Kommunale Liegenschaften

Jede Gemeinde ist selbst Energieverbraucher und sollte deswegen als Vorbild bei der Bewirtschaftung ihrer eigenen Liegenschaften wirken, um so zum Klimaschutz beizutragen.

Energie-3-Sprung – was tun?
Für die energetische Optimierung der kommunalen Liegenschaften bietet sich ein Kommunales Energiemanagement (KEM) als Instrument an. Dabei wird mit Hilfe von Kennzahlenvergleichen ermittelt, für welche Gebäude der größte Handlungsbedarf besteht. Daher sollte zunächst der aktuelle Energieverbrauch der bestehenden Liegenschaften erfasst, kontrolliert und analysiert werden.

Darauf aufbauend sind dann gezielte Maßnahmen

zur Senkung des Energieverbrauchs durch Energieeinsparungen
zur Steigerung der Energieeffizienz
und zur Nutzung erneuerbarer Energieträger

durchzuführen.

Grundsätzlich ist bei Baumaßnahmen an kommunalen Gebäuden das energiepolitische Ziel annähernd CO2-neutraler Gebäude für das Jahr 2050 im Auge zu behalten. Es sollte langfristig möglichst wirtschaftlich und kosteneffizient erreichet werden.

Beim Neubau sollte von vorneherein darauf geachtet werden, dass es sich um energieoptimierte Gebäude handelt und emissionsarme Energieträger zum Einsatz kommen.

Bei der Sanierung ist grundsätzlich zuerst der Energiebedarf der Gebäude zu minimieren und dann der Restbedarf mit erneuerbaren Energien zu decken. Kann die Sanierung nicht in einem Schritt erfolgen, sollte die Reihenfolge der Maßnahmen in einem Langfristkonzept so festgelegt werden, dass die Maßnahmen in der Reihenfolge aufeinander abgestimmt sind und dadurch das Endziel möglichst kosteneffizient erreicht werden kann. Zu berücksichtigen sind hier auch Maßnahmen, die künftige Komfortansprüche (z. B. Gebäudelüftung) berücksichtigen.
Vorteile / Nutzen – was bringt`s?
Mit der energetisch optimierten Bewirtschaftung der einzelnen Gebäude liefert die Kommune vorzeigbare Beispiele, an denen sich andere orientieren können.

Darüber hinaus

kann die Kommune bei den Bewirtschaftungskosten sparen,
verschiedene Bewirtschaftungsalternativen in verschiedenen aber vergleichbaren Objekten auswerten und
darauf aufbauend ihre mittelfristigen Sanierungs-Investitionen gezielt steuern.
Daten / Fakten – wo steh`n wir?
Kommunen, die erfolgreich das Kommunale Energiemanagement umsetzen, verweisen darauf, dass durch die kontinuierliche Erfassung der Verbrauchsdaten der einzelnen Liegenschaften etwaige "Leckagen" schneller entdeckt und behoben werden.
Zudem kann in stark frequentierten Liegenschaften das Nutzerverhalten gezielt beeinflusst und somit der Energieverbrauch gesenkt werden.
Als durchschnittliches Einspar-Potenzial werden hier etwa 15-20 % genannt.
Die große Mehrzahl der Kommunen verweist darauf, dass sich die Kosten für die Implementierung und den Betrieb des Kommunalen Energiemanagements bereits nach 2-3 Jahren amortisiert haben.
Sofern darauf aufbauend gezielt Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, ist der ökonomische Vorteil umso größer zu bewerten.

Links und Downloads

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Energieeffizienz in Schwimmbädern - Klima schützen - Kosten senken
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena):
Energieeffiziente Kommune – Stromnutzung
Bayerischer Landes-Sportverband e. V. (BLSV):
Klima-Check des BLSV
(kostenlose Erstberatung bayerischer Sportvereine zur Minderung des Energiebedarfs bei Sportstätten und -anlagen)
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR):
Beratungsportal für Kommunen “NaWaRo-Kommunal“: Wärme- und Stromkonzepte für Ihr kommunales Gebäudemanagement
Energiemanagement
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
CO2-Minderung in Kommunen – Energiemanagement in kommunalen Liegenschaften
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena):
Energieeffiziente Kommune – Energiemanagement
Beleuchtung
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG):
Integrierte Produktpolitik (IPP) - Energieeffiziente Straßen- und Platzbeleuchtung in Kommunen - Praxistransfer
IPP-Energieeffiziente Modernisierung der Straßenbeleuchtung - Empfehlungen für Kommunen
IPP- Energieeffiziente Beleuchtung für attraktive öffentliche Plätze - Empfehlungen für Kommunen
Gebäude
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
CO2-Minderung in Kommunen – energieoptimiertes Sanieren und Bauen
Praxisorientierter Leitfaden “Bauen und Sanieren für die Zukunft“
Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern (OBB):
Leitfaden Contracting der Bayerischen Staatlichen Hochbauverwaltung
Energiebericht der Bayerischen Staatlichen Hochbauverwaltung
Bayerische Ingenieurekammer-Bau:
Die Energiebroschüre
EnEV 2009 beim Bauen im Bestand
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena):
Energieeffiziente Kommune – Gebäude
Deutsche Umwelthilfe e. V.:
Links zum Energiesparen in kommunalen Liegenschaften

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