Solare Nahwärme am Ackermannbogen

Stadt München, München
Errichtung einer Siedlung mit innovativem Energieversorgungssystem

Kontakt

München Landeshauptstadt München
Martin Welter

( 089 ) 233 - 47714
martin.welter@muenchen.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt


Nutzen Der Bedarf an Heizwärme und Warmwasser für die Wohnungen wird zu 50 Prozent durch die Sonne geliefert. Dabei fallen weder CO2 noch Schadstoffe an. Die andere Hälfte des Bedarfs wird durch Fernwärme der Stadtwerke München gedeckt, die ohnehin hervorragende Emissionswerte hat:CO2-Emission = 7,5 kg/m2*a entspricht 40% einer modernen Gasheizung

Aufwand Gesamtkosten 5.100.000 €
Bemerkungen Das Projekt wurde mit finanziellen Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, der Landeshauptstadt München, der Stadtwerke München und der Bauträger gefördert.
Fördergeber BMU:1,843 Mio. Euro, LHM 2,114 Mio. Euro

Beschreibung

Auslöser

Die Landeshauptstadt München betreibt seit langem eine aktive Politik zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz. Diese wird unter anderem von der Stadtwerke München GmbH in Form von Energieerzeugungsanlagen mittels Wasserkraft und "Kraft-Wärme-Kopplung" konsequent umgesetzt. Eines der zentralen Projekte zur Nutzung der Sonnenenergie in München ist die Realisierung einer innovativen "Solaren Nahwärmeversorgung" für eine Wohnsiedlung.

Durchführung

Mit dem bisher in Europa einzigartigen Projekt "Solare Nahwärme Ackermannbogen" wird in München eine Reihe von bundesweit bereits erfolgreich realisierten innovativen Anlagen fortgesetzt und weiterentwickelt.Ziel ist es, qualitätvolle Architektur und Freiraumgestaltung mit den besonderen Anforderungen des Modellprojekts "Solare Nahwärme" zu verbinden. Dafür wurden große Geschosswohnungsbauten im Wechsel mit kleineren Stadthäusern errichtet.

Wie funktioniert die "Solare Nahwärmeversorgung"?
Die solare Nahwärmeversorgung liefert das ganze Jahr über das Warmwasser und im Winter zusätzlich die Heizwärme für die Wohnungen. Um die Sonnenkraft auch zur Beheizung der Gebäude zu nutzen, muss die starke Einstrahlung im Sommer in die Winterzeit "transportiert" werden. Am "Ackermannbogen" geschieht dies mittels eines großen Wasserspeichers.
Mit großflächigen Solarkollektoren, die die Dächer der Wohngebäude bedecken, wird im Sommer durch die Sonneneinstrahlung Wärme erzeugt. Diese wird über ein Leitungsnetz (Solar-Sammelnetz) in den großen Saisonalspeicher gespeist, dessen Wasserinhalt sich bis zum Herbst auf zirka 90 Grad aufheizt. Im Winter wird dann umgekehrt die Wärme aus dem Speicher entnommen und über ein weiteres Leitungsnetz (Nahwärmenetz) in die Wohngebäude transportiert. Die Gebäude sind in einem hohen Wärmedämmstandard (Niedrigenergiebauweise) ausgeführt. Bis in den Januar hinein kann die Siedlung komplett aus dem Speicher versorgt werden. Dann übernimmt die Fernwärme der Stadtwerke die Versorgung, die auch eine "Reservefunktion" gewährleistet. Über das Jahr gesehen werden 50 Prozent des Heizwärmebedarfs der Siedlung durch die Sonne geliefert.
Abgesehen von den technischen Innovationen wurden für eine reibungslose Kooperation zwischen der Landeshauptstadt München, den Bauträgern und den Stadtwerken München auch neue organisatorische und vertragliche Konzepte entwickelt.

Tipps

Analyse bisheriger Projekte

Stolpersteine

Organisatorische Probleme: Verhandlungen und Vertragsgestaltung
technische Probleme: Umbau, Reparatur, Sanierung von Komponenten

Projektlaufzeit

01/2004 - 12/2008
reine Bauzeit 2Jahre

verliehen von: Klimaschutzbündnis, Leitprojekt der LHM, nominiert für Climate Star

Links und Downloads

Internetseite 1

Zurück zu Übersicht

Karte

Hier finden Sie
technische Hinweise. mehr

Zahlen

Struktur Anteil EE am PEV Startseite

Anteile erneuerbarer Energien nach Energieträgern. Ihr Anteil am Primärenergieverbrauch insgesamt liegt bei 10,7%.
mehr

Standbild

Herzlich willkommen
im Energie-Atlas Bayern!

Gerne führe ich Sie durch unser Angebot,
ganz wie Sie wollen:





Bitte diese Hilfe beim nächsten Start nicht mehr einblenden .