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So geht’s... – oberflächennahe Geothermie richtig nutzen!

Wir zeigen Ihnen den richtigen Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung – Schritt für Schritt!

Schritt 1: Immer im Hinterkopf: Der Energie-3-Sprung
Wie jede erneuerbare Energie besitzt auch oberflächennahe Geothermie einen besonders großen Reiz. Nachhaltig ist eine Energieversorgung aber erst dann, wenn das Gesamtkonzept stimmt: Je geringer der Energiebedarf eines Gebäudes ist, umso einfacher ist es, diesen durch erneuerbare Energien zu decken. Diesen Ansatz verfolgt der Energie-3-Sprung!

Nutzen Sie auch bei der oberflächennahen Geothermie zunächst alle Möglichkeiten, um den Wärme- oder Kühlbedarf bei einem Gebäude so weit wie möglich zu senken. Wärmedämmung, Temperaturabsenkung in nicht oder selten genutzten Räumen, richtiges Lüften oder ein außen liegender Sonnenschutz sind Beispiele für Maßnahmen zum Energiesparen und zur Energieeffizienz. Je besser Sie diese beiden Schritte beherzigen, umso einfacher ist die Deckung des Wärme- oder Kühlbedarfs durch oberflächennahe Geothermie.

Gerade die Nutzung oberflächennaher Geothermie und die Optimierung der Energieeffizienz sind dabei eine optimale Ergänzung. Sehr gut gedämmte Gebäude kommen mit einer sehr niedrigen Vorlauftemperatur des Heizmediums aus (ca 30°C). Durch den geringen Temperaturhub gegenüber der Wärmequelle (z. B. Grundwasser 9°C) kann die Wärmepumpe besonders effizient und sparsam betrieben werden.

Der Energie-3-Sprung

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Broschüre "Oberflächennahe Geothermie"
(Kapitel 4 "Erste Planungsschritte bei einem Einfamilienhaus" sowie Kapitel 5 "Sonderfall Altbausanierung", S. 8 – 9)
Schritt 2: Wie sind die Bedingungen vor Ort? Der Standort-Check
Prüfen Sie im Energie-Atlas anhand des Standortchecks, ob bei Ihnen vor Ort oberflächennahe Geothermie mittels Erdwärmesonden oder -kollektoren genutzt werden kann. Beachten Sie hierbei die Ergebnisse der Auswertung, die sie in Form eines PDF-Dokuments erhalten. Für die Energiegewinnung mittels Grundwasserwärmepumpen ist die Erweiterung des Angebots in der Entwicklung.

Wichtig:
Welche Wärmequelle und welche technische Variante zur Erschließung dieser Wärmequelle bevorzugt zum Einsatz kommen sollte, richtet sich nach
den örtlichen Untergrundverhältnissen,
der hydrogeologischen Situation,
dem oberirdischen Platzangebot,
den anwendungsspezifischen Bedürfnissen und
den wasserwirtschaftlichen Randbedingungen.

Technik
Die richtige Wahl der Technik (Erdwärmekollektor, Erdwärmesonde, Grundwasser-Wärmepumpe oder andere Wärmepumpen-Bauarten) spielt bei Ihrem Vorhaben eine große Rolle. Die Art der technischen Lösung muss bestmöglich an die konkreten Bedingungen (Standort, energetisches Gesamtkonzept etc.) angepasst sein.

Beurteilung von Bohrrisiken
Mögliche Bohrrisiken sollten frühzeitig abgeklärt werden. Erste Hinweise hierauf erhalten Sie über das Standortinformationssystem.

Sind die Ergebnisse der Standortanalyse negativ? Prüfen Sie, ob ein anderer erneuerbarer Energieträger in Frage kommt. Nutzen Sie hierfür die Informationen im Energie-Atlas Bayern.

Zum Standortcheck gelangen Sie über die Box "Standortcheck oberflächennahe Geothermie"
Schritt 3: Grünes Licht für Ihr Vorhaben? Die Genehmigung
Klären Sie für Ihr Vorhaben die wasserrechtlichen Genehmigungsvoraussetzungen mit der unteren Wasserbehörde rechtzeitig ab.

