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Fragen zum HeizanlagenBonus im Programmteil Heizungstausch-Plus

Antragsobjekt und Förderfähigkeit

1. Ist die Förderung des Heizungstausch-Plus kombinierbar mit der Förderung durch andere Institutionen, z. B. KfW und BAFA?
Ja, der Heizungsbonus kann im Rahmen der Bestimmungen anderer Fördermittelgeber mit anderen Programmen kombiniert werden. Förderinhalte und Förderhöhen sind mit den KfW- und BAFA-Programmen abgestimmt. Der Bonus wird aber auch ohne die Förderung durch Dritte gewährt.
2. Kann ich den alten Heizkessel weiter nutzen, ggf. parallel zur neuen Heizanlage?
Nein, der Ausbau und die Entsorgung des Altkessels sind zwingende Voraussetzung für die Gewährung des HeizanlagenBonus.
3. Wie kann ich das Alter/Baujahr der Heizungsanlage feststellen?
Das Baujahr des Heizkessels ist auf dem Typenschild angegeben.
Ersatzweise kann es aus dem Messprotokoll des Kaminkehrers entnommen werden. Für Stichprobenkontrollen muss der Antragsteller die Messprotokolle oder ein Foto des Typenschildes mindestens fünf Jahre nach Auszahlung des Zuschusses aufbewahren.
4. Ich habe gelesen, dass die Altanlage 25 bis unter 30 Jahre alt sein darf. Das stimmt nicht genau überein mit der Angabe von Baujahren, z. B. 1988-1992. Was gilt nun?
Im Programmteil Heizungstausch-Plus wird der Austausch von veralteten, jedoch noch einwandfrei funktionsfähigen Anlagen gefördert, deren Alter zwischen 25 und unter 30 Jahre alt ist.
Da oft nur das Herstellungsjahr der Anlage zu ermitteln ist, käme es z. B. oft zu Diskussionen und Klärungsbedarf, ob am Tag der Antragstellung die Anlage älter oder jünger als 30 Jahre ist. Das tagesgenaue Alter von Altanlagen kann in der Regel nicht festgestellt werden. Aus diesem Grund wurden für das Baujahr bestimmte Kalenderjahre angegeben, die eine eindeutige Festlegung ermöglichen.
Maßgeblich für die Förderung ist somit das Alter des Kessels, d.h. wann dieser gebaut worden ist, und nicht das Jahr der Inbetriebnahme des Kessels.
5. Die Altanlage ist über 30 Jahre alt, die Nachrüstung der Anlage erfolgte aber im Zeitraum vor 25 bis unter 30 Jahren. Welches Alter ist maßgebend?
Maßgebend ist das Alter der Basisanlage mit dem Typenschild. Im genannten Fall ist eine Förderung nicht möglich.
6. Ich hatte bisher einen Fern- oder Nahwärmeanschluss. Kann ich einen Heizanlagenbonus erhalten?
Nein, eine Förderung ist nur möglich, wenn der Heizkessel einer alten Zentralheizung der Altersklasse 25 bis unter 30 Jahre ausgetauscht wird.
7. Das alte Heizsystem ist keine Zentralheizung, sondern besteht aus Einzelöfen. Kann ich dennoch gefördert werden?
Nein, die Altanlage muss eine Zentralheizung sein, insbesondere auch, weil das Alter von Einzelöfen regelmäßig nicht festgestellt werden kann.
8. Ist der Austausch eines Heizkessels gegen eine Hybrid- oder Gaswärmepumpe mit Brennwerttechnik im Rahmen des Programmteils Heizungstausch förderfähig?
Ja. Wer eine Kombination aus Brennwertkessel und anderem Heizsystem installiert soll nicht gegenüber jemandem mit einfachem Brennwertkessel benachteiligt werden.
9. Wenn beim Heizungstausch eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung bereits vorhanden ist, kann dann die zusätzliche Einbindung dieser Anlage zur Heizungsunterstützung mit 500 € gefördert werden?
Nein, eine Förderung setzt in jedem Fall eine Neu- oder Erweiterungsinvestition auch in Solarkollektoren voraus, da bei reiner Warmwasserbereitung die vorhandenen Solarflächen fast immer zu klein für eine zusätzliche Heizungsunterstützung sind. Eine Einzelfallprüfung bezüglich ausreichender Dimensionierung ist leider nicht möglich.
10. Ist ein Heizungstausch auch förderfähig, wenn Eigenleistungen erbracht werden?
Eigenleistungen beim Heizungstausch sind grundsätzlich möglich, insbesondere dann, wenn der Gebäudebesitzer selbst Heizungsinstallateur ist. Entscheidend ist die Bestätigung eines eingetragenen Fachbetriebs, dass alle Arbeiten fachgerecht und vollständig durchgeführt wurden. Arbeitskosten für Eigenleistungen können nicht im Rahmen der förderfähigen Kosten angegeben werden (im Fall einer Parallelförderung durch KfW).

Durchführung der Maßnahme

11. Wann darf ich mit dem Heizungstausch frühestens beginnen? Wie läuft die Antragstellung ab
Die Antragstellung läuft folgendermaßen ab:
1. Sie füllen den Online-Antrag aus.
2. Sie erhalten eine erste E-Mail, in der Sie aufgefordert werden, per Mausklick auf einem mitgeschickten Link ihren Antrag zu bestätigen.
3. Sie erhalten eine zweite E-Mail, die Ihre Antragsunterlagen im Anhang enthält und die Ihre elektronische Antragstellung bestätigt.

Nun können Sie auf eigenes Risiko bereits mit der Maßnahme beginnen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie alle Fördervoraussetzungen erfüllen.

4. Sie reichen Ihren Antrag postalisch ein (Antragsunterlagen erhalten Sie im 3. Schritt vorausgefüllt zugeschickt).
5. Die Bewilligungsbehörde schickt postalisch den Förderbescheid an Sie, sofern alle Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Dies ist die feste Zusage des Zuschusses.
12. Wie lange dauert es, bis der Bewilligungsbescheid vorliegt?
Für Anträge, die 2017 gestellt werden, können erst im Jahr 2018 Bescheide erstellt werden. Verwendungsnachweis und Auszahlungsantrag können erst danach eingereicht werden.
13. Ist es förderschädlich, wenn ich den Auftrag für den Kaminumbau für den künftigen Brennwertkessel bereits vor Antragstellung beauftrage?
Ja. Gerade bei der Installation eines Brennwertkessels ist der spezielle Kamin Teil der Gesamtmaßnahme. Ein vorzeitiger Kaminumbau würde dokumentieren, dass die Maßnahme sowieso durchgeführt wird und die Förderung somit nur ein Mitnahmeeffekt wäre, was nach dem bayerischen Förderrecht nicht zulässig ist.
14. Welche Unterlagen sind für die Auszahlung nötig?
Im Programmteil "Heizungstausch-Plus" belegt der Antragsteller die antragsgemäße Durchführung des Vorhabens durch die Vorlage des Verwendungsnachweises, der gleichzeitig der Auszahlungsantrag ist.

Ein Vordruck des Verwendungsnachweises ist hier zu finden:
EnergieBonusBayern

Zusammen mit dem Verwendungsnachweis sind Kopien der Rechnung/Rechnungen des Fachbetriebs sowie des Zahlungsnachweises (Kontoauszug) vorzulegen.

Links und Downloads

Energie-Atlas Bayern:
Fragen zum 10.000-Häuser-Programm allgemein