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Leerlaufverluste

Heimliche Stromfresser, wie Kaffeemaschine, Halogen-Deckenfluter, Drucker, Fernseher oder Stereoanlage verbrauchen oft jährlich jeweils durchschnittlich 10 € Stromkosten - während Sie nicht benutzt werden! Diese Leerlaufverluste lassen sich meist ganz einfach vermeiden.

Wenn Elektrogeräte Strom verbrauchen, obwohl sie nicht benutzt werden, dann kann das verschiedene Ursachen haben:

  • Stand-by: Die Geräte sind in Bereitschaft, z. B. um bei Bedarf schneller wieder in Betrieb gehen zu können oder um Signale von der Fernbedienung zu empfangen. Dies ist sehr häufig, z. B. bei Fernsehern, Satellitenempfängern, Videorekordern, DVD-Spielern, Stereo-Anlagen, Anrufbeantwortern, DSL-Routern, Kopierern und Laserdruckern. Seit 2013 dürfen EU-weit neu auf den Markt kommende Haushalts- und Bürogeräte nicht mehr als 1 Watt Strom im Stand-by-Betrieb verbrauchen.
  • Scheinaus: Das Gerät wird zwar mit dem Schalter ausgeschaltet, verbraucht aber dennoch Strom. Das kann z. B. daran liegen, dass sich der Schalter zwischen dem Gerät und seinem Netzteil befindet. Das Netzteil bezieht folglich immer Strom, egal, ob der Schalter ein oder aus ist. Dies kommt häufig vor z. B. bei Niederspannungslampen mit Netzteilen, Computern, Druckern, Radios und HiFi-Anlagen.
  • Fehlender Netzschalter: Die Geräte besitzen keinen Schalter zum Ausstellen. Sie verbrauchen Strom, solange der Stecker in der Steckdose ist. Solche Geräte sind z. B. Warmwasser-Boiler, Steckernetzteile und Klingeltrafos.
Stand-by Verbrauch verschiedener Geräte
  • Mögliche Leerlaufverluste verschiedener Verbraucher  (Quelle: Energie-Atlas Bayern).
  • Mit einer schaltbaren Steckereiste oder einem Steckdosenschalter (hier im Bild)  können Sie Ihre Stromschlucker ganz vom Netz trennen  (Quelle: cm photodesign).
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(insgesamt 2 Bilder)
So können Sie die heimlichen Stromverbraucher erkennen und ausschalten
Mit einem Strommessgerät können Sie kontrollieren, ob das Gerät im ausgeschalteten Zustand Energie verbraucht. Falls dies der Fall ist, sollten Sie eine schaltbare Steckerleiste oder einen Steckdosenschalter anschließen und das Gerät immer ganz vom Netz trennen, sobald Sie es nicht benötigen.
Zu erkennen sind die Stromschlucker oft auch daran, dass sie warm bleiben oder ein Brummton zu hören ist, obwohl sie ausgeschaltet sind.
Auch Ladegeräte sollten Sie vom Netz trennen, wenn der Akku geladen ist. Beispiele: Rasierapparat, elektrische Zahnbürste, Handstaubsauger. Das bewahrt Sie vor heimlichen Stromfressern und schont zusätzlich den Akku des Gerätes.
Viele Geräte, wie z. B. Netzteile von Klingeln (Klingeltrafos), DSL-Router oder Anrufbeantworter, können normalerweise durch eine schaltbare Steckerleiste nicht abgestellt werden, da sie ständig benötigt werden. Hier ist es ratsam, beim Neukauf auf Geräte zu achten, die im Leerlauf geringe Leistungsaufnahmen haben.
Auch beim Warmwasser-Boiler lässt sich sparen
In vielen Wohnungen wird das Wasser elektrisch mit einem Warmwasser-Boiler (Heißwasserspeichergerät) erwärmt. Dieses Gerät hält das Wasser auf einer konstanten Temperatur. Hierbei geht viel Energie verloren, denn das Wasser kühlt im Boiler ab und muss daher ständig nacherwärmt werden.
Hier hilft ein Vorschaltgerät mit Fernansteuerung, das zwischen der Steckdose und dem Boiler angeschlossen wird. Immer wenn warmes Wasser benötigt wird, betätigt man einen Schalter neben dem Waschbecken. Der Boiler beginnt, das Wasser aufzuheizen und nach kurzer Zeit steht das warme Wasser zur Verfügung. Danach trennt das Vorschaltgerät den Boiler automatisch vom Stromnetz.
Das Vorschaltgerät hat sich normalerweise schon nach einem Jahr finanziell amortisiert, denn es kostet meist weniger als 30 €. Die jährliche Stromkostenersparnis beträgt im Normalfall mehr als 30 €.
An die kurze Wartezeit zwischen Anstellen des Vorschaltgerätes und Wasserentnahme kann man sich schnell gewöhnen….immerhin wird man durch geringere Stromkosten belohnt.
Beim Neukauf: Durchlauferhitzer sind effizienter als Boiler. Sie erwärmen nur die Menge Wasser, die unmittelbar gebraucht wird.

Links und Downloads

Kurzfilm über Stand-by
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):
Standby – Ein Kurzfilm von Michael Ballhaus