildet dabei nicht nur eine Deckelung (nach oben), sondern auch eine Garantie (nach unten) für die Erlöse, die der jeweilige Netzbetreiber über die Forderung von Netzentgelten von seinen Netznutzern erzielen darf. Die Erlösobergrenzen setzen die Netzbetreiber selbst nach den materiell-rechtlichen Vorgaben der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) und der Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) in zulässige Netzentgelte um (sogenannte Verprobung). Weichen die in einem Kalenderjahr erzielten Erlöse nach oben oder unten von der Erlösobergrenze ab, so erfolgt ein verzinster Ausgleich über eine Auflösung des sogenannten Regulierungskontos. Ausnahmsweise werden für bestimmte Netzbetreiber keine Erlösobergrenzen festgelegt, etwa für die Betreiber sogenannter geschlossener Verteilnetze.