Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

High-Tech-Haus: vom Strommarkt unabhängig

Umweltfreundliche Energie durch Photovoltaik und Wasserstofftechnologie: Familie Hörmann hat ein Wohnhaus gebaut, das unabhängig vom Energienetz ist. Möglich wird das durch eine Kombination aus verschiedenen Techniken und Speichern.

Projektstandort

Zusmarshausen

Zusmarshausen_georeferenzierung

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Energie wird ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugt und ist daher fast CO2-neutral.

Einsparungen: CO2-Einsparung: Das Haus erzeugt Strom und Wärme selbst und stellt Strom für Elektromobilität bereit. Daher entsteht im Betrieb kein Kohlenstoffdioxid (CO2).

Kosten: Weitere Angaben: Ein Basis-System kostet rund 60.000 Euro. Enthalten sind: Elektrolyseur, Brennstoffzelle, Wasseraufbereitung, Speicher 25 kWh, zentrale Lüftungsanlage, Pufferspeicher 300 L mit Wärmetauscher.

Förderung: Fördergeber: KfW
Fotos
  • Skizze Technik Wasserstoffhaus Winter (Quelle: Screenshot Hörmann Solar)
  • Skizze Technik Wasserstoffhaus Sommer (Quelle: Screenshot Hörmann Solar)
  • Wasserstoffhaus Zusmarshausen Stand 2019 (Quelle: Hörmann Solar)
Klicken Sie auf ein Bild
(insgesamt 3 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Wir sind Eigentümer einer Photovoltaik-Firma und arbeiten tagtäglich an der Umsetzung der neuesten technischen Möglichkeiten im Bereich erneuerbare Energien. Unser neues Privathaus wollten wir deshalb so energieeffizient wie möglich bauen und die Sonnenenergie vom Sommer auch im Winter nutzen.
Durchführung
Wir haben ein Konzept zur Langzeitspeicherung von Sonnenstrom mithilfe von Wasserstoff umgesetzt. Mit diesem Konzept gelingt es, den Energiebedarf des Gebäudes mit Photovoltaik-Anlagen auf Dach und Fassade und einem Wasserstoffspeicher auch im Winter vollständig zu decken.

An sonnigen Tagen wird überschüssige Sonnenenergie in einer Batterie gespeichert und Wasserstoff produziert, der später mit einer Brennstoffzelle wieder in Strom gewandelt wird. Als "Abfallprodukt" entsteht vor allem Wärme, welche sinnvoll im Haus zum Heizen und zur Warmwassererwärmung genutzt wird.

Herzstück des Wasserstoff-Hauses ist ein Modul mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle. Der Elektrolyseur erzeugt Wasserstoff, die Brennstoffzelle daraus bei Bedarf wieder Strom und Wärme für das Haus.

Um zu zeigen, was das System leisten kann, haben wir uns entschieden, auf einen Stromanschluss zu verzichten. Das neu errichtete Haus läuft seit Dezember 2018 komplett autark und es bleibt noch genug Strom, um damit mehrere Elektrofahrzeuge zu versorgen.


Tipps
  • Fördermittel bei der KfW beantragen (KfW-Programm 433)
Auszeichnungen
  • 03/2019: Bundesinnovationspreis für das Konzept zum Wasserstoff-Haus
    verliehen von: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Beispiel gemeldet:02/2020 

Links und Downloads

Bericht Bayerischer Rundfunk

Zurück zu Übersicht