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Produkte / Konsum

Kochen und Backen, Kühlen, Waschen, Spülen: Elektrische Haushaltsgeräte erleichtern uns die Arbeit. Hinzu kommen Fernseher und Stereoanlage, außerdem noch Handy und Computer. All dies ist heute kaum mehr wegzudenken und ohne Strom läuft nichts. Der Anteil des Stroms am Endenergieverbrauch in Bayern liegt heute bereits bei über 20 %, Tendenz steigend. Neue energiesparende Haushalts- und Elektrogeräte verbrauchen oft nur noch einen Bruchteil des Stroms, den alte oder ineffiziente neue Geräte brauchen.
Energie steckt aber indirekt auch in allen Produkten unseres täglichen Bedarfs, wie in Kleidung, Textilien und Möbeln. Nachhaltiger Konsum wird immer mehr zu einer Alternative für einen Konsumstil, der keine Rücksicht nimmt auf Energie- und Ressourcenverbrauch.

Energie-3-Sprung – was tun?
Konsumenten können durch ihr Einkaufsverhalten großen Einfluss darauf nehmen, ob Ressourcen schonende und nachhaltige Produkte künftig weitere Marktanteile gewinnen. Eine Kaufentscheidung zugunsten energieeffizienter, langlebiger und abfallarmer Produkte hat Rückwirkungen auf die Wirtschaft: Dort spricht sich herum, dass Verbraucher zunehmend bereit sind, zur Anschaffung solcher Waren etwas mehr Geld auszugeben.

Wenn Sie und Ihre Familie z. B.
den Bedarf und die richtige Dimensionierung für das jeweilige Produkt prüfen,

sich vorab gut informieren: über Qualität, Verarbeitung, Langlebigkeit sowie umweltbezogene Produktmerkmale und die Herkunft,

praktischerweise Produkte mit hochwertigen Produktkennzeichen (Labeln) vorziehen,

bei Elektrogeräten konsequent auf eine gute Energieeffizienz-Klasse (möglichst A[H+) setzen,

Standby-Betrieb mittels abschaltbarer Steckerleiste oder moderner Geräte vermeiden,

bei Textilien z. B. auf Bio-Baumwolle und auf Fair Trade achten,

Produkte mit sehr kleinem energetischen und ökologischen "Rucksack" anschaffen, insbesondere aus Holz oder anderen nachwachsenden Rohstoffen,

Hersteller bevorzugen, die erhöhte Umwelt- und Sozialstandards einhalten und

auch mal gut erhaltene gebrauchte Waren (z. B. Textilien, Kinderspielzeug) kaufen oder tauschen

... dann sind Sie auf einem guten Weg zu einem nachhaltigen und energiesparenden Konsumstil.
Vorteile / Nutzen – was bringt es?
Ein solches Konsumverhalten leistet nicht nur einen Beitrag zur Schonung der Energieressourcen und zum Klimaschutz. Mit energieeffizienten Geräten sparen wir unterm Strich sogar Geld. Produkte aus dem sogenannten "Nachhaltigen Warenkorb" sind zumeist generell umweltschonender bei Herstellung und Gebrauch. Und nicht zuletzt: Wer hat nicht gern das gute Gefühl, mit dem Kauf einer Ware auch die Heimatregion zu unterstützen oder Gutes für andere Menschen in der Welt zu tun?

Beispiele sind
die rasche Senkung von Stromkosten durch Vermeidung von Standby-Betrieb und zu hohen Temperaturen beim Wäschewaschen und Geschirrspülen,

die dauerhafte Reduzierung von Stromkosten mit hocheffizienten Elektrogeräten,

die Vermeidung von Schadstoffen in Alltagsprodukten und somit im eigenen Wohnumfeld,

die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen weltweit in den produzierenden Ländern,

die Erhöhung der Nachfrage nach energieeffizienten Produkten, bei deren Entwicklung Deutschland führend ist.
Daten / Fakten – wo stehen wir?
Unser Konsumverhalten sowie die alltägliche Nutzung von Produkten und deren Herstellung weisen einen nicht unerheblichen Energieverbrauch auf, auch wenn deren Beitrag im Vergleich zum Wohnen oder zur Mobilität noch gering ist. Vor allem in den Elektrogeräten in den Haushalten, deren Zahl stetig zunimmt, stecken weitere Energieeffizienzpotenziale. Hierzu einige Daten und Fakten:
Im Jahr 2011 entfiel mit etwa 21,8 % gut ein Fünftel des gesamten Endenergieverbrauchs in Bayern auf Strom, im Jahr 2003 waren es 18,4 %.

Die privaten Haushalte sind hiervon mit einem Anteil von 23 % der zweitgrößte Abnehmer von Strom in Bayern. Bei 19,5 Milliarden kWh entfallen durchschnittlich rund 1.600 kWh auf jede Person (Stand: 2011).

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung liegt in Bayern bereits bei 32,4 % (Stand: 2012).

Kühl- und Gefriergeräte sind überall im Dauerbetrieb. Im durchschnittlichen Haushalt gehen etwa 20 % des Stromverbrauches auf ihre Kosten. Mittlerweile gibt es Geräte der Effizienzklasse A[H+.

Waschmaschinen bewältigen im Durchschnitt 500 kg Wäsche im Jahr. Mittlerweile gibt es auch hier Geräte der Effizienzklasse A[H+.
Strommessgerät

Stromcheck

Damit Sie Ihre Stromschlucker finden.
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Laptop

Computer, TV & Co.

Computer & Co. sind große Stromverbraucher.
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Inhalt eines Kühlschranks

Kühlen/Gefrieren

Hier können Sie Strom sparen.
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Töpfe

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Waschmaschine

Waschen/Trocknen

Sie sparen Energie und Ihre Wäsche wird trotzdem sauber.
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Steckerleiste mit Schalter

Leerlaufverluste

Versteckte Stromverbraucher ganz einfach ausschalten.
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Energielabel

Energielabel

So erkennen Sie energieeffiziente Produkte.
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Links und Downloads

Ratgeber
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV):
Internetseite: "Nachhaltig konsumieren"
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Der immerwährende Kalender "Das Energiejahr"
Faltblatt "Strom sparen zu Hause"
Büchlein für Kinder: Energiedetektive "Den Räubern auf der Spur"
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):
Tolle Tipps für Jugendliche
Umweltbundesamt (UBA):
Broschüre "Energie sparen im Haushalt"

Energie-Check
Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbw):
Internetseite "Machen Sie den Energie-Check"

Energiespar-Ratgeber
co2online gGmbH:
Ratgeberfinder für verschiedene Energiespar-Ratgeber

Produkte
Verbaucherzentrale:
Broschüre "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2014/15"
Deutsche Energie-Agentur (dena):
Die energieeffizientesten Geräte
Öko-Institut e. V.:
Internetportal "EcoTopTen": Die Plattform für ökologische Spitzenprodukte
Rat für Nachhaltige Entwicklung:
Broschüre: "Der nachhaltige Warenkorb"
utopia AG:
Internet-Plattform für strategischen Konsum

Persönliche CO2-Bilanz
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
CO2-Rechner