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Broschüre "Oberflächennahe Geothermie“
(Kapitel "Genehmigung", S. 13)
Leitfaden "Erdwärmesonden in Bayern“
Schritt 4: Was rechnet sich? Der Wirtschaftlichkeits-Check
Online-Energiesparratgeber
Nutzen Sie Online-Energiesparratgeber, um die Einsparungen und die Wirtschaftlichkeit Ihrer Maßnahme abzuschätzen. Detaillierte Berechnungen sollte ein Planer oder Energieberater (siehe auch Schritt 5) unter Berücksichtigung der konkreten Bedingungen vor Ort durchführen.

Kommunal Erneuerbar – Agentur für Erneuerbare Energien e.V.:
Wertschöpfungsrechner

Förderung
Informieren Sie sich frühzeitig über die vorhandenen Fördermöglichkeiten:
Oberflächennahe Geothermie – Förderung

Jahresarbeitszahl (JAZ)
Ein Hilfsmittel zur Ermittlung der Energieeffizienz von Wärmepumpenanlagen stellt die Jahresarbeitszahl dar. Gemäß der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 9. Juli 2010 müssen effiziente Wärmepumpen für die kombinierte Warmwasserbereitung und Bereitstellung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes über bestimmte Jahresarbeitszahlen verfügen, damit sie förderfähig sind. Dabei gilt: Je höher die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe, desto höher ist deren Energieeffizienz.

Nähere Informationen zu den Jahresarbeitszahlen und den Anforderungen des Gesetzgebers für die Förderung effizienter Wärmepumpen finden Sie unter:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):
Internetseite "Förderung von effizienten Wärmepumpen“
(Abschnitt "Voraussetzungen für die Förderung von effizienten Wärmepumpen")
Schritt 5: Planung und Umsetzung: Fachkompetenz nutzen
Ansprechpartner
Kontaktieren Sie kompetente Ansprechpartner. Diese erteilen Ihnen Auskünfte zur oberflächennahen Geothermie, zum richtigen Vorgehen und zur finanziellen Förderung. Auch das Hinzuziehen eines Energieberaters kann sinnvoll sein. Gute Planungs- und Bauunternehmen beziehen im Falle eines Neubaus bei geeigneten Voraussetzungen die Nutzung oberflächennaher Geothermie mit ins Gesamtkonzept ein. Die Qualität der Planung und Ausführung von Anlagen zur Nutzung von oberflächennaher Geothermie ist wesentlich für die Effektivität und für den Grundwasserschutz.
Oberflächennahe Geothermie – Ansprechpartner

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) und Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr (OBB):
Faltblatt "Energieberatung"

Planung von Anlagen zur Nutzung oberflächennahen Geothermie
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Broschüre "Oberflächennahe Geothermie“
Genehmigung von Anlagen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie (S. 13)
Kontakt zu Behörden, Antrag zur Förderung, Planung und Auslegung der Anlage, Ausführung, Angebots-Check der Geothermischen Vereinigung e. V. (S. 15)

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Leitfaden "Erdwärmesonden in Bayern“

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Merkblatt "Planung und Erstellung von Erdwärmesonden"

Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR):
Checkliste: Planung einer Umweltwärme-Heizung

Betrieb
Es ist regelmäßig ein einwandfreier Betrieb der Wärmepumpe im Zusammenspiel mit dem übrigen Heizungssystem sicherzustellen, da Wärmepumpen sensibel (durch Absinken der Energieeffizienz) auf Fehlbetrieb und Fehlsteuerung reagieren.

STANDORTCHECK OBERFLÄCHENNAHE GEOTHERMIE

kleines bayern

Ermitteln Sie über das "Informationssystem Oberflächennahe Geothermie" des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) die Standortbedingungen für Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren.

Geben Sie hier Ihre Adresse ein. Sie erhalten nach einer Wartezeit von ca. 1-2 Minuten eine Auskunft für den gewählten Standort (PDF-Format).