Fürstenfeldbruck
Kostenlose Möglichkeit für Bürger, sich einfach und online über das Solar-Potenzial ihres Daches zu informieren
|
Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck Ulrike Dr. Strauch Klimaschutz- und Energiebeauftragte der Stadt und Stadtwerke Fürstenfeldbruck ( 08141 ) 401 - 117 strauch@stadtwerke-ffb.de |
|
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung Analyse und Umsetzung im Internet kann an Externe in Auftrag gegeben werde; phasenweise zeitintensiv |
|
|
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar wenn Daten Laserscanbefliegung vorhanden: Solarpotenzial- Analyse und Umsetzung/Darstellung Internet zu finanzieren. |
| Nutzen | Wenn auf allen potenziell geeigneten Dächern in Fürstenfeldbruck (Ertrag pro installierte Leistung > 601 kWh/kWp) PV-Anlagen installiert werden, könnten ca. 36.500 t / Jahr CO2-Emissionen eingespart werden. Auch wenn diese Annahme in der Praxis realistisch nicht zu erreichen ist, soll die aktuelle Einsparung an CO2-Emissionen pro Jahr von 990 t durch neue Solarthermie- und PV-Anlagen weiter erhöht werden. | |||
| Aufwand | Gesamtkosten | 15.000 € | |
| Interne Personalkosten | 80 Std. | ||
| Bemerkungen | Daten der Laserscanbefliegung aus dem Jahr 2004 sowie ein daraus berechnetes 3D-Gebäudemodell lagen bereits bei der Stadt Fürstenfeldbruck vor. | ||
Auslöser
Der im März 2011 fertig gestellte Energienutzungsplan Fürstenfeldbruck zeigt, dass von allen verfügbaren erneuerbaren Energien im Stadtgebiet die Solarenergie mit das größte Potenzial hat, den Wärmebedarf über Solarthermie und den Strombedarf über Photovoltaik (PV) zu decken.
2010 deckte die Stromerzeugung aus PV-Anlagen im Stadtgebiet über das Jahr gerechnet ca. 1,5 % des Strombedarfs. Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke liegt dieser Anteil bereits bei über 12 %. Um den Anteil der Solarenergienutzung im Stadtgebiet zu erhöhen, beschlossen Stadt und Stadtwerke im Frühjahr 2011, das Solarkataster zu erstellen.
Ziel des Solarkatasters ist, die Bürger auf das Potenzial ihrer Dächer zur solaren Nutzung (Solarthermie und/oder PV) aufmerksam zu machen und diese Informationen kostenlos und einfach zur Verfügung zu stellen.
Die Solar-Potanzial-Analyse wurde von der Firma smart geomatics GbR durchgeführt. Das Solarkataster ist in den online Stadtplan integriert. Zusätzlich wurde ein eigenes online Solarportal Fürstenfeldbruck mit allen Hintergrundinformationen zum Solarkataster erstellt. Das Solarkataster und Solarportal wurde der Presse und drei Tage später auf den Energietagen Fürstenfeldbruck 2011 allen interessierten Bürgern auf einem Stand vorgestellt
Durchführung
Im Solarkataster (SK) sind die Dachflächen farbig gekennzeichnet, wenn sie prinzipiell für Photovoltaik (PV) sehr gut, gut oder bedingt und/oder für Solarthermie geeignet sind. Dächer, für die keine Ergebnisse vorliegen, sind gesondert gekennzeichnet.
Über eine Adresseingabe oder das Einzoomen in den Stadtplan können Hauseigentümer ihr Dach gezielt suchen. Ob das gesuchte Gebäude unter Denkmal- oder Ensembleschutz steht, kann sich der Besucher über einen eigenen Layer anzeigen lassen.
Unter der Kategorie PV öffnet sich mit einem Klick auf eine Dachfläche ein Fenster mit Angaben zur Größe (m²), Neigung (°) und Ausrichtung der geeigneten Dachfläche sowie auf Basis einer Muster-PV-Anlage zur potenziell installierbaren Leistung (kWp), zum Jahresertrag (kWh/a), Ertrag pro installierte Leistung (kWh/kWp) sowie die jährlichen Einsparungen an CO2-Emissionen (t/a).
Die kommerzielle Nutzung des SK ist untersagt. Erschwert wird diese, da die Eignung der Dächer nur in den drei höchsten Zoomstufen zu sehen ist.
Hintergrundinformationen zum SK finden sich im Solarportal Fürstenfeldbruck.
Datengrundlage: Die Berechnung des Solarpotenzials basiert auf einem 3D-Gebäudemodell der Stadt Fürstenfeldbruck. Dieses wurde aus den Daten der Laserscanbefliegung aus dem Jahr 2004 erstellt. Die Ergebnisse geben eine erste Einschätzung über das Solarpotenzial der Dachflächen.
Da das Gebäudemodell weder die Realität exakt widerspiegelt noch Aussagen über z. B. die Statik eines Daches zulässt, ersetzt das SK nicht die Fachfirma und -beratung vor Ort.
Neben dem 3D-Gebäudemodell wurden die digitale Flurkarte für den Gebäudebestand, ein Adressdatensatz für die Adresssuche sowie Orthophotos zur Überprüfung der Ergebnisse herangezogen. Es wurden alle Gebäude berücksichtigt, die eine Grundfläche von mind. 40m² aufweisen.
Berechnung: Aus dem Gebäudemodell wurden die Größe, Ausrichtung und Neigung der Dachflächen errechnet. Alle zusammenhängenden Dachflächen in Ausrichtung Ost-West mit mindestens 10 m² für Solarthermie und mindestens 20 m² für PV wurden berücksichtigt. Mittels einer ganzjährigen Einstrahlungsanalyse wurden Abschattungseffekte und die um die Abschattungseffekte korrigierte effektive solare Einstrahlung in (kWh/m²)/a ermittelt. Das SK ist in den online Stadtplan eingebunden.
Tipps
Stolpersteine
Die Umsetzung/Darstellung des Solarkatasters (shape-File) im online Stadtplan erforderte eine zeitintensive fachliche Begleitung seitens der Stadt/Stadtwerke.
Hier wird empfohlen, zu prüfen, ob das eigene GIS der Kommune webfähig ist, und darüber das Solarkataster online gestellt kann.
Falls nicht, sollte eine Firma für die Umsetzung des Solarkatasters in einem Webportal beauftragt werden, die hierfür das fachliche Know-How anhand mehrerer Referenzen aufweist. Kann Personalaufwand bei Kommune reduzieren.
Projektlaufzeit
04/2011 - 09/2011
ab Auftragsvergabe => Inkl. Vorbereitung: Angebote, Abstimmung bez. Datenlage, Lizenzen, Datenschutz, technische Umsetzung Veröffentlichung Solarkataster im Internet etc. ab 01/2011
Energie in Bayern – Karten
Optimale Kartendarstellung:
technische Hinweise
Struktur des Anteils (2011: 29,2%) erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung in Bayern mehr
Gerne führe ich Sie durch unser Angebot,
ganz wie Sie wollen: