Fürth
Abwärme-Heizung spart jährlich 130 t CO2 und 14 t Feinstaub ein
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Stadt Fürth Katrin Egyptiadis-Wendler Dipl.-Ing (FH) ( 0911 ) 974 - 3431 katrin.egyptiadis-wendler@fuerth.de |
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besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt Umsetzung einer innovativen energetischen Maßnahme in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahre 1840 |
| Einsparungen | CO2 | 130 t / Jahr | |
| Energie | 220 MWh/Jahr | ||
| Kosten | 20.000 Euro/Jahr € / Jahr |
| Nutzen | Vorher war eine Gasheizung installiert, jährlich wurden durchschnittlich ca. 85.000 m³ Gas verbraucht. Das Ergebnis der für die Abwasserwärmerückgewinnungsanlage im Vorfeld erstellten Machbarkeitsstudie stellt eine Einsparung von 130 t CO2, 14 t Feinstaub, 65 % Primärengeinsparung und eine Amortisation der Mehrkosten von 150.000 Euro in 7 Jahren in Aussicht. | |||
| Aufwand | Gesamtkosten | 550.000 € | |
| Bemerkungen | Die Gesamtkosten beinhalten alle Kosten für die Maßnahmen im Bereich Heizung und Lüftung, die im Rahmen des Konjunkturpakets durchgeführt wurden. | ||
| 478.500 € | Zuschuss | ||
| Fördergeber | Reg. v. Mfr., im Rahmen des Konjunkturpakets II (Fördersatz 87,5 %) | ||
Auslöser
Im Winter 2006 wurde die Stadt Fürth durch einen Hersteller eines Abwasser-Wärmetauschersystems auf die Technik der Abwasserwärmenutzung zur Gebäudebeheizung aufmerksam.
Eine Machbarkeitsstudie zeigte, dass Rahmenbedingungen und Einbauvoraussetzungen zur Abwärmenutzung des Abwassers als Heizenergie für das Rathaus Fürth günstig waren.
Zudem stammte die Heizungsanlage im Rathaus aus dem Jahr 1985 und war sanierungsbedürftig. Der Impuls zur Realisierung kam mit dem Konjunkturpaket II im Frühjahr 2009 und weil die Stadt Fürth das Projekt in Eigenplanung (Frau Dipl.-Ing. (FH) Katrin Egyptiadis-Wendler) umsetzten konnte.
Durchführung
Als bundesweit einmaliges Modellprojekt beheizt die Stadt Fürth seit Herbst 2010 das Rathaus zu 70% mit der Wärme aus den Abwässern der Stadt.
70 Wärmeaustausch-Elemente entziehen den 150 Litern Abwasser die Wärme, die pro Sekunde am Rathaus vorbeifließen. Mittels Wärmetauscher wird dann das Wasser im Heizsystem von den 15 Grad Celsius Abwasser-Temperatur (im Winter 12 Grad) auf 50 Grad Celsius geheizt.
So wird es im 170 Jahre alten, denkmalgeschützten Rathaus behaglich. Nur an besonders kalten Tagen muss noch ein Gasheizkessel zugeschaltet werden.
Die Mehrkosten der Anlage gegenüber einer konventionellen Heizungsanlage betragen rund 150.000 Euro. Allerdings spart die Stadt nun jährlich etwa 20.000 Euro für Gas ein - bei steigenden Energiepreisen sogar mehr! Außerdem wird aktiv das Klima geschützt, da jedes Jahr 130 t CO2 und 14 t Feinstaub weniger in die Atmosphäre gelangen.
BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski erklärt: "Unsere Preisträger haben Vorbildcharakter - für andere Kommunen ebenso wie für ihre Bürger. Ich würde mir wünschen, dass noch viele andere diesen Beispielen folgen!"
Tipps
Wichtig ist es, in dem Kanalabschnitt, der für den Einbau von Abwasser-Wärmetauschern vorgesehenen ist, den Abwasservolumenstrom (Liter /Sekunde) und die Abwassertemperatur zu erfassen.
Wichtig ist auch ein möglichst kurzer Weg zur Anbindung der Wärmetauscher an die Anlagentechnik (Wärmepumpe).
Projektlaufzeit
06/2010 - 08/2010
Bauzeit für den Einbau der Wärmepumpenanlage, des Spitzenlastkessels, der Kanalwärmetauscher und der erf. Tiefbauarbeiten für die Anbindungsleitung, ca. 10 Wochen
Auszeichnung
10/2010 Kommunen für Klimaschutz (1. Platz)
verliehen von: Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP)
